Side by Side through life

Moin ihr Lieben!

Ich habe vor ein paar Tagen diese Nachricht bekommen: #geschwister

Sie kam von einer Person, die ich seit 28 Jahren kenne, mit der ich 19 Jahre unter einem Dach gewohnt habe und seit 6 Jahren als meinen Nachbarn habe – meinem Bruder!

Mein Bruder ist 4 Jahre älter als ich und musste in seinem Leben als großer Bruder ziemlich viel einstecken. Denn mich als (kleine) Schwester zu haben ist glaube ich, seine größte Herausforderung im Leben. Klein, biestig und gemein… ja so war ich tatsächlich früher… aber auch er war nicht ohne. Anstatt mich davon abzuhalten Blödsinn zu machen in meinem kleinen unerfahrenen Leben, zeigte er mir wie man richtig Blödsinn anstellte.

Unsere Kindheit sah so aus: wir sind in einem großen Haus aufgewachsen, in dem unsere Oma auch wohnte. Um das Haus waren Wiesen und Felder, es war ein kleine Sackgasse und 5 min Fußweg um in den Ort zu kommen – idyllisch und absolut perfekt für Kinder. Inzwischen ist aber leider jede Wiese bebaut und auch die Sackgasse gleicht einem Durchgang für Fußgänger und Fahrradfahrer. Unser Haus stand/steht am Ende der Sackgasse, somit war viel Platz zum spielen vorhanden. Unser Papa hatte für uns eine Rutsche mit Baumhaus gebaut und eine Schaukel angefertig. Da Sandkisten wirklich nur was für kleine Gärten sind, hatten wir einen riesen Sandhaufen. Ein Paradies! Wir spielten viel zusammen, mit seinen Autos, Lego oder auch Playmobil. Fast jeden Tag spielten wir draußen, liefen über die Wiesen und Felder – worüber der Bauer nicht so begeistert war! Wir bauten Höhlen aus Ästen und Sträuchern und kletterten auf die höchsten Bäume die es gab, wir spielten Spiele wie „A zerschlagen„, „Tier-Tick„, fuhren Fahrrad auf der Straße immer und immer wieder im Kreis, spielten Fußball, plantschten im Pool oder spielten Soft-Tennis… In unserem Haus gab es einen großen Partyraum in dem unsere Tischtennisplatte stand, wenn mal keine Cliquenfete von unseren Eltern gefeiert wurde, ich kann mich echt gut daran erinnern, als wir unter der Tischtennisplatte unser Playmobil-Fort aufgebaut hatten oder uns eine Höhle gebaut haben und stundenlang Kassette hörten. Wir teilten uns ein Zimmer, was auf Dauer natürlich nicht ging. Also bekam ich mein eigenes Zimmer, am anderen Ende der Wohnung – weit weg von meinem geliebten Bruder… was machte klein-Tanja also? Ich ging immer und immer wieder zu ihm – nur zum schlafen war ich in meinem eigenen Zimmer.

Doch es gab nicht nur rosige Tage! Mein Bruder und ich spielten Soft-Tennis und er war der Meinung er hätte gewonnen, ich war jedoch anderer Meinung und holt mit meinem Plastik Tennisschläger aus und hab ihm damit das rechte Handgelenk gebrochen. Zwei Tage vor seiner ersten Klassenfahrt! Meine Mom war begeistert, denn sie musste Urlaub nehmen und mitfahren, da Meik vieles alleine nicht machen konnte mit dem Gipsarm. Die Rechnung bekam ich ein Jahr später. Mein Bruder ärgerte mich und ich habe versucht ihn zu kriegen um ihn eine reinzuhauen… Endresultat war, ich bin voll hingeflogen und habe mir beide Knie und Ellenbogen aufgeschürft – zwei Tage vor meiner Einschulung. Ich war die einzige beim Einschulgottesdienst, die sich in der Kirche nicht hinknien konnte – wundervoll… Mein Bruder zeigte mir dann irgendwann das Spiel mit dem Feuer und wie toll doch Plastik schmilzt. Im Hochsommer, im Wald! Super Idee… Über die Konsequenzen wie ein Flächenbrand, dachte natürlich keiner von uns nach. Als unsere Eltern uns erwischten, dank meiner blau gefärbten Haare vom blauen Plastik Sandeimer, gab es das schlimmste Donnerwetter für uns, was es nur geben konnte. Ganz abgesehen von den alltäglichen Machtkämpfen… mein Bruder war mir kräftemäßig weit überlegen und haute mir oft während er an mir vorbei ging, mit voller Wucht auf den Oberarm. Meine Revanche: ich habe ihn in die Handrücken gekniffen… er wird heute noch täglich daran erinnert, weil meine Fingernägel tiefe Spuren in seiner Haut hinterlassen haben… Irgendwann klemmte er mir dann noch meine Hand in die Sicherheitsmetalltür bei meiner Oma ein und meine Finger waren bis zur Knochenhaut auf. Das war die Kehrseite am Paradies!

Als unsere Eltern sich das erste mal trennten, zogen Meik und ich wieder in ein Zimmer und es war echt eine witzige Zeit… Ich sag nur Erbsensuppe an der Decke! =) Meine Mama ist mit uns in eine 3 Zimmer Wohnung gezogen. Sie hatte zu dem Zeitpunkt wirklich wenig Geld und war grade in einer Weiterbildung. Die Wohnung war echt toll und grade frisch renoviert worden… Mein Bruder und ich kamen aus der Schule und es gab Erbsensuppe zum Mittag. Meine Mom ließ uns alleine in der Küche um die Wäsche zu machen… Wir hatten die wundervolle Idee beim Essen „Stip-Stop“ zu spielen… Irgendwann passierte es und wir prusteten los vor lachen, was leider dazu führte das die Erbsensuppe nicht in unseren Mündern, sondern an der Decke und an der Wand der Küche wiederzufinden war… Schade =)

Doch irgendwann kam bei uns beiden die Pubertät… wir veränderten uns. Spielten nicht mehr mit einander und eigentlich wollten wir auch nichts von dem anderen wissen. Es kamen viele Freunde von meinem Bruder zu uns nach Hause. Es gab häufig Hauspartys und „Sit-in`s“ und die kleine Schwester war uninteressant, nervte und war nur noch ätzend…

Dann kam die Zeit, als mein Bruder zur Bundeswehr ging. Der Umzug Richtung Hamburg stand vor der Tür und zu allem Überfluss war ich schwanger… Ich sah meinen Bruder wenn überhaupt nur noch am Wochenende und das brach mir das Herz. Die Distanz zu meinem geliebten Bruder belief sich zwischenzeitlich auf 750km. Es war wirklich schwer. Als ich dann kurz vor der Entbindung stand, versuchte mein Bruder regelmäßig am Wochenende nach Hause zu kommen. Als er eines Freitagsabends Heim kam, saß ich in der Küche, hochschwanger 1-2 Wochen vor der Entbindung. Er kam rein und ich hab von jetzt auf gleich einen so heftigen Heulanfall bekommen, dass mein Bruder völlig verstört war, denn immerhin unterhielt ich mich grade noch fröhlich mit meiner Mom. Als er die Küche verließ folgte auf den Heulanfall ein Lachanfall. Meik fühlte sich ein wenig vereimert von mir, wie man vielleicht verstehen kann. Er kam in die Küche ich fing an zu heulen, er verließ die Küche ich hab angefangen zu lachen. Ohne Spaß – ich habe da das erste Mal gemerkt was Hormone mit einem anstellen können. Ich konnte es wirlich nicht steuern!

Leider konnte er das Wochenende als Leon geboren wurde nicht bei mir sein, aber er wurde Patenonkel. Wer auch sonst sollte diese ehrenvolle Aufgabe bekommen, wenn nicht er? Tatsächlich gab es auch in den folgenden Jahren Momente, in denen wir uns ein wenig auseinander gelebt haben. Ich zog mit meinem Kind aus und auch mein Bruder wurde flügge. Die Bundeswehrzeit hatte er hinter sich gebracht und zog mit seiner damaligen Freundin zusammen. Doch es dauerte nicht lange, als wir (Leon und ich) in die neue Wohnung zogen, folgte mein Bruder mir ein Jahr später in dasselbe Dorf, in die gleiche Straße. Heute wohnen wir wieder so dicht bei einander, um genau zu sein ein Haus steht zwischen unseren Wohnungen… Auch wenn ich ihn nicht jeden Tag sehe, nicht jeden Tag was von ihm höre, kann ich mir zu 100 % sicher sein das er in meiner Nähe ist. Er gibt mir auch heute noch das Gefühl von Sicherheit.

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Im Sommer 2015 gab es hier ein fürchterliches Unwetter. Es blitzte und donnerte, stürmte und die Äste flogen durch die Gegend. Nachts um 2! Da ich ein absoluter Schisser bin was Gewitter angeht, habe ich nachts meinen Bruder angerufen und wir telefonierten so lange bis das Gewitter vorrüber war. Letztes Jahr wurde in dem Haus zwischen uns eingebrochen, wieder nachts. Ich war tief und fest am schlafen und wurde von der Alarmanlage und dem Geschrei was von draußen kam, wach… Plötzlich klingelte mein Handy und mein Bruder war dran, der alles von seinem Balkon mehr oder weniger mitbekommen hat -wie gesagt es war Nacht!Wir waren beide hellwach und musste das erlebte teilen. Als Leon 2015 für eine Nacht im AKK zur Überwachung war, machte er eher Feierabend und kam ins Krankenhaus. Als mein Bruder im Krankenhaus lag war es für mich natürlich selbstvertsändlich zu ihm zu fahren und ihm die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Wir waren (mein Bruder heute immer noch) beide Fußballtrainer für dir Kids aus unserem Dorf und unterstützten uns auch bei diesen Aktivitäten. Wir hielten uns an den Händen, nahmen uns in den Arm und weinten zusammen, um geliebte Menschen die von uns gingen.

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Es ist unbezahlbar einen großen Bruder zu haben. Ich liebe meinen Bruder von ganzem Herzen. Er ist mein VIP unter den Menschen in meinem Leben. Er ist die Farbe in meiner schwarz/weißen Welt, die Sonne an meinen Regentagen. Mein Verbündeter, mein Vertrauter, mein Seelenverwandter. Er gibt mir Nähe ohne Enge, ein Zauber ohne Ende. Mit ihm bespreche ich Dinge, die ich mit keinem anderen bespechen kann. Ich muss mich vor ihm nicht schämen. Er ist da wann immer ich ihn brauche. Auf ihn ist verlass, egal wo er grade steckt. Er bringt mich zum Lachen, wenn ich grade heule. Kein Mensch auf dieser Welt kann jemals den Platz meines Bruders einnehmen.

Geschwister kämpfen ums Essen, um die Fernbedienung und einfach um den anderen zu nerven. Und lieben. Ganz viel Liebe, weil Geschwister die Menschen sind, die uns in und auswendig kennen und für immer an unserer Seite stehen!

Together – Side by Side through life!

Bis bald

Eure Tanja

Weihnachten in Bildern

Moin!

Nun endet langsam der Funkelzauber von Weihnachten. 3 Tage voller Besinnlichkeit und Harmonie gehen zu Ende. Die Lichter erlischen so langsam und viele kehren zurück nach Hause von ihren Verwandten. Der Abwasch muss erledigt werden, die Geschenke werden noch einmal begutachtet bevor sie weggeräumt werden und man macht es sich auf dem Sofa bequem.

Unsere Weihnachtstage waren wirklich mehr als ruhig und entspannend, aber genauso wollten wir es auch. Wer meinen Beitrag zur Blogparade von Mom’s Favorites and more gelesen hat, weiß wie unsere Weihnachten eigentlich ablaufen sollten. Eigentlich, weil  sich ein bisschen was geändert hat. Meine Eltern waren dieses Jahr nicht bei uns und somit musste, was das Essen anging etwas improvisiert werden. Nun gut – jetzt zeig ich Euch aber wie es war:

Unser Weihnachtsmorgen fing mit einem ausgiebigen Frühstück an. Während dessen kam unsere Postbotin mit zwei kleinen Päckchen  und einer Weihnachtskarte aus LONDON von der lieben SJ! Oh man hab ich mich gefreut! Tausend Dank liebe Sarah-Jane! Eine wundervolle Karte mit einem sehr liebevollen Text.

Nach dem Frühstück bekamen wir noch kurz Besuch von meiner lieben Freundin Bea, die ich seit unserem Herbstzaubers leider nicht mehr gesehen habe. Danach wurde der Baum geschmückt – selbstverständlich in pink, weiß und silber! Ich habe vor einigen Jahren von meinem Stiefdad wundervolle pinkfarbende Ketten aus Frankreich bekommen und Leon kämpfte mit vollem Körpereinsatz für das Recht der Ketten, traditionsgemäß am Baum hängend, doch die Macht des „Nein-Sagers“ war größer und er musste bedinunglos kapitulieren.

So weit zu gut – wir machten uns fertig und warteten auf den Nachmittag, welcher aus Kirche und Santa-Taxi bestand. Richtig gelesen, ich schufierte den Weihnachtsmann durch die Gegend, denn wir waren in geheimer Mission – Kinderaugen zum Leuchten bringen! Doch vorher gingen wir zum Gospel-Gottesdienst, auch etwas ganz anderes dieses Jahr, denn sonst war das Krippenspiel der Hauptgrund unseres Besuchs in der Kirche. Freunde von uns kamen noch dazu und so standen wir in der richtig vollen Kirche und lauschten der Geschichte von Franz dem Engel, dem Interview mit dem Herbergsvater und den wundervollen Liedern des Gospelchors, den wir tatkräftig mit unseren Gesangskünsten unterstützten =) *räusper*

Während ich mit Santa unterwegs war, haben die Jungs in der Zeit das Essen vorbereitet. Zuhause wieder angekommen, warteten wir auf meinen Bruder und natürlich das wir zusammen Essen konnten.

Traditionell gab es Gans und Ente mit Rotkohl, Klößen und Sauce. Anschließend wurde schnell aufgeräumt und es ging zum gemütlichen Teil des Abends über. Ab aufs Sofa und ab jetzt hieß es Würfeln was das Zeug hielt! Bei jeder gewürfelten 6 bekam man ein Geschenk – und davon lagen viele unter dem Weihnachtsbaum.

Es war unbeschreiblich schön, die Momente voller Freude, Glückseligkeit und Zufriedenehit aufzusaugen. Nicht zu wissen was einen erwartet und die tollsten Überraschungen zu bekommen, riefen das Funkeln und Leuchten der Magie Weihnachtens hervor. Einfach wundervoll. Paula suchte nach ihrem Knochen und war auch total Zufrieden in unserer Mitte. Der Selfie-Stick von Leon wurde gleich ausprobiert und sein neuer Freund „Blocky“ wich nicht mehr von seiner Seite.

Die zwei Weihnachtstage verbrachten wir überwiegend auf dem Sofa und schauten viele Filme. Wir aßen die Reste vom Heiligabend und Lasange, sowie Schokoladenkuchen, Süßigkeiten und Nüsse. Telefonierten mit Freunden und Verwandten, spielten das neue Spiel „Yippie Yippie Yeti“ und waren einfach nur für uns. Ganz ehrlich? Ich denke, dass wir es nächstes Jahr genauso machen werden.

Wie war Euer Weihnachten? Verlief alles nach Plan oder gab es bei Euch auch Änderungen? Was wir für wunderschöne und ideenreiche Geschenke bekommen haben, werde ich euch morgen berichten =)

Ich hoffe, Ihr hattet alle wundervolle Weihnachten und konntet die Zeit mit Euren liebsten verbringen mit viel Liebe und wenig Stress. Für mich heißt es morgen wieder arbeiten und somit werde ich heute zeitig ins Bett gehen.

Schlaft schön,

Eure Tanja

2 Jahre und 2 Tage – wie Lovoo mein Leben veränderte

Moin!

Ich möchte Euch heute erzählen was vor 2 Jahren und 2 Tagen passierte. Wie eine App mein Leben veränderte und wie schön das Gefühl ist nach Hause zu kommen. Zurück auf Anfang.

Sommer 2014: Die Mutter-Kind-Kur hinter uns gebracht, trennte ich mich damals von meinem damaligen Freund, nach ganzen 8 Jahren. Danach waren Männer für mich ganz weit weg und ich wollte meine Zeit einfach nur alleine verbringen. Im Oktober hatte meine Freundin, die Idee sich bei der Dating-App Lovoo anzumelden, jedoch nicht alleine. Sie fragte mich, ob ich nicht auch Lust hätte mich dort anzumelden – Spaßenshalber. Neue Leute kennen lernen habe ich ja prinzipiell nichts gegen. Somit meldete ich mich auch an, verbrachte einige Abende tatsächlich vor meinem Handy und durchforstete die App nach einem geeingenten Profil. Da waren Männer mit Haare, ohne Haare, mit Muskeln (die es ganz schön nötig hatten) und welche ohne mit und ohne Kindern. Die Wahl viel da echt schwer – nein Scherz! Überhaupt nicht! Ich wusste ziemlich schnell was ich nicht wollte anstatt was ich wollte. Definitv stand fest: keinen Mann der nicht ehrlich genug ist seinen richtigen Namen zu nennen und schon gar keinen der sich als Poser hinstellt, mit freiem Oberkörper oder sogar noch in Boxershorts. No way!

Nach tatsächlich vielem Schreiben mit einem Kerl in meinem Alter und einem „Blinde Date“ in der Stadt, wusste ich, der war es nicht. Hose auf Baggy, kein Bitte, kein Danke, zu viel von sich erzählte, ohne Punkt und Komma und war einfach anstrengend. Sorry, Next please. Nach diesem Treffen hatte ich tatsächlich kein Bock mehr auf weitere Treffen und überhaupt diese ganze Datingsache war nichts für mich. Aber es kommt wie es kommen musste. Erholt nach dem komischen Treffen schaute ich nochmal in die Profile der Angebote =) Und was sah ich da? Ein außergewöhnlicher Name und ein Kerl mit freiem Oberkörper, aber nur die Schultern nicht der Rest. Ich blätterte weiter, doch dann wieder zurück. Der Typ hatte genau das was ich mich ansprach und war natürlich genau das was ich nicht wollte =)

Ich schrieb ihn an, er antwortete. Wir schrieben fast die ganze Nacht hindurch – doch mein Geburtstag stand vor der Tür und meine neu kennen und lieben gelernten Kur-Mädels reisten aus Süddeutschland in den hohen Norden um mich zu sehen. Und die Bekannschaft? Ja, auch da ging mein Geburtstag vor und ich vernachlässigte ihn. Ich meldete mich erst wieder, nach meiner Geburtstagfeier ca. 1 1/2 Wochen später. Und ab da ging es rasent schnell. Wir tauschten die Nummern aus und er fragte mich ob wir mal zusammen was trinken gehen wollen. Puuuh… Mein damaliger Dienstplan und Familienplan ließen es eigentlich eher nicht zu, aber ich konnte mir eine Lücke schaufeln. Ok Date No.2 folgte und was soll ich sagen?

Wir trafen uns in Buxtehude, abends, in der Stadt und ich hatte so Angst das ich ihn nicht erkenne, immerhin war das Foto vom Sommer und wir hatten Winter. Ich stand also an unserem Treffpunkt und wartete. Und auf einmal kam da ein verdammt gut aussehnder Mann an. Mit schwarzer Winterjacke, Jeans, Turnschuhe, einem grauen Schal und einer schwarzen Strickmütze. Seine Augen waren einfach so umwerfend und seine ganze Aura umworb mich mit einem Glückseligkeitsgefühl. Bääääm! Wir gingen ins Amadeus, bestellten was zu trinken und unterhielten uns. Die Zeit flog an uns vorbei und da ich Leon bei meinem Bruder untergebracht hatte, konnte ich nicht ewig wegbleiben. In dem Funkelzauber der erleuchteten Stadt, es war kurz vor Weihnachten genauer gesagt am 13.12.2014 – gingen wir noch spazieren und er brachte mich anschließend zum Auto. Oh mein Gott… es war soooooooooo unfassbar schön. ich hab mich in seiner Gegenwart einfach so gut gefühlt und wusste das ich ihn wieder sehen will so schnell wie mölglich! Am Auto verabschiedeten wir uns mit einer laaaaangen Umarmung und er fragte ob er am nächsten Tag zu uns nach Hause kommen soll. Ähm Zuhause? Bei Uns? Hmm? Das musste ich erstmal mit Leon klären. Leon gab sein Einverständnis und er kam am nächsten Tag vorbei. Und er blieb!

Verrückt! Wenn ich so drüber nachdenke. Dan blieb bis zum morgen um 4.30h und küsste mich zur Verabschiedung. Ein Kuss den ich nie vergessen werden. Ich fühlte mich wie ein kleines Schulmädchen, dass zum Ersten mal verliebt war. Doch die erste Zeit war nicht so einfach. Ich muss gestehen – ich war nicht einfach und extrem mit der Situation überfordert. Ich führte vor ihm eine 8 Jahre lange Beziehung, bei der jeder seine Freiheiten hatte. Ich konnte kommen und gehen wann ich wollte, hatte mein Bett nur mit Leon geteilt und musste nur für uns zwei Entscheiden.  Jetzt war alles anders. Jetzt war da ein Mann an meiner Seite der nicht ging, sondern der blieb. Der abends nach der Arbeit Heim kommt, mit dem ich meinen Alltag zusammen bestreite, Probleme zusammen löse und der mir das Gefühl einer Familie gab und bis heute noch gibt. Ich war zickig, genervt und wollte im Stillen oft das er geht. Ich wollte meine Freiheit wieder! Esmeralda musste sich so einiges anhören – Gejammer auf hohem Niveau.

Aber genau das war doch das was ich immer wollte. Warum ich meine 8 jährige Beziehung beendete, weil ich genau dass  nicht hatte! Und ich wusste vom ersten Augenblick, dass ich diesen Mann liebe, von ganzen Herzen! Da er meine Phase der absoluten oberzickigen Prinzessin ausgehalten hat und immer noch geblieben ist, wusste ich, dass das nur gut werden konnte. Somit zogen wir relativ schnell zusammen. Schon im März kündigte er seine Wohnung und Ende April zog er ein.

Und da sind wir Heute: Ich habe über eine Dating-App, (m)einen Mann kennen gelernt, der mein Herz eroberte, der mich mit Kind akzeptierte und der aus der alleinerziehenden Mutter eines Prinzen, eine Familie mit und für den Prinzen machte. 2 Jahr und 2 Tage ist es her als er in mein Leben trat. Ich bereue nicht eine Sekunde mit ihm, im Gegenteil. Wir wollen zusammen bleiben, solange das Leben uns eine gemeinsame Zeit schenkt. Unsere Familie soll wachsen und das nicht nur an Mitgliedern sondern auch jeden Tag mehr an Liebe. Es ist nicht immer einfach, aber wenn man ein gemeinsames Ziel hat und weiß wofür man nach Hause kommt ist es einfach unbeschreiblich. Ich teile wirklich gerne mein Bett mit ihm und sage auch gerne Bescheid, wann ich nach Hause komme.

Ich liebe diesen Mann einfach so sehr…

In diesem Sinne Euch eine Gute Nacht und süße Träume!

Eure Tanja

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Weihnachten mit Kind: So feiern wir – Blogparade

Moin!

Die liebe Sylvi von Mom’s favorites and more hat zur Blogparade aufgrufen. Das Thema entspricht natürlich der Jahreszeit und vorallem dem anstehenden Fest. Danke liebe Sylvi das ich an Deiner Blogparade teilnehmen darf!

So nun aber los:

Wie und mit wem verbringt ihr die Feiertage?

Wir verbringen die Feiertage ganz traditionell mit der Familie und den engsten Freunden. Doch manchmal muss ich Weihnachten arbeiten und dann verbringe ich den Nachmittag und den Abend sowie die ganze Nacht im Krankenhaus. Dieses Jahr jedoch habe ich an Weihnachten frei =)

Fahrt ihr zu Oma und Opa oder kommen diese zu euch?

Seit dem ich mit Leon nicht mehr bei meinen Eltern wohne, haben wir es immer so gemacht, dass wir uns alle – also meine Eltern, mein Bruder und wir, bei uns Heiligabend verbringen. Da mein Bruder gleich neben an wohnt, ist es für uns echt praktisch und ich habe ehrlich gesagt immer keine Lust die Geschenke von A nach B zu transportieren. An den Weihnachtstagen geht es dann meistens zu meinen Eltern und zu Dan’s Eltern.

Oder seit ihr am Heiligabend ganz für euch und brecht erst am ersten bzw. zweiten Weihnachtsfeiertag zu Besuchen der Verwandtschaft auf?

Heiligabend wird bei uns gefeiert und jeder der aus der Familie und von unseren Freunden dabei sein möchte und mit uns feiern möchte ist immer herzlich willkommen. Ich liebe es an Heiligabend mit der Familie zusammen zu sein und da einige meiner Freunde auch einfach zur Familie gehören, dürfen diese natürlich nicht fehlen. Ich kann die Menschen auch nicht verstehen die am Heiligabend alleine sein möchten. Es gibt doch nichts schöneres als mit der Familie und vorallem mit den eigenen Kindern zusammen zu sein. Zeit mit einander zu verbringen in dem Zauber der Weihnachtszeit. Die Verwandten und die Freunde die nicht dabei sein können/wollen am Heiligabend, die besuchen wir natürlich oder sie uns, wenn es passt. Also noch nicht einmal unbedingt am 1. oder 2. Weihnachtstag, sondern einfach wenn die Zeit da ist. Alle die wir nicht sehen können bekommen von uns ihre Weihnachtspost und wir denken ganz doll an sie.

Gibt es spezielle Traditionen oder ein ganz bestimmtes Festessen?

Ein Weihnachten ohne Traditionen ist wie Ebbe ohne Flut. Das geht doch nicht! Natürlich hat jede Familie ihre eigenen Traditionen, was auch sehr schön ist. Ich bin, wie ich auch am Wochenende wieder gemerkt habe, ein sehr traditionsbewusster Mensch und Weihnachten ohne unsere Traditionen kommt für mich überhaupt nicht in Frage! Zu unseren Traditionen gehören:

  • meine Jungs holen vor Weihanchten den Tannenbaum vom Feld, der dann häufig aus Zeitmangel erst am Heiligabend morgen geschmückt wird
  • Leon geht meistens einen Tag vor Weihnachten zu Oma und Opa um dort den Tannenbaum zu schmücken
  • wir bestehen auf „Schick-sein“ also wird sich in Schale geworfen
  • in die Kirche gehen, normalerweise zum Krippenspiel aber dieses Jahr gehen wir zum Gospelgottesdienst mit dem wundervollen Chor
  • ein Weihnachtsessen mit Gans, Klößen, Rotkohl und Sauce darf natürlich auch nicht fehlen. Es gibt jedes Jahr ein ganz anderes besonderes Dessert
  • die Geschenke legen wir schon immer vor dem Essen unter der Tannenbaum. Wenn es ans Auspacken geht wird gewürfelt. Jeder der eine 6 gewürfelt hat, darf ein Geschenk auspacken. Alle warten mit Würfeln, so lange bis das Geschenk begutachtet wurde.

Kommt der Weihnachtsmann oder das Christkind?

Nein – keiner von beiden! Aber einzig und alleine deshalb, weil Leon aus dem Alter raus ist. Allerdings verkleidet mein Bruder sich immer als Weihanchtsmann und fährt zu meinen Kollegen und Bekannten die noch kleine Kinder haben. Auch immer total witzig.

Echter Tannenbaum oder Plastiktanne? Echte Kerzen oder Lichterkette?

Natürlich eine echte Nordmanntanne. Meine Eltern haben einen Plastikbaum und das finde ich ganz ganz schrecklich. Ich finde das nimmt immer den Weihnachtsflair. Natürlich gibt es Menschen die in anderen Ländern keine Tannen bekommen, das kann ich dann nach vollziehen aber wenn ich einen richtigen Weihnachtsbaum bekommen kann, wieso sollte ich dann keinen holen?

Zu den Kerzen gibt es ganz klar zu sagen: in einem Haushalt wo Kinder und Tiere (in unserem Fall unsere Hündin Paula) wohnen gehören KEINE echten Kerzen an den Baum! Deshalb definitv Lichterkette!

Ihr wohnt vorrübergehend oder generell in einem anderen Land? Wie feiert man dort bzw. wie feiert ihr dort?

Wir sind bis lang immer in Deutschland geblieben, obwohl wir auch schon desöfteren darüber nach gedacht haben einfach mal nach Österreich zu fahren. Mal sehen wann wir diese Idee in die Wirklichkeit umsetzen werden.

Wie wird das nun bei Euch dieses Jahr?

Dieses Jahr haben wir beschlossen, dass wir nur Heiligabend feiern wollen und den 1. und 2. Weihnachtstag zuhause bleiben ohne irgendwohin zu müssen oder Besuch zu empfangen. Warum? Weil ich mal frei habe und diese Zeit möchte ich mit meinen Jungs verbringen! Trotzdem werden die Traditionen gewahrt. Der Baum wird dieses Jahr schon eher geschmückt als sonst. Wir gehen nachmittags in die Kirche und anschließend kommt meine Familie zu uns. Meine Eltern bringen das Essen mit, welches bei uns nur noch fertig gemacht wird und dann wird ganz traditionell gegessen, gewürfelt und die Zeit miteinander verbracht.

Weihnachten mit Kindern ist das schönste was es gibt. Zu sehen wie die Kleinen und Großen sich freuen. Das Funkeln in ihren Augen und die Aufregung zu spüren ist einfach unbezahlbar. Weihnachten ist die Zeit um nach Hause zu kommen. Ich liebe Weihnachten!

So das war mein Beitrag zur Blogparade „Weihnachten mit Kind: So feiern wir“. Wenn Ihr wissen wollt wie einige andere Bloggerfamilien Weihnachten feiern, dann schaut doch mal bei Sylvi auf dem Blog vorbei (Mom’s favorites and more). Dort werden alle Beiträge für die Blogparade gesammelt.

Wie feiert ihr Weihnachten? Hinter lasst mir einen Kommentar oder macht noch mit bei Sylvies Blogparade, diese läuft nämlcih noch bis zum 26.12.2016!

In diesem Sinne,

Eure Tanja

Unser kirchliches Adventswochenende -die Traditionen halten Einzug

Moin ihr Lieben!

Draußen ist es inzwischen dunkel, die weihnachtlichen Lichter an den Straßenlaternen leuchten und die Weihnachtsbeleuchtung strahlt aus den Häusern. Für mich ist die Advents- und Vorweihnachtszeit immer eine ganz besondere Zeit. Das Gefühl nach Hause zu kommen, die Vorfreude auf meinen Geburtstag (in 3 Tagen ist es wieder soweit – und ja ich freue mich jedes Jahr darauf und zähle die Tage rückwärts), aber am meisten liebe ich diese Zeit, weil sie voller Traditionen steckt. Klar wird am ersten Advent eine Kerze angezündte, Plätzchen werden gebacken, Mandarinen werden geschält und Nüsse geknackt.

Der Plan für dieses Wochenende sah vor kurzem noch ganz anders aus. Ursprünglich wollten wir nach Nürnberg zu meinen Kur-Mädels fahren und Dan wollte an einem Dartturnier teilnehmen. Da wir aber unsere Paula nicht mitnehmen konnten und wir keinen Hundesitter gefunden haben, blieben wir daheim. Also musste ein Alternativprogramm her und was soll ich sagen? Es war ein wundervolles Wochenende voller Alternativen.

Am Freitag hatte ich Urlaub da ja geplant war das wir wegfahren. Morgens war ich in der Schule und habe den diesjährigen Adventskalendar für die Klasse von Leon und den Adventskranz hingebracht. Nachmittags  konnte ich mit zu Leon’s Reitunterrichtsstunde. Den ganzen Tag gab es ja einen riesigen Hype um den „BlackFriday“ und meine Männer wollten auch noch los und sich ins Getümmel begeben in der Hoffnung das eine oder andere Schnäppchen zu schlagen. Doch das allerbeste war am Freitagabend. Das Gospelchor-Konzert in der Kirche. Meine Arbeitskollegin und ihre Tochter (unsere Nanny – wie ich sie liebevoll nenne), sowie die ehemalige Kindergärtnerin von Leon, die inzwischen eine Freundin geworden ist, singen in unserem Gospelchor. Die  Chorleitung ist auch Leons Gitarrenlehrerin. Wir trafen somit viele bekannte Menschen. Das Konzert war einfach nur klasse! Sowas atemberaubendes habe ich selten erlebt. Ich bekomme jetzt sogar noch Gänsehaut. Ich habe einige Momente eingefangen die ich gerne mit Euch teilen möchte. Der Chor wurde die ganze Zeit mit dem Klavier begleitet, welches der Freund von unserer Nanny spielte. Im letzten Stück spielen die beiden sogar zusammen. Er Klavier und sie Querflöte. Einfach zum dahin träumen!

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Schön oder? Hach – ich finde Kirchen haben sowieso einen richtig schönen Spirit. Sie haben einfach was magisches. Ich gehe gerne in Kirchen , auch in anderen Städten und meistens zünden wir da auch eine Kerze an. Das Konzert war echt wunderschön. In der Pause wurde noch der sogannte „Orgelwein“ ausgeschänkt und es gab kleine Knabbereien.

Als wir Heim gingen lag immer noch der schwere Nebel in der Luft, der die Stimmung fand ich noch mehr verzauberte.

Am Samstag hab ich dann den Rest der weihnachtlichen Deko in unserer Wohnung fertig gemacht. Als wir am Frühstücken waren klingelte der Postbote und hatte ein großes Paket dabei. Ich dachte im ersten Augenblick, dass es schon ein Geburtstagsgeschenk wäre, was Dan vielleicht bestellt hatte. Hab ich schon erwähnt das ich mich auf meinen Geburtstag freue? =) Die Überraschung war tatsächlich ein Geschenk, doch nicht zu meinem Geburtstag. Mama Esmeralda hat uns einen Adventskranz geschickt. Ein wundervolles Stück – natürlich in meiner Lieblingsfarbe PINK =) Somit haben wir tatsäschlich dieses Jahr zwei Adventskränze, wie schön… Danke Mama Esmeralda!!!!

Heute am Sonntagmorgen ging es für uns wieder in die Kirche. Sogar zum Gottesdienst. Nein, nicht weil wir so gläubig sind das wir deshalb Sonntagsmorgens um 8.00h aufstehen, sondern weil Leon mit seiner Gitarrengruppe den Familiengottesdienst begleitete. Wir durften heute bei 4 Taufen dabei sein. Am Anfang als ich gesehen habe das das Taufbecken offen war, freute ich mich, dass wir bei einem so besonderen Moment dabei sein dürfen. Doch ich muss ehrlich sagen, dass ich tatsächlich ein wenig enttäuscht war. Da kam der Traditionsmensch in mir hervor. Leons Taufe war ganz klassisch. Damals war er 6 Monate alt, hatte einen typischen weißen Taufanzug an, die Familie war dabei und alle waren in ihrem Festtagsoutfit. Es gab tatsächlich an unserer Taufe kein weiteres Kind was getauft werden sollte und Leon bekam die gesamte Aufmerksamkeit. Ein unvergesslicher Moment, an den ich mich gerne zurück erinnere. Doch heute – heute war alles anders. Man hatte das gefühl das keiner zuhörte, das keiner richtig Bezug zu dem hatte was da vorne beim Altar passierte. Schade eigentlich! So ändern sich eben die Zeiten. Für uns stand aber fest, dass wir auch beim zweiten Kind es ganz klassisch haben möchten, nicht mit sovielen Fremden, nicht in einem unruhigen Familiengottesdienst.

Ansonsten haben wir den Sonntag ganz ruhig verbracht und haben die Zeit einfach mal zum Durchatmen genommen und uns ganz auf uns als Familie konzentriert.

Wie sah Euer erstes Adventswochenende aus? Habt ihr etwas ganz besonderes gemacht? Lasst es mich wissen und schreibt es mir in die Kommentare! Ich freue mich von Euch zu lesen.

In diesem Sinne einen schönen restlichen 1. Advent,

Eure Tanja

P.S. Die Videos wurden auf Grund vom Datenschutz nicht direkt vom Chor gemacht, aber dabei geht es ja auch eher um die Musik. Ich hätte ansonsten jeden einzelnen und es waren ca. 40 Personen fragen müssen. Ich hoffe Ihr habt dafür Verständnis.

Ein besonderer Herbstzauber

Moin!

Ja, ich weiß, der Herbst ist eigentlich schon zu Ende, wenn man bedenkt das am Sonntag der 1. Advent ist. Doch trotzdem möchte ich Euch heute noch kurz zurück schicken in Richtung Herbst.

Wir haben dieses Jahr überlegt, wie wir den Herbst verabschieden können und den Winter willkommen heißen. Mit Freunden Stockbrot grillen war die erste Idee und die entscheidene Idee, um unseren Herbstzauber ins Leben zu rufen. Gesagt getan. Am Wochenende vor Halloween sollte es statt finden. Wir wollten einen wundervollen und unvergesslichen Abend mit unseren Freunden verbringen.

Die Gästeliste wurde geschrieben. Es wurden unsere engsten Freunde aus einem guten Grund eingeladen – zu dem ich später noch komme. Die Einladungskarten wurden gebastelt und geschrieben. Viele Gedanken über das Essen, die Tischdeko und die Gartendeko hatte ich mir gemacht. Es wurden Strohbälle gekauft, Mais gepflückt und Kürbisse geholt. Den Einkauf vom Essen und vom Wein nicht zu vergessen.

Das Wochenende war da und ich freute mich so sehr auf einen wundervollen Abend. Morgens wurde früh aufgestanden um alles vorzubereiten. Ich glaube ich stand 5 oder 6 Stunden in der Küche und bin über mich selber gewachsen. Alle Rezepte hatte ich von Pinterest und sie wirklich noch nie zu vor ausprobiert und wusste somit absolut nicht wie sie schmecken geschweige denn wie sie an kommen würden. So what – was sollte schon schief gehen?

Es gab: gebackene Laugenstangen, einen Radieschen-Dip, Rösti-Schnitzel mit Lauch-Pesto überbacken mit Camembert, Käse-Muffins mit Zucchini, ein Nudel-Kürbis-Gratin und gefüllte Süßkartoffeln. Dazu Weiß- und Rotwein.

Und was soll ich sagen? Es war alles lecker und es wurde auch fast alles leer. Also war es gar nicht so schlimm, dass ich vorher noch nie etwas davon gekocht habe.

Der Garten wurde auch geschmückt. Alte Marmeladengläser wurden in Windlichter umfunktioniert, Feuerkörber wurden angezündet (das Holz in den Körben natürlich) und die Einfahrt wurde mit Lichtertüten bestückt.

Damit die Kinder sich nicht langweilen, hatte ich für alle Kürbisse organisiert, die sie zusammen schnitzen konnten, immerhin stand Halloween vor der Tür. Zur Begrüßung bzw. für die Zeit draußen gab es für alle einen alkoholfreien Punsch.

Das Rezept für den Punsch ist so simple wie genial. Für eine Menge von ca. 12 Personen haben wir: 2L Früchtetee aufgekocht und 2L naturtrüben Apfelsaft hinzugegeben und ca. 2-3 EL Zimt untergerührt. Lecker!!!

Und so sah das alles aus, bevor die Gäste kamen.

Nachdem die Kürbisse geschnitzt waren und ein Teelicht hatten, ging es rein zum Essen. Da wir eine offene Küche haben, wurde das Essen direkt aus den Ofen als Buffett arrangiert und jeder konnte sich nehmen, was er mochte. Die Kinder sind irgendwann in Leons Zimmer abgedüst und wir Erwachsenen konnten noch tolle Gespräche führen.

Dan ist dann mit den Kids raus und mit den anderen Männern und haben Stockbrot gegrillt und Marshmallows. Hach, war das schön.

Der Grund diesen Herbstzauber mit bestimmten Menschen zu feiern, war ein Danke schön. Ein Danke schön für die Personen die für uns in der Zeit da waren, als wir unser Baby verloren haben. Wir (besonders ich) konnten immer Gespräche suchen, haben Antworten bekommen oder auch einfach nur eine Umarmung.

Leider konnten Esmeralda mit Phobeus und Mel mit Steph nicht dabei sein, was wirklich sehr schade war, denn die beiden mussten und müssen heute noch manchmal meine Depriphasen über sich ergehen lassen. =) Danke dafür!

Ich wollte Euch auch wenn es verspätet ist, an unserem Herbstzauber teilhaben lassen. Jetzt ist der Herbst vorbei und die Adventszeit naht. Wahnsinn wie die Zeit vergeht… Tatsächlich werde ich heute noch die Weihnachtsdeko rausholen, die Herbstdeko ist inzwischen schon weg.

Ich kann Euch nur den Tipp geben, auch wenn es immer viel Arbeit ist, ladet Freunde zu Euch ein und feiert. Es gibt immer einen Grund zum Feiern und wenn es das Leben ist!

In diesem Sinne, bis bald!

Eure Tanja

Schwanger! Der Stempel „Teenie-Mutter“ war mir sicher

Moin!

Kennt ihr die Doku-Soap „Teenie-Mütter“? Ich finde, der Macher dieser Sendung sollte geohrfeigt werden! Ja, ich weiß ein ziemlich hartes Statement, aber das darf ich auch haben. Warum? Ganz einfach, weil sie junge Mädchen, die ja leider meistens aus schwächeren Verhältnissen kommen, zur Show stellt und jedes Mädchen, das früh schwanger wird einfach abgestempelt wird, ohne überhaupt zu wissen, welchen schweren Weg diese Mädchen gehen!

Ich war damals 15 Jahre alt, als ich den ersten Schwangerschaftstest meines Lebens gemacht habe und ja – er war gleich positiv! Was das hieß, wusste ich nur geringfügig! Entschuldigung, ich war 15, als ich Mutter wurde. War mir bewusst, was jetzt auf mich zu kommt? Nein, woher auch?! Ich war in der 10. Klasse und wollte eigentlich meinen Abschluss machen, hatte meinen Platz zur Ausbildung als Stewardess sicher und wollte dafür alles tun, um dieses Ziel zu erreichen. Ja, schade falsch gedacht… Der Test war positiv.. Die Frage behalten oder einen Termin bei ProFamilia machen, stand für mich gar nicht zur Debatte! So schön, so gut. Also musste ein Plan her! Meine Mama grade wieder neu verheiratet, stand seit der ersten Sekunde hinter mir, wofür auch sie missbilligende Blicke erntete. Die Eltern meines damaligen Freundes fanden es zu tiefst empörend, dass wir ein uneheliches Kind kriegen. Jetzt auch noch Heiraten? Ja, als ob! Hallooo? ich war immer noch 16 Jahre alt…

Wir, meine Eltern, mein Bruder, ich und der Kindesvater sind dann 2004 (zu meinem Vorteil) Richtung Hamburg gezogen. Somit stand die Anmeldung auf einer neuen Schule an. An meiner alten Schule wussten es genau 3 Leute bis zum Umzugstag und das war auch gut so! Aber jetzt musste ich es ja zu geben… Die Sekretärin fragte bei der Anmeldung, ob es Besonderheiten gäbe, auf die die Schule achten müsste, Medikamenteneinnahme, Erkrankungen etc. JA! Eine Besonderheit gab es… Ich war schwanger! Das einzige was von der Dame, die hinter dem Tresen stand, kam: „Ach, wir haben hier noch 3 Mädchen die schwanger sind!“ Äh, wie bitte? Oh mein Gott, wo bin ich hier gelandet? Es war erschreckend! Jedes Mädchen, was mir sagt, dass es mit 16 geplant schwanger wird, erntet ein Kopf schütteln. Das kann ich nicht nachvollziehen und finde wirklich dass das einfach nicht reiflich überlegt ist… Denn sie wissen definitiv nicht, was auf sie zu kommt!!! Mitten in der Pubertät, voller Hormonachterbahnen oder wie wir zu pflegen sagen: man selber nicht weiß ob man Fisch oder Fleisch ist, kann man eine so verantwortungsvolle Entscheidung nicht treffen! Somit nur zur Klärung: Ich bin nicht geplant schwanger geworden! Und ja wir haben verhütet, leider war meine Pille zu niedrig dosiert und war somit nicht ausreichend, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Ich bin also auf diese Schule gegangen, freiwillig zurück in die 9. Klasse, denn ich hatte mir zum Ziel gesetzt, dass ich meinem Kind etwas bieten möchte – ausser Luft und Liebe! Ich wollte nicht irgendwann in meinem Leben mit meinem Kind an der Kasse stehen und sagen müssen: „Nein, leg das weg das kann ich mir nicht leisten!“… Mein damaliger Freund ist dann nach 3 Monaten wieder zurück gezogen und wir führten eine Wochenend-Beziehung, was auch die Situation nicht leichter machte. So, nun kam also der langersehnte, schmerzhafteste Tag in meinem Leben… Die Geburt meines Sohnes… Eine Explosion aller Gefühle und Hormone, die in mir steckten… Ein Wunder der Natur und das schönste Geschenk, was es nur gibt im Leben.

Ich habe im Mai entbunden und nach den Sommerferien ging es wieder zur Schule. Der Baby-Schul-Teenager-Alltag war perfekt… Morgens aufstehen, zur Schule, mittags nach Hause, meistens kam ich so das Leon gefüttert werden musste, Mittagsschlaf, in der Zeit selber was essen und im Akkord Hausaufgaben machen. Nachmittags war Leon’s Zeit, Spaziergänge, betüddeln etc. War das Kind abends im Bett hieß es, Vokabeln lernen, Referate vorbereiten und Mappen gestalten bis spät in die Nacht. Ein Glück das ich meine Eltern hatte, die mir ermöglicht haben zur Schule gehen zu können. Meine Mom hat ihren Job aufgegeben und war zuhause. Was aber nicht bedeutete, dass ich meine Jugend ausleben konnte und sie sich um alles gekümmert hat! Nachts aufstehen, wenn am nächsten Morgen eine Mathearbeit anstatt, fiel definitiv in mein Aufgabenbereich. Ich hatte nicht nur den Stempel „Teenie-Mutti“ abbekommen, nein – ich hatte inzwischen auch den Award der Alleinerziehende bekommen. Aber auch hier kam erst spät die Einsicht, dass man mit 16 Jahren definitv NICHT mit dem Mann ein Leben lang zusammen bleibt mit dem man da grade zusammen war und ein Kind hatte! Hat auch etwas gedauert, aber lieber spät als nie! =)

Die Abschlussprüfungen kamen und der Stress bzw der Druck wurde mehr! Lernen/Bewerbungen für den geeigneten Ausbildungsplatz schreiben und Kind versorgen, war nicht immer einfach, besonders wenn beides zur gleichen Zeit kam. Richtig, es war nicht einfach – ABER machbar! Realschule war erfolgreich abgeschlossen, nun kam die Ausbildung… Da war sie wieder die Hürde aller Teenager.. Bin ich Fisch oder Fleisch? was will ich überhaupt? Das was ich machen wollte, konnte ich nun nicht mehr machen! Meinen ersten Ausbildungsplatz konnte ich nicht antreten und mein Traum als Stewardess hatte sich zerschlagen, aber was jetzt? Will ich ins Büro? Oder doch etwas mit Menschen machen? Oder vielleicht doch noch ein Fachabitur dranhängen? Ich habe mich beworben, bei Firmen die mich etwas angesprochen hatten und parallel noch an einem Wirtschaftsgymnasium und der MTA-Schule. Besser verschiedene Sachen und sich dann eventuell etwas aussuchen, als gar nichts in der Hand zu haben, war damals meine Devise! Ich hatte dann die Zusage von der MTA-Schule bekommen und dachte, dass ist das was du dir am besten vorstellen kannst! Ich hatte etwas mit Technik, Menschen und Medizin zu tun… Sehr umfangreich also und kann nicht langweilig werden. Doch auch hier hieß es lernen, lernen und lernen denn schließlich würde ich diese Ausbildung mit einem staatlichen Examen absolvieren! Selbst in der Ausbildung gab es die einen oder anderen die mich schräg angeschaut haben, als ich erwähnte das ich Mutter sei. In den einzelnen Abteilungen kam das auch nicht unbedingt gut an, aber was sollte ich machen? Mein Kind war nun mal da und ich bin halt sehr jung…

In meiner Ausbildung – ziemlich genau 1 Jahr vor meinem Examen, gab es zuhause mit meinen Eltern einen ziemlich eskalierenden Streit, der mich dazu zwang eine eigene Wohnung zu finden. 3 Genrationen unter einem Dach ist halt eine Herausforderung. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?! Meine Mom hat auch wieder angefangen eine Weiterbildung zu machen, somit war die Kinderbetreuung auch nicht mehr gegeben…  Während meiner Ausbildung habe ich auch keinen Cent verdient, sondern durfte dafür bezahlen das ich die Ausbildung machen kann, es war nämlich eine schulische Ausbildung. Also stand ich da, eine eigene Wohnung musste her, sowie ein Kindergartenplatz und der Kühlschrank musste auch irgendwie gefüllt werden. Ich habe Leon geschnappt und bin zu sämtlichen Ämtern gelaufen, Bafögstelle, Arbeitsamt, Jugendamt, Bauamt alle die mir auch nur etwas helfen konnten. Eine Wohnung hatte ich gefunden, die den Anforderungen vom Arbeitsamt entsprach. Eine Tagesmutter (ich möchte betonen es war die BESTE Tagesmutter die man nur kriegen konnte!!!) war auch schnell gefunden und einen Kindergartenplatz hatte ich für Ende des Jahres sicher. Eigentlich perfekt, doch ich hatte noch keine Möbel und musste ja auch irgendwie was essen… Für mich war diese Zeit sehr schwer. Ich musste zum Amt gehen und das obwohl ich dabei war meine Ausbildung zu machen. Natürlich erntete ich auch da böse Blicke und dumme Sprüche. Hat es mich eingeschüchtert? Nein! Im Gegenteil – es hat mich stark gemacht und hat mir gezeigt, was ich als Alleinerziehende für Rechte habe. Ich möchte diesen Weg nicht nochmal gehen, auch wenn ich viel dazu gelernt habe und meine Erfahrungen gesammelt habe.

So nun zurück zu den Möbeln/Essen… Ich bin während meiner Ausbildung mit einem (es ist liebevoll gemeint!! weil ich ihn heute auch noch so nenne) Türken zusammen  gekommen. Kurzfassung: die Beziehung hatte viele gute und schlechte Zeiten, wir waren 8 Jahre zusammen sind aber jetzt seit 2 jahren auseinander, weil wir einfach unterschiedliche Lebensansichten haben.. sind aber heute noch sehr gut befreundet… vielleicht schreibe ich dazu auch nochmal einen Post. Jedenfalls hat mich mein damaliger Freund sehr unterstützt, was die Wohnung angeht. Auch hier war ich auf Hilfe angewiesen. Das Verhältnis zu meinen Eltern hatte sich auch inzwischen wieder eingerenkt. Es gab viele Gespräche aber zurück nach Hause wollte ich dann doch nicht. Nicht nach diesem hart erkämpften Weg. Mein Tag sah dann wie folgt aus: Morgens Kind zur Tagesmutter bringen um 7.00h bzw in den Kiga und dann zur Ausbildung, nachmittags nach Feierabend Kind wieder abgeholt ca. 17.00/17.30h (Leon war zu dem Zeitpunkt übrigens schon 3 Jahre alt) Kind bettfertig gemacht, da wurde die Mama-Leon-Zeit geboren, da war dann kein Handy, keine Freunde etc. sondern nur ich und mein Kind, denn Zeit war das, was wir nur noch wenig miteinander hatten. Leon war im Bett, zack kamen die Ordner zum Vorschein und ich habe gelernt. Jeder der in seinem Leben ein Examen gemacht hat, weiß dass es definitiv nicht wenig ist was man lernen muss. Ich habe mein Examen gemeistert und war fertig für die Berufswelt. 2 Wochen später fing ich meinen ersten Job in einem Hamburger Krankenhaus an und verdiente endlich mein eigenes Geld. Finanzielle Hilfe brauchte ich dann nicht mehr!

Und Heute?

Heute gehe ich immer noch nach wie vor arbeiten, mit Schicht- und Wochenenddiensten. Allerdings in einem anderen Krankenhaus. Leon und ich sind dann nochmal in eine größere Wohnung mit Garten gezogen und haben unseren ersten Urlaub auf Mallorca kurz vor Leons Einschulung verbracht. Jetzt wo wir hier wohnen, haben wir ganz viele Freunde und vor allem Anschluss gefunden. Ohne das es dumme Sprüche, schräge Blicke oder abwertende Kommentare gab. Im Gegenteil ich habe hier den Respekt und teilweise auch Anerkennung bekommen, die ich die Jahre zuvor nicht bekam. Ich lernte vor 1 1/2 Jahren dann meinen heutigen Freund kennen und jetzt sind wir das, was ich gehofft hatte vor 11 Jahren schon zu sein – Eine (meine eigene) Familie… Ich möchte noch einmal betonen das vom Kindesvater nicht einmal irgendetwas kam! Inzwischen kläre ich mit ihm alles nur noch über Anwälte und Gericht, weil es anders nicht möglich ist. Mein Kind hat es mir nie übel genommen, weil ich immer mit offenen Karten gespielt habe. Und trotz meiner langjährigen Beziehung, war ich immer alleine mit meinem Kind. Leon und ich haben eine Bindung die unbezahlbar ist! Ich liebe mein Kind über alles und weiß das ich den richtigen Weg gegangen bin, auch wenn es viele Felsbrocken zu überwinden waren. Es hat sich gelohnt und ich weiß, wofür ich so gekämpft habe. Es ging nicht ohne Hilfe und man ist auf Hilfe angewiesen deshalb meine Bitte an Euch… Mädchen die mit 16 oder jünger schwanger sind, schaut sie nicht schräg an und spart euch das getuschel. Diese Mädchen haben es nicht leicht und haben einen schweren Weg vor sich. Wenn man einmal einen Stempel von der Gesellschaft abbekommen hat, ist es verdammt schwer ihn wieder los zu werden!

Im übrigen findet Leon es saucool eine so junge Mutti zu haben und auch seine Kumpels finden es echt gut. Ab und zu gönnen Leon und ich uns auch den Spaß, wenn man uns für Geschwister hält, die Leute auflaufen zu lassen =) Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei meiner Familie bedanken, die mich immer selbst bis heute tatkräftig unterstützt haben und für mich und Leon da sind! Ich hab Euch lieb!

In diesem Sinne wünsche ich Euch nach so einem langen Post noch eine schöne Zeit!

Eure Tanja

This is it… Mein Blog

 

Schön, dass Du da bist!

Dies ist also mein erster Blogeintrag… wahnsinn… Natürlich habe ich mir die Frage gestellt was ich schreiben könnte. Das erste was ich schreiben möchte, ist ein Danke schön! Ein Danke schön an eine Bloggerin die mich dazu ermutigt hat auch online zu gehen. Also liebe Svenja von meinesvenja… vielen Dank für die Motivation und für Deine lieben Worte! Ich hoffe, dass auch Du mal den Weg zu mir findest.

Ich finde es in der heutigen Zeit wirklich wichtig Danke zu sagen. Das versuche ich auch Leon bei zu bringen. Es ist nicht selbstverständlich, das die Eltern immer da sein können, das Kinder wirklich in einem behüteten Zuhause aufwachsen und das alle in der Familie gesund sind. Ist heute überhaupt irgendwas selbstverständlich, außer unseren Verpflichtungen die wir haben?!

Damals war es für mich selbstverständlich, dass ich trotz meines jungen Alters als Mutter, meine Schule beende und eine vernünftige Ausbildung mache. Da ich mit Leon immer alleine war, musste ich ja schließlich für unseren Lebensunterhalt was tun. Dank meiner Eltern, meinem Bruder, der tollsten Tagesmutter, dem besten Kindergarten und guten Freunden, konnte ich meinen Weg gehen und Leon und mir das Leben ermöglichen was wir heute führen.

Doch inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Man wird älter und hat seine Erfahrungen gemacht. Man weiß, was man will und was definitiv nicht. Die anstrengende Zeit ist vorbei bzw. die Gründe der Anstrengungen haben sich verändert. Neue Herausforderungen und Aufgaben stehen vor der Tür und wollen rein. Das schönste daran ist einfach, dass ich das nicht mehr alleine bewältigen muss. Auch das ist nicht selbstverständlich, dass mein Freund sich eine Frau mit Kind nimmt, wo es ja genug Single Frauen gibt. In ein bestehendes Leben, voller getakteten Abläufen, Regeln und einem starken Zusammenhalt zu kommen, ist nicht immer unbedingt einfach. Jeder der mich kennt und das Zusammenleben mit mir kann das definitv unterstreichen. Aber sind wir nicht alle grade durch unsere Charaktereigenschaften etwas besonderes? Ich finde schon!

In diesem Sinne nochmal ein großes dickes Danke schön an dich Svenja und an meine beiden Männer die mich jeden Tag einfach so lieben wie ich bin.

Eure Tanja