Wir ziehen um!

Moin Ihr Lieben,

ja der Titel des Beitrags sagt schon alles. Wir ziehen um und das schon in knapp 3 Monaten.

Wie Ihr ja wisst, ist Dan für die nächsten 3 Jahre noch in Köln stationiert. Der Große geht hier zur Schule und ich hab vor der Schwangerschaft gerade meinen neuen Job angefangen. Somit war die Entscheidung wo wir hinziehen sofort klar. Wir bleiben im Norden, um genau zu sein ziehen wir „nur“ ins Nachbar-Dorf.

Zur Zeit leben wir in einer traumhaften 3 Zimmer-Wohnung, auf 102 qm2 über zwei Ebene. Mit eigenem Garten und Doppelcarport. Ganz für uns alleine. Gut, unter uns ist ein Blumenladen, aber davon haben wir nie viel mitbekommen.

Ich bin damals mit dem Großen hier hergezogen, weil wir aus unserer Wohnung (aus meiner ersten Wohnung) raus mussten, wegen unserer Paula. Damals wollte ich mich vergrößern, weil ich in der Hoffnung war, dass mein (Ex)Freund mit einzieht. Gott sei Dank war ich jedoch so schlau, dass ich nach einer größeren Wohnung gesucht habe, die ich auch alleine finanzieren konnte. Mein (Ex)Freund ist nämlich nie mit eingezogen.

Diese Wohnung hier hat für mich ganz großen emotionalen Wert. Hier war Leons Zuhause. Hier hat er seine Kindheit verbracht. Wir haben die tollsten Kindergeburtstage gefeiert, seine Einschulung, seine Konfirmation und natürlich die schönsten Weihnachtsfeste.

Im Garten wurde Fußball gespielt, Blumen gepflanzt, das Gemüse aus dem Hochbeet geerntet, Schneemänner gebaut, in Laubhaufen gespielt und in der Hängematte gelegen. Wir haben Grillpartys mit Freunden gefeiert, stundenlang an der Feuerschale gesessen und Stockbrot gegessen.

Es war meine zweite Wohnung, aber meine erste die ich nach unseren Wünschen gestalten konnte. Es war das erste richtige Zuhause für mich nach dem Umzug aus Hude. Ich bin hier angekommen, habe so viele Freundschaften geschlossen und so eine tolle Nachbarschaft erleben dürfen. Mein Bruder wohnte jahrelang neben mir. Es ist und war eine ganz besondere Zeit für mich hier leben zu dürfen.

Aber wie das Leben so ist, man entwickelt sich weiter. Die Familie wächst und die Umstände lassen manche Dinge einfach nicht mehr so gewohnt zu. Ich habe immer mal wieder auf den üblichen Immobilienseiten im Internet nach Häusern und Wohnungen geschaut. Gar nicht so einfach etwas passendes, preiswertes für eine vier köpfige Familie mit Hund zu finden.

Wir wohnen im Hamburger Umland, sind auf ein öffentliches Verkehrsnetz angewiesen und auf die Nähe zur Autobahn. Wir lieben unsere Umgebung, das dörfliche und die Weite, sowie die kurzen Wege. Und genau das macht es nicht günstiger. 4-Zimmer Wohnungen gibt es hier selten. Oft nur Doppel- oder Reihenhäuser zu kaufen oder zu mieten.

In unserem Dorf wird gerade ein Neubaugebiet hochgezogen. Super!, dachten wir zumindest, bis wir gehört haben, dass junge Familien dort nicht erwünscht sind. Warum? Weil die Gemeinde keine Kapazitäten mehr für die Kinderbetreuung, sprich Kitas und Krippen hat. Es ist auch völlig egal, ob man schon in der Gemeinde wohnt oder nicht. Also weiter suchen…

Auf meiner „Suche“ was momentan so angeboten wird, entdeckte ich dann eine sehr interessante Anzeige. Obwohl uns jetzt nichts raustreibt oder wir unbedingt ausziehen müssten, zeigte ich die Anzeige Dan. Ein Reihenhaus, Neubau, Fertigstellung Juni/Juli 2020. Wir rechneten kurz unser Finanzen und wägten Pro und Kontra ab.

Kurzer Hand habe ich eine Mail an die Anbieter geschickt und innerhalb einer halben Stunde einen Besichtigungstermin ausgemacht. Anfang März hatten wir uns das Haus angeschaut, haben die Vermieter kennengelernt und innerhalb 24 Stunden den Mietvertrag bekommen, unterschrieben und zurück gegeben. Verrückt wie das Leben manchmal spielt.

Dann sollte es so sein. Wir freuen uns riesig über mehr Platz, mehr Wohnkomfort, neue Nachbarn und einfach einen neuen Meilenstein – gemeinsam als Familie.

Ach so und bevor gefragt wird, das Haus ist gemietet, aus dem Grund, weil wir einfach noch nicht wissen wo es uns vielleicht doch noch dank der Bundeswehr hin verschlägt.

Jetzt seid Ihr dran… erzählt doch mal wie Ihr wohnt?

Bis bald,

Eure Tanja

Alles auf Eis gelegt – Selbstisolation

Moin Ihr Lieben,

wir sind in der „Selbstisolation“. Alle Termine, sei es Babyschwimmen, DELFI, Playdates selbst mein Mädelswochenend-Roadtrip wurden abgesagt. Seit Montag sind wir nur noch Zuhause. Und ich sag Euch, ich bin so froh, dass wir einen Garten haben.

Ferienmodus ist angesagt. Der Große darf nicht in die Schule, kann auch nichts für die Schule machen, denn er war im Praktikum und die gesamten Schulmaterialen sind in der Schule. Nun gut… Französisch Vokabeln können noch gelernt werden, weil ich die Bücher für Zuhause extra gekauft habe.

Warten, in Geduld üben und den Tag nicht zu lang werden lassen, ist für uns jetzt das was wir tun können. Die Dinge positiv sehen. Wir sind gesund und das ist gerade die Hauptsache. Viele von meinen Bloggerkollegen haben Listen angefertigt um die Kinder zu beschäftigen. Da sind viele tolle Ideen bei. Ich habe den Vorteil, dass der Große die Situation versteht und der Mini es noch gar nicht verstehen kann. Somit ändert sich für uns nicht viel. Eltern, die im Home Office sind oder arbeiten müssen und nicht wissen wohin mit den Kindern tun mir echt leid.

Trotzdem fallen Dinge aus, die wir lange geplant haben und auf die wir uns sehr gefreut haben. Unter anderem die Taufe von unserem Mini. Wer weiß wann diese statt finden kann. Der Schüleraustausch vom Großen im Mai steht auch noch auf der Kippe. Ich wollte im März/April nach Berlin meine Freundin besuchen und im Mai stand die Blogfamilia an. Alles nicht machbar momentan.

Natürlich stellt sich jeder die Frage, wie lange dieser Zustand andauern wird. Wie lange bleiben die Schulen und Kitas geschlossen? Wann machen die Geschäfte wieder auf? Fragen über Fragen und keiner hat eine Antwort da drauf. Abwarten und nichts tun, außer Zuhause bleiben.

Wir halten uns dran, denn wir möchten andere nicht anstecken, die gefährdet sind und ganz davon abgesehen wollen wir uns ja auch nicht anstecken. Dan darf nächste Woche nach Hause kommen. Zum Glück! Er hat zwar Rufbereitschaft, aber es ist für mich beruhigend, zu wissen dass  er daheim ist.

Es gibt Gott sei Dank so viele Möglichkeiten mit den Liebsten in Kontakt zu treten. Seit Tagen telefonieren wir über FaceTime, schicken unzählige Sprachnachrichten und WhatsApp Nachrichten hin und her. Ich verschicke Päckchen an Freunde mit Schokolade als Nervennahrung oder Fotos via WhatsApp an die Großeltern. Es lebe das Smartphone.

Was wir noch so machen in unserer „Selbstisolation“? 

Ich hatte Zeit um die ganzen zu klein gewordenen Sachen vom Mini bei Mamikreisel einzustellen. Geplant war die Taufdeko fertig zu basteln. Aufräumen und entrümpeln. Den Garten fertig machen für den Frühling. Mein eigenes Rezeptbuch fertig machen. Ein Buch lesen, sofern der Mini schläft. Auf uns aufpassen und schauen das alle gesund bleiben. Einen Fotokurs machen – online natürlich und für Euch noch einiges bloggen, die Liste ist ellenlang. Also seid gespannt was noch so von uns kommt.

Der Große macht das was er kann für die Schule und spielt online mit seinen Freunden.

Der Mini wächst und macht immer mehr Entwicklungssprünge und spielt den Tag über.

Und so vergeht Tag für Tag bei uns. Bis lang haben wir keinen Lagerkoller, obwohl dass Wetter auch nicht so mitspielt und es kalt und grau ist. Mal sehen wann der Koller kommt.

Aber erzählt Ihr doch mal, was Ihr so macht Zuhause und was die Selbstisolation mit Euch macht! Vielleicht müsst Ihr zur Arbeit oder seid mit den Kindern im Home Office? Ich freue mich Eure Geschichten zu lesen.

#flattenthecurve #stayathome

Bis bald

Eure Tanja

 

1 von 5 – 1 Jahr Fernbeziehung

Moin Ihr Lieben,

es ist geschafft… das erste Jahr unserer Fernbeziehung ist geschafft. Folgen somit nur noch 4. Das Jahr ging so wahnsinnig schnell rum das wir guter Dinge sind, dass die nächsten 4 auch so  verfliegen, zumindest was die Wochenend-Beziehung angeht.

Was hat das Jahr mit uns als Paar/Familie gemacht?

Es gab keinen Tag wo wir nicht kommuniziert haben. Meistens tatsächlich über Whats-App, aber auch nur, weil es einfach schneller geht. Unsere gemeinsame Zeit ist das Wochenende und der Urlaub. Dennoch hat jeder von uns beiden seinen Freiraum. Dan geht zum Sport und ich treff‘ mich mit meinen Freunden. Auch wenn wir die Wochenenden ohne den anderen unterwegs sind ist es für uns wichtig, dass wir entweder Freitag oder Sonntag noch genügend Zeit zusammen haben.

Wir vertrauen einander blind und können uns auf den anderen verlassen. Sicherlich gibt es auch die eine oder andere Situation in der man sich wünscht das der Partner an der eigenen Seite ist. Wir wussten es von anfang an und somit konnten wir uns darauf vorbereiten.

Wir haben uns nicht auseinander gelebt oder lieben uns weniger. Dafür gibt es ja auch keinen Grund.

Quality-Time für Leon wird hier groß geschrieben. Uns ist es wichtig, dass Leon auch alleine Zeit mit Dan verbringen kann, egal ob am Wochenende gezogt wird oder ein ganzes Wochenende DVD geguckt wird.

Was hat die Fernbeziehung von uns gefordert?

Dan fährt jedes Wochenende 800km nur um zu seiner Familie zu kommen. Das ist nicht unbedingt das was man unter dem normalem Pendeln versteht. Jeden Freitag und jeden Sonntag ist er gute 4 Stunden unterwegs. Es kostet Zeit und Energie.

Er musste seinen Sport reduzieren und kann nicht mehr an so vielen Events teilnehmen.

Für mich hat die neue Situation meinen Job „gekostet“. Am Wochenende in der Klinik zu hocken und Nachtdienste zu schieben, passte einfach nicht mehr in unser Familienmodell und somit musste ein neuer Job her.

Ich bin für vieles jetzt wieder allein verantwortlich, muss organisieren und planen – ein Vorteil wenn das Kind so groß ist. Auch die Schwangerschaft ist jetzt zum größten Teil meine Sache, weil er einfach nicht da sein kann.

In manchen Momenten gibt es auch mal Gewissenskonflikte weil der andere einfach gerade nicht da ist. Bei Dan mehr als bei mir.

Natürlich ist auch das Liebesleben eingeschränkt. Logischerweise wenn man nur 3 Tage zur Verfügung hat. Was für uns das erste halbe Jahr wirklich schwer war mit unserem Kinderwunsch.

Gibt es Vorteile an der Fernbeziehung?

Für mich definitv =) Ich war vor Dan jahrelang mit Leon alleine und habe für uns einen Rhytmus erarbeitet mit dem wir am besten zu recht kommen. Dieser Rhytmus änderte sich als Dan zu uns kam. Inzwischen haben wir unseren „alten“ Rhytmus wieder und ich würde behaupten das er wirklich entspannt ist.

Wenn man soweit von einander entfernt ist, kann man sich einfach nicht so leicht auf den Sack gehen.

Man lernt die wenige Zeit die man mit einander verbringt einfach ganz anders zu schätzen und zu lieben. Man ist Dankbar für das was man zusammen erlebt.

Ich kann wieder zeitiger ins Bett gehen… hört sich jetzt zwar egoistisch an aber es ist so. Ich brauche einfach meinen Schlaf und davon so viel wie möglich. Es wird noch witzg werden, wenn das Baby da ist.

Wir haben neue nette und liebenswerte Menschen kennenlernen dürfen.

Was war schlimm oder traurig in dem Jahr?

Die schlimmste Situation war als Leon letztes Jahr seine Blinddarm-OP hatte und Dan nicht da sein konnte. Und das war in der 3. Woche, also noch ganz am Anfang des Jahres.

Ich fand es schade, dass ich ihm übers Telefon sagen musste, dass der Schwangerschaftstest positiv war.

Als ich nachts mit unserer Paula zum Tierarzt musste und eine Not-OP im Raum stand.

Rituale die Helfen…

Jeden Sonntag wenn Dan ins Auto steigt und los fährt winken wir ihm bis er nicht mehr zu sehen ist.

Jeden Sonntag klatschen Leon und ich ab und sagen „Team Leon und Tanja sind am Start“.

Montag ist der neue Putztag bei uns. Da in der Woche keiner da ist der es unordentlich macht. =)

Wir legen ganz viel Wert auf eine vernünftige und liebevolle Verabschiedung und das Dan Bescheid sagt, wenn er angekommen ist.

Für uns ist es auch wichtig, dass wir uns Absprechen. Wenn Dan kein frei bekommt, Leon aber kurze Ferien wie zu den Zeugnissen hat, fahren wir einfach zu ihm um etwas „Alltag“ zu haben und zusammen sein können.

Wir sind sehr gespannt wie sich das nächste Jahr gestalten lässt mit Teenie und Baby und Hund. Vermutlich wird es nicht einfach und mit Sicherheit auch verdammt anstrengend. Wir haben uns aber für diesen Weg entschieden und schauen einfach wie es funktioniert. Neue Pläne kann man immer machen, nur müssen sie halt gut geplant sein. Momentan gibt es für uns einfach keine andere Alternative. Ich habe zur Unterstützung meine Familie und Freunde vor Ort. Leon hat seine Freunde hier und macht in zwei Jahren seinen Abschluss. Wir haben eine schöne bezahlbare Wohnung mit Garten, auch wenn ein Zimmer fehlt, aber mich stört es nicht mit dem Baby in eine Zimmer zu sein – im Gegenteil ich bin ja auch ein großer Freund was das Familienbett angeht. Ich denke, dass es für Dan eine schwierige Zeit sein wird, da er einfach nicht am direkten Geschehen teilnehmen kann.

Liebe und Familie kennen keine Distanz oder Kilometer.

Wer von Euch führt denn auch eine Fernbeziehung und wie geht Ihr damit um? Lasst mir Eure Geschichten da.

Eure Tanja

Der Sprung meines Lebens

Moin Ihr Lieben,

wahnsinn jetzt ist es schon fast ein Jahr her, als ich aus einem Flugzeug gesprungen bin. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich bin aus einem Flugzeug gesprungen. Aber ich will von vorne erzählen.

Als ich damals im Alter von Leon war und die ersten Staffeln von Germanys Next Top Model geschaut habe, war ich faszinierd von dem Shooting an der Hauswand. It’s called HOUSE RUNNING, sagte Heidi damals zu den Mädels. Ich schaute meine Mama an und sagte: Mama, das will ich auch! Ich erntete ein leichtes schmunzeln von meiner Mom. Als ich älter wurde, habe ich mir immer wieder gesagt ich, dass ich mir zum 25. Geburtstag das House Running wünsche. Das war mein Ziel. Ich wurde 25 und habe von meinen Eltern tatsächlich ein House Running in Hamburg geschenkt bekommen. 50m an der Außenwand vom Holiday Inn runter laufen. Was für ein tolles Gefühl.

Doch was hat das jetzt mit meinem Sprung aus dem Flugzeug zu tun?

Als ich unten wieder angekommen bin und das Adrenalin durch meinen Körper floß, wusste ich das ich mehr wollte. Ich sah meine Eltern, meinen Bruder und meine Freunde die mit dabei waren an und sagte: So zum 30. Geburtstag dann bitte einen Fallschirmsprung. Auch hier erntete ich eher nur ein Lächeln.

Vor einem Jahr ging es in die alte Heimat Richtung Oldenburg, zum Geburtstag meiner Tante. Wir waren alle zum Frühstück auf einem Sportflugplatz eingeladen. Es gab leckeres Essen und nette Gespräche. Als die Sonne rauskam, waren die ersten Springer in der Luft. Sie segelten wie mit Federn auf den Boden zu. Ich schaute meine Eltern an und sagte: Das wärs jetzt! Mein Stiefdad meinte: Alles klar, wenn Du springen willst, dann machen wir das heute.

Äh, wie jetzt? HEUTE? HEUTE! Nach dem Frühstück sind meine Eltern, mein Bruder und ich mit Leon zu der Fallschirmsprungschule gegangen und haben nachgefragt. Tatsächlich war es möglich, nur musste der Springer der Tandems springt noch gefragt werde. Dieser war zu dem Zeitpunkt noch in der Luft, somit hieß es warten. Dan war nicht dabei. Ich rief ihn an und meinte: Babe, ich mache jetzt gleich einen Fallschirmsprung! Er so: Äh gehts noch? Tja na dann viel Spaß. Der Springer namens Alex kam auf mich zu, er wurde gefragt, stimmte zu und somit kam ich nicht mehr aus der Nummer raus. Mein Bruder schüttelte nur mit dem Kopf und fragte die ganze Zeit wie man so bekloppt sein kann. =) Meine Mom hatte wahnsinnige Angst und fragte ob ich es wirklich machen will.

Ich bekam einen Sprunganzug, eine kurze Einweisung und dann gehörte der nächste Flug schon uns und es ging los.

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Ich war so unfassbar aufgeregt. Ich saß in einem Flugzeug, von dem ich nicht überzeugt war das es fliegt, mit wildfremden Menschen. Hinter mir ein Mann mit einem Fallschirm der mich wieder sicher auf die Erde bringen sollte. Ob ich mir das wirklich gut überlegt habe? Hmm, ich weiß ja nicht! Aber gut, ich hatte keine andere Wahl. Wir flogen durch die Wolkendecke und die Sonne strahlte mit voller Energie. Es war tierisch kalt immerhin hatten wir den 4. März. Doch durch die Aufregung merkte ich es kaum. Nach ca. 15min Flugzeit und 4500m Höhe ging die Tür des Flugzeuges auf. Die ersten Springer positionierten sich und zack waren sie weg.

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Und da hatte ich einen kurzen Augenblick wo ich dachte; F***K was tust du hier eigentlich? Der Gedanke war noch gar nicht zu Ende gedacht und schon saßen Alex und ich an der Tür. Kopf in den Nacken und schwupps waren wir raus. Es war unglaublich. Ich löste auf auf Kommando meine Hände vom Gurt, winkelte die Beine an und genoß den freien Fall. Der freie Fall war nicht einmal 1min lang, aber es war unglaublich! Atemberaubend, phänomenal und einzigartig. Es war kalt, meine Augen tränten und ich habe einen ziemlichen Druck in den Ohren gehabt. Doch das war mir egal.

Wir hingen zusammen an diesem Fallschirm und ich durfte ihn steuern. Ich flog in so großer Höhe über meine alte Heimat. Ich war stolz, aufgeregt und einfach nur sprachlos. Wir segelten langsam Richtung Boden. Die Landung war ein wenig hart und nass, aber das war auf alle Fälle der Sprung wert.

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Unten wieder angekommen, sah ich die Erleichterung bei meiner Familie. Ich war unheimlich glücklich. Meine Knie zitterten ein wenig und das Adrenalin schoss durch meinen Körper. Ich meldete mich bei Dan und konnte es noch gar nicht richtig fassen, dass ich es wirklich getan habe.

Wir schauten uns alle zusammen das Video an, welches Alex mit der Hand-Cam gemacht hat. Selbst als ich das Video sah, konnte ich es immer noch nicht ganz glauben. Ich bedankte mich bei meinen Eltern, dass sie mir diesen Traum erfüllt haben. Einen Traum den ich lange hatte und endlich wahr wurde. Wer denkt schon daran, nach einem Familiengeburtstagsfrühstück einfach mal so, ganz spontan aus einem Flugzeug zu springen. Ich nicht!

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Ich kann es jedem nur empfehlen, einmal so einen Sprung zu machen. Die Welt aus einer ganz anderen Perspektiven zu sehen. Etwas verrücktes zu machen, über sich hinaus zu wachsen.

If you can dream it, you can do it! – Walt Disney

 

In diesem Sinne,

Eure Tanja

Hier geht es zur Fallschirmspringschule YourSky

Next Station Köln

Moin!

Lange wussten wir nicht, was auf uns zu kommen wird dieses Jahr. Doch seit geraumer Zeit ist es raus und das möchte ich mit Euch teilen.

Dan ist, wie viele von Euch ja wissen, Soldat und somit sind auch öfter mal Verstezungen angesagt. So wie in diesem Jahr.

Damals als wir gerade frisch zusammen kamen, sagte er nach dem zweiten Date, wo wir eigentlich schon wussten, dass wir zusammen sein wollten, er müsse im August für 1 Jahr nach Rostock. Ein Jahr Rostock hieß 230km Entfernung, Wochenend-Beziehung und das gemeinsame Leben wird nur am Wochenende und im Urlaub statt finden. Und das wo ich grade jemanden gefunden habe, mit dem ich einen normalen Alltag gestalten wollte. Wenn ich mit Dan weiterhin zusammen sein wollte, hatte ich also keine andere Wahl und musste es in Kauf nehmen. Immerhin wusste ich von Anfang an, was es heißt einen Soldaten als Mann zu haben. Das Jahr haben wir überstanden und ich wusste es wird nicht das einzige Jahr gewesen sein. Leider!

Jetzt zwei Jahre später steht die nächste Versetzung an. Dieses Mal allerdings für 5 Jahre! Ja richtig gelesen – 5 JAHRE! Erst sollte es ab 01.10.2018 nach Koblenz gehen, doch nach kurzer Recherche und ein paar Gesprächen mit Kollegen wurde aus Koblenz, Köln und dann auch noch ein halbes Jahr eher. Somit heißt es ab 01.04.2018 Köln- Buxtehude Buxtehude-Köln.

Aber was macht man als Familie in so einer Situation? Alles aufgeben und abbrechen? Es als neue Chance sehen und neu anfangen? Das Kind überall rausreißen und das gut funktionierende soziale Netzwerk hinter einem lassen?

Fragen über Fragen.. Wir haben viel, oft und lange geredet. Ich habe mich mit Freunden getroffen um mir Ratschläge zu holen. Ich hatte meine Prioritäten, die konnte ich nicht einfach so vergessen oder ignorieren. Es gab Feste die noch gefeiert werden sollten und zwar hier, im Norden. Ich bin eine Mensch der Sicherheiten brauchte. Hätte ich diese noch?

Den Norden zu verlassen und die Elbe gegen den Rhein zu tauschen, machte mir Angst und es ging mir auch bei dem Gedanken überhaupt nicht gut. Natürlich hätte ich es als neue Chance sehen können, als berufliche Neuerung und als aufregende Herausforderung. Doch das hätte auch einfach sehr viel mit sich gebracht. Mitten im Schuljahr die Schule wechseln. Bewerbungen schreiben und nicht wissen, ob ich gleich einen Job finde. Das einzige was mich nicht davon abgeschreckt hatte, war neue tolle Menschen kennen zu lernen.

Es war zeitlich alles sehr ungünstig. Ein halbes Jahr eher als gedacht, 6 Monate weniger Zeit zum Planen. Und da die Bundeswehr auch eher viel Zeit in Anspruch nimmt Dinge zu bearbeiten, wussten wir auch nicht wie es finanziell aussehen wird.

Ich durchstöberte vorsichtshalber mal die Immobilienseiten und bin fast vom Stuhl gefallen, als ich die imens hohen Mieten sah. Da will noch einer mal sagen das Hamburg teuer ist… tz…

Ich bin in letzter Zeit oft in Hamburg gewesen und was soll ich sagen? Ich lief durch die Mö-Straße, sah den Hafen von der Autobahn oder der S-Bahn und bin die Alster entlang geschlendert. Ich war noch nicht bereit diese wundervolle Stadt, meine Heimat, mein Zuhause zu verlassen. Elbe – Rhein, Rhein – Elbe… nein das ging nicht. Mir kamen die Tränen als ich durch mein geliebtes Hamburg lief, zu wissen dieses eventuell zu verlassen. Auch wenn es nach 5 Jahren zurück gehen würde. Ich würde so starkes Heimweh in den Norden bekommen, dass ich einfach nicht glücklich wäre.

Nicht nur mir gefiel der Gedanke nicht umzuziehen, sondern auch Leon hatte seine Bedenken. Er fand es zwar auch aufregend, aber der Gedanke seine Freunde nicht mehr zu sehen zu können, machte auch ihn traurig. Uns zur Liebe hätte er es aber mitgemacht, er hatte ja auch keine andere Möglichkeit. So saßen wir also da, mit lauter Fragezeichen im Gesicht, voller Unwissen und voller Pro- und Kontralisten.

Dan kennt diese Situation und für ihn ist es Alltag. Er hat sich vor Jahren dazu entschieden der Bundeswehr da zu dienen, wo man ihn braucht. Er hat damals allerdings keine Familie gehabt und mit Familie sieht das Ganze dann doch etwas anders aus. Damals ist er von der Kaserne bis Dresden jedes Wochenende gependelt. Köln – Buxtehude bedeutet 389km, knapp 4 Autostunden auseinander und das ganze 1827 Tage. Wollten wir das wirklich auf uns nehmen und so weit von einander getrennt sein?

Als Dan mit einigen Neuigkeiten von der Arbeit Heim kam, wurde uns die Entscheidung mehr oder weniger abgenommen. Der Antrag auf Trennungsgeld wurde genehmigt. Die Miete würde finanziert werden und er könne eventuell einen Teil der Arbeit als Homeoffice erledigen. Und nicht nur das, wenn es jemanden geben würde, der unbedingt nach Köln möchte, kann er eventuell seinen Posten tauschen.

Somit haben wir entschieden, dass wir (bis jetzt) 5 Jahre lang, ab dem 01.04.2018 eine Fernbeziehung führen werden. Leon und ich werden weiterhin hier im Norden bleiben und mein geliebter Mann wird es auf sich nehmen und jedes Wochenende pendeln. Ich weiß, dass wir nicht die einzige Familie sind, die so eine Last auf sich nehmen muss. Es gibt viele Familienväter und Mütter die beruflichbedingt pendeln. Dan hat aus Rücksicht zu mir und meiner Verbundheiten zum Norden, darauf verzichtet mich zu überreden doch mitzukommen. Ich muss Euch, denke ich nicht wirklich sagen, wie sehr ich ihn dafür liebe, oder?

Eine Wochenend-Fernbeziehung auf so lange Zeit gesehen, ist und wird alles andere als einfach. Sich nicht auseinander zu Leben und weiterhin für einander da zu sein ist wirklich schwer aber nicht unmöglich.

Damals als ich die Diagnose der Fehlgeburt bekommen habe, war Dan in Rostock. Weit weg von mir und konnte mich in dem Moment nicht in den Arm nehmen. Doch ich wusste, dass er nicht weg konnte und er in dem Moment ganz alleine war. Ich hatte Leon, meine Familie und meine Freunde hier vor Ort, die alle für mich da waren. Doch wen hatte er? Niemanden!

Ich schmeiße den Laden hier, wasche im Akkord am Wochenende die Klamotten und packe alles wieder für die nächste Woche zusammen. Ich verabschiede ihn mit einem Kuss und einem „Ich liebe dich“ an der Tür und hoffe, dass jede Woche einfach schnell rumgeht. Er hingegen ist der, der sich das zwar ausgesucht hat, aber dennoch alleine ist. Alleine in einer fremden Stadt, weit weg von Zuhause. Weit weg von seiner Familie. Er muss sich an ein fremdes Team gewöhnen, sich neu orientieren und eine Strecke, die kein Katzensprung ist, fahren. Natürlich werde auch ich möglichst oft runter fahren um bei ihm zu sein.

Zusammen halten, die Bindung nicht verlieren und trotz Entfernung für einander da sein, dass und nur das steht bei uns an erster Stelle. Es wird nicht einfach aber machbar sein!

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Wem von Euch geht es genauso? Wer führt von Euch eine Fern- oder Wochenendbeziehung? Habt Ihr Tipps wie man am Besten damit umgehen kann? Ich freue mich von Euch zu lesen.

Eure Tanja

Meine Freundin Bea

Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft – keinen größeren Reichtum, keine größere Freude – Epikur von Samos

Moin Ihr Lieben!

Ich möchte Euch heute eine Person vorstellen, die mir so unfassbar viel bedeutet und mit der ich so gerne Zeit verbringe.

Ich habe viele tolle Freunde und liebe jeden einzelnen von ihnen auf eine andere Art und Weise. Ihr kennt das bestimmt, man hat den einen Freund mit dem man Feiern gehen kann, einen Freund mit dem man gut shoppen gehen kann, mit dem einen kann man sich über Gott und die Welt unterhalten und mit dem anderen wiederrum die besten DVD Abende machen bei Schoki und Kerzenlicht.

Heute jedoch möchte ich Euch meine Freundin Bea vorstellen. Bea habe ich damals in der Grundschule kennen gelernt, als Leon eingeschult wurde. Ihr Sohn ist mit Leon zusammen in eine Klasse gegangen und sind immer noch gute Freunde. Liegt dann ja nahe das wir Muttis uns auch super verstehen =)

Bea ist, wie viele Freunde von mir wesentlich älter. 20 Jahre um genau zu sein, was ich überhaupt nicht schlimm finde. Sie lebt mit ihren zwei wundervollen Kindern und ihrem Mann bei uns im Dorf. Somit ist der Weg ein Katzensprung. Und das ist auch gut so, denn so können wir uns gegenseitig auch mal helfen. Wenn der Babysitter für die Kids mal spontan abgesagt hat oder wenn einer ein offenes Ohr brauchte. So wie ich diese Woche…

Bea und ich trafen uns die Woche zum Frühstück. Ich erzählte ihr die anstehenden Pläne von mir und Dan bzw. brachte sie auf den Neusten stand. Mit ihren Lebenserfahrungen und Lebensansichten hat sie mir schon oft geholfen, die Dinge ins richtige Licht zu rücken. Manchmal kann sie mir auch richtig den Kopf waschen. Bea ist sehr verbunden mit Gott und das macht die Freundschaft mit ihr ganz besonders. Ich weiß, dass sie schon oft für mich gebetet hat und das ist nicht selbstverständlich. Hört sich für den einen oder anderen jetzt vielleicht etwas spirituell an, aber das ist es nicht. So saßen wir also zusammen und quatschten über die anstehenden Entscheidungen. Ich schätze ihre ehrliche und direkte Art mir zu sagen, wenn etwas völlig daneben ist und das hat sie bei dem Gespräch auch wieder getan. =) Dafür Danke ich ihr, denn es hat mir sehr geholfen als ich Zuhause über die ganze Sache nachgedacht habe!!!

Was das für Pläne und Entscheidungen sind erzähle ich Euch demnächst.

Bea und ich haben so viel Spaß zusammen und es gibt kein Treffen bei dem wir nicht herzlich zusammen lachen können. Ich liebe es mit ihr Zeit zu verbringen, weil es einfach immer so gemütlich mit ihr ist. Sie ist eine so tolle und liebenswerte Freundin, Mutter und Frau. Ihre Warmherzigkeit und ihr Sinn für Humor lässt mein Herz jedes mal aufs Neue erwärmen. Sie tut mir einfach nur GUT und ich fühle mich unheimlich wohl in ihrer Nähe!

Jetzt fragt ihr Euch bestimmt wieso ich Euch meine Freundin vorstelle. Es gibt keinen  Grund dafür! Ich liebe meine Freunde und wieso sollen sie dann nicht auch einen Platz auf meinem Blog bekommen? Ich werde noch öfter von den Menschen  berichten die mir gut tun, mit denen ich gerne Zeit zusammen verbringe und die mir einfach wichtig sind.

Ich möchte Bea und ihre Familie nicht mehr missen müssen in meinem Leben. Ich freu mich jetzt schon total auf unsere nächsten Aktivitäten die wir gemeinsam erleben werden.

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Wie ist es bei Euch? Habt Ihr ganz besondere Freunde? Freunde mit denen ihr bestimmte Dinge unternehmen könnt? Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Geschichte mit Euren Freunden erzählt!

Bis bald

Eure Tanja

Xletix vs. Muskelfaserriss

Moin Ihr Lieben!

Menschen die Dein Herz zum Klopfen bringen, Dein Gesicht zum Strahlen und Dir das Gefühl geben eine wunderbare Zeit zu erleben – lass diese Menschen niemals gehen, denn sie sind ein Geschenk und echte Bereicherung für Dein Leben!

Genau das habe ich vor einigen Wochen kennenlernen dürfen. Wer mich auf Instagram verfolgt hat, kennt IHN inzwischen. Mein bester Kumpel, mein Lieblingsmann 2.0, mein wunderbarer Freund Matze. Matze ist ein so wundervoller Mensch und in nur sehr kurzer Zeit haben wir eine so unfassbar tolle Freundschaft aufgebaut, die ich wirklich nicht mehr hergeben möchte…

Nein – Matze und ich sind KEIN Paar… wir sind beide in sehr glücklichen Beziehungen… Nicht das hier noch Gerüchte entstehen…

Matze war derjenige der mich fragte, ob ich nicht Lust hätte im September in Grömitz bei XLETIX mit zu laufen. 18km mit 30 Hindernissen. Durch Dreck robben, Wände hochklettern, an Seilen wieder runter und und und… Ich war natürlich gleich dabei. Ich wollte schon einmal beim Muddy Angel mitlaufen, ein Hindernislauf für Frauen die sich gegen Brustkrebs einsetzen. Nur leider wollte keiner mit mir mitlaufen und alleine fehlte mir die Motivation. Jetzt hatte ich die Chance und wollte sie auch unbedingt nutzen.

Ich bin eigentlich nicht so der Sportfreak. Ich gehe gerne mal zum Zumba, bin auch im Fitnesstudio angemeldet (was aber nicht heißt das ich hingehe) und mach ab und zu mal Zuhause ein paar Übungen. Aber ich bin ehrlich, hab ich die Wahl zwischen Sport und Sofa bin ich definitv die Couchpotatoe.

So weit so gut… Matze hat mich mit in sein Team genommen, somit würde ich nicht alleine laufen und das Motto von XLETIX ist nun einmal EIN TEAM – EIN ZIEL! Und so haben wir auch angefangen. Ich hab angefangen zu joggen, bin Rad gefahren, habe Intervall-Lauftraining gemacht. Musste pausieren wegen extremen Muskelkater. Ich bin weiter gelaufen bis an meine (Kotz-)Grenze. Ich wollte es schaffen. Ich wollte trainieren für September. Ich kaufte mir neue Sportklamotten sowie ein neues Springseil.

Auch mein Bruder hat sich inzwischen für den Lauf angemeldet, was die ganze Sache noch witziger macht. Samstags 7.00h in der Früh sind die Jungs losgelaufen und ich war mit dem Bike dabei… Egal ob es geregnet oder Gewittert hat – wir haben trainiert. Wir hatten ein Ziel – im September laufen und nicht abloosen.

Ihr habt bestimmt gemerkt das ich in der Vergangenheit geschrieben habe. Richtig – denn ich habe mir auf der Arbeit einen Muskelfaserriss im vorderen Oberschenkelmuskel zugezogen. 3 Tage vor meinem Urlaub. Ich hatte einen Notfall im Nachtdienst und bin sofort losgerannt, merkte ein Ziehen, was ich aber nicht weiter beachtet hatte und als ich das Bein vollbelastet hatte, spürte ich wie es in meinem Oberschenkel gerissen ist.

Abends ging es für mich in die Klinik, weil ich ziemlich starke Schmerzen hatte. Ich bekam Unterarmgestützen, eine Überweisung zum Ultraschall und eine Menge Schmerzmittel. Am nächsten Morgen ging es in die Abteilung zum Ultraschall. Das Ausmaß von dem Ganzen war nicht darstellbar und somit wurde ein MRT gemacht.

Es zeigte sich ein ziemlich großes Hämatom und ein Muskelfaserriss. Absolutes Sportverbot. Ruhig stellen, hochlagern und kühlen. So begann dann auch unser Urlaub. Ich auf dem Sofa, sehr unzufrieden und zu tiefst frustriert. Die erste Urlaubswoche war übersäat mit Arztterminen. Nach ungefähr einer Woche wurde noch einmal ein MRT zur Kontrolle gemacht um zu sehen, ob das Hämatom rückläufig ist. Tatsächlich ist es kleiner geworden aber der Riss erstreckt sich trotzdem über 7cm.

Das linke Bild ist das erste MRT und das Ganze weiße ist die Einblutung, Das rechte Bild zeigt das die Einblutung so gut wie weg ist, aber der Riss wie gesagt ist noch da.

Durch diesen Mist musste ich auch Thrombose-Spritzen nehme. Soll ich Euch was sagen? Ich hasse diese Dinger. Spritzen allgemein sind absolut nicht mein Fall. Den ersten Abend habe ich ungelogen 3 Stunden damit verbracht, mich darauf einzulassen, mich zu pieksen. Ich selber hätte es nicht ansatzweise geschafft. Irgendwann war ich soweit bereit, dass Dan spritzen sollte und da kommt auch Matze wieder ins Spiel. Matze war an dem Abend bei uns, um mich zu unterstützen und um mit Dan und Leon Playstation zu spielen. Das Endresultat war, Matze hat mich festgehalten, Dan hat gespritzt und ich hab geheult wie ein Schlosshund. Jeden Abend sollte mich das nun begleiten und ich wurde mit jedem Abend besser. Erst noch mit schreien und fluchen aber dann war ich tapfer und habe nur noch geatmet.

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Am Montag hatte ich einen Termin bei einem Chirurgen. Leider nahm er mir jegliche Hoffnung das ich bei XLETIX mit machen kann. Bis Ende Juli definitv kein Sport und danach? Das weiß noch keiner. Abwarten wie der Verlauf ist. Momentan kann ich noch immer keine großen Strecken ohne Unterarmgehstützen machen, geschweige denn das ich mein Bein komplett strecken kann. Ich darf aber langsam und das wirklich im Faultiertempo anfangen mein Bein zu belasten und brauche ein Glück keine Spritzen mehr. De Schmerzen sind aber immer noch ziemlich heftig.

Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen wie ich mich gefühlt habe bzw fühle. Ich hätte eigentlich mit Dan und Leon Urlaub.Großartige Sachen können wir nicht machen und wenn das nicht schon genug wäre – ich kann auch keine Vorbereitung für den Lauf anfangen und mitlaufen schon gar nicht.

Es sind grade 2 1/2 Wochen rum seit dem Vorfall. Die Prognose vom Chirurgen sind 8-10 Wochen bis zur Vollbelastung.

Also wenn Ihr Tipps habt oder Ihr selber sowas schon einmal hattet und ein Geheimrezept habt wie es schneller weggeht oder auch einfach nur etwas gegen Langeweile habt, dann schreibt es mir in die Kommentare. Ich freue mich auf jede einzelne Abwechslung.

Passt auf Euch auf!

Sportliche Grüße vom Sofa

Eure Tanja

Bloggeburtstag

Moin Ihr Lieben!

1 Jahr online! Wenn das kein Grund ist zu feiern?!

Vor genau einem Jahr erstellte ich mein Blog online… ich weiß noch wie ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen habe am Anfang! Man war ich aufgeregt. Ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich planlos um ehrlich zu sein. Ich klickte mich so durch und fand irgendwann das passende für mich. Fast so wie beim Shoppen =) 

Kurz überlegt und dann haute ich in die Tasten meines Laptops und schrieb meinen ersten Beitrag. Nun ist es ein ganzes Jahr her und es ist so so so viel passiert! 

Ich habe unfassbar viele nette Menschen kennen gelernt, war auf zwei Bloggerevents, habe an einigen Blogparaden mitgemacht wobei ich sogar meine jetzige Handtasche gewonnen habe (Danke liebe Anja von Castlemaker), habe unglaublich viel gelernt und Dinge erlebt und gesehen von denen ich gar nicht ausgegangen bin das sie überhaupt existieren! Ich hab mein eigenes Logo bekommen, meine eigenen Visitenkarten (omg ich hatte noch nie eigene Visitenkarten) und das schönste von allem ich bin mit Menschen in Kontakt gekommen die einfach wunderbar sind! 

Ein Jahr und ein fettes Dankeschön an alle meine Leser die inzwischen wirklich weltweit mich lesen! An meine beiden Jungs die trotz dem nervigen „ich muss noch ein Foto für den Blog machen“ hinter mir stehen und mich unterstützen. Und natürlich auch an meine Esmeralda, die von Anfang an jeden Post von mir gelesen hat… Danke Danke Danke!!!

Meine Pläne für das nächste Blogjahr stehen schon aber davon sehr Ihr bald mehr!

Ich freu mich mit Euch auf das nächste Jahr! 

Eure Tanja 

Happy Easter

Moin!

Yeay – ich bin zurück!!! Pünktlich zu Ostern… Oh wahnsinn es ist sooooooo unfassbar viel passiert in den letzten Wochen. Ich war extrem mutig, habe viel dazu gelernt und habe wunderbare Menschen treffen und kennenlernen dürfen. Hatte super viel Spaß und und und… ich werde berichten =)

Nun ist der Ostersonntag und somit eigentlich auch Ostern so gut wie vorbei – trotzdem möchte ich Euch noch einmal auf diesem Wege FROHE OSTERN wünschen. Das Wetter hat sich nicht grade von der besten Seite gezeigt. Dieses Jahr war Ostern auch gar nicht mehr so besonders für uns. Wir haben darüber gesprochen, warum wir eigentlich Ostern feiern und das es eben nicht einfach nur Geschenke einkassieren ist, sondern ein Fest mit einem Hintergrund ist. Keine Angst ich vertiefe das Thema nicht. Ich habe dieses Jahr weder Osterdeko hingestellt, noch hingen dieses Jahr Ostereier an den Sträuchern im Garten. Wir haben weder gebastelt, noch Ostereier angemalt. Ich denke aber, dass das auch völlig normal ist, wenn das Kind fast 12 ist und eigentlich auch fast zu cool zum Eier suchen ist.

Eine Tradition gibt es jedoch immer, egal wie alt der Prinz ist. Die letzten Jahre konnte ich diese Tradition leider nicht fortführen, weil ich arbeiten musste. Dieses Jahr aber nicht =) somit ging es gestern für uns zum Osterfeuer im Dorf. Selbstverständlich zu Fuß.

Heute am Ostersonntag ging es nach dem Aufstehen (ein Vorteil wenn die Kinder groß sind – sie stehen nicht um 6.00h vor einem und wollen Eier suchen) in meine alte Heimat – Richtung Oldenburg. Dort trafen wir meine Tante, meine Eltern und auch meinen Bruder. Auch das war dieses Jahr neu, es gab kein Osterfrühstück oder Brunch sondern wir haben ein richtiges Ostermittagessen gehabt. Hach wie lecker…

Ich bin durch und durch ein Familienmensch und die Zeit mit meiner Familie, grade wenn man sich nicht so oft sieht, sei es wegen der Entfernung oder der zeitlichen Engpässe, genieße ich es um so mehr und versuche die Momente einfach einzufangen so gut es geht.

Für Leon wurde es nach einer Zeit langweilig, ist ja auch klar wenn er das einzige Kind ist und sich die Erwachsenen unterhalten. Er erkundete das Hasengehege, welches im Saal aufgebaut war. Wie selbstverständlich kam die Frage „Mama, können wir auch ein Kaninchen haben?“ Meine Antwort könnt ihr Euch bestimmt denken… Dan spielte mit ihm Schere-Stein-Papier in der Actionversion und eine kleine/große Kuscheleinheit mit Mama war auch noch drin.

Heute ist außerdem noch ein ganz besonderes Foto entstanden. Ein Generationen-Foto. Ich, Leon und meine Mama:

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Verrückt, als meine Mama so alt war wie ich heute bin, war ich 4 Jahre alt und keine 11 so wie Leon. Aber hey! Wer kann schon behaupten eine so junge Mama zu haben? Nicht viele auf jeden Fall. Meine Mama war bei mir damals 24 Jahre alt und ich finde es total toll, dass sie genauso wie ich eine junge Mama war/ist. Ich persönlich (ohne jemanden auf den Schlipps treten zu wollen) finde es super eine junge Mama zu haben – bin ja auch selber eine =) Das schöne ist, dass ich beides vielleicht erleben kann. Einmal Jung und einmal etwas älter. Letzten endes ist es auch egal wie alt man ist, so lange man sein Kind liebt. Und das tue ich! Und meine Mama tut es auch =) Oder Mama?! Nein Scherz, ich weiß, dass sie mich, meinen Bruder und Leon über alles auf dieser Welt liebt. Genauso wie wir es tun.

Als wir gegen späten Nachmittag wieder Zuhause waren, wurden auch hier noch nach den „Ostereiern“ gesucht. Der Osterhase war dieses Mal sehr kreativ was das Verstecken anging.

Ich habe dieses Jahr vom Osterhasen namens Esmeralda ein so wertvolles Geschenk bekommen, dass mir die Tränen nahe standen. Mein Herz ging auf und strahlte voller Glücksgefühle.

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Meine beste Freundin sieht mich als Alltagsheldin, obwohl ich nicht einmal irgendetwas heldenhaftes mache, außer ich selbst zu sein.Was bitte ist das für ein liebevolles und vorallem wertvolles Kompliment und dann auch noch von einer der wichtigsten Personen in meinem Leben? Ich bin immer noch sehr gerührt, dass sie mich so sieht! Danke, Liebes! Es bedeutet mir unendlich viel! Genau aus so einem Grund lieb ich meine Esmeralda so sehr!

Resümee: Ostern war anders als die letzten Jahre. Cooler und zu gleich Herzenswärmer. Traditionen sind nicht weg zu denken genauso wenig wie die gemeinsame Zeit mit der Familie. Ein durch und durch gelugener Tag!!!

Wie war Euer Osterfest? Mit wem habt Ihr die Zeit verbracht und was hat der Osterhase für Euch da gelassen? Hinterlasst mir doch einfach mit Eurer Ostergeschichte einen Kommentar! Ich freu mich von Euch zu lesen!

Bis bald

Eure Tanja

 

Beitragsbild ist von google/ Parkhotel Lippspringe

Valentinstag

Moin Ihr lieben!

Letzte Woche habe ich es ja nicht geschafft Euch mit zu teilen, wie bei uns der Valentinstag verlief. Ein Tag voller Liebe, Rosen, Geschenke und Zuneigung. Oder wie hieß das noch alles? Ein Tag im Jahr in dem Amor Überstunden macht, was die Liebe angeht. Romantik die nur an diesem einen Tag ganz besonders sein soll. Warum? Weil der Alltag dann Pause hat? Ich hab es bis heute nicht verstanden wieso die Menschen sich an diesem einen Tag „Ich liebe Dich“ mit überteuerten Rosen, hässlichen Teddys und viel zu süßen Süßigkeiten sagen – als ob es nächsten Tag anders wäre. Eine Rose die am nächsten Tag 2€ kostet und an Valentinstag 5€? Ich weiß ja nicht ob es das Wert ist?!

Als ich abends bei uns im Rewe an der Kasse stand und viele Männer fertiggebundene Sträuße aus dem Supermarkt in der Hand hielten, taten mir, alle Beteiligten die so einen Blumenstrauß in der Hand halten, echt leid. Der Mann, der ihn gekauft hat, weil er sich gezwungen fühlt einen Strauß mit nach Hause zu bringen und die Frau, die enttäuscht ist weil es nur halbherzig rüber kommt.

Dan und ich legen auf diesen Tag überhaupt keinen Wert, was dazu führte das er abends beim Sport war und ich auf dem Elternabend von Leons Klasse. Ich freue mich jeden Tag von meinem Mann in die Arme genommen zu werden. Dass er mich unterstützt, wenn es grade bei mir drunter und drüber geht oder die in mir lebende Prinzessin zum Drachen mutiert. Es zeigt mir mehr, dass er mich liebt als irgendeine vermarktete Geschäftsidee. Es gibt so viele andere Tage im Jahr die wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient haben, wie z.B. Geburtstage, Hochzeitstag oder der Jahrestag.

Ich finde es völlig in Ordnung wenn für andere der Valentinstag wichtig ist und sie diesen Tag „feiern“. Jeder so wie er es möchte. Ich finde es wirklich wichtig Menschen, die man gern hat oder sogar liebt, zu zeigen was man für sie empfindet. Aber doch nicht an einem festgelegten Tag. Wie heißt es noch so schön: Es sind die kleinen Dinge im Leben, die einen erfreuen.

Ich hoffe für alle verliebten Pärchen die den Valentinstag zelebrieren, dass es ein schöner Tag für sie war. Ich bleibe dabei und zeige Dan jeden Tag was er für mich bedeutet. Und umgekehrt ist es genauso.

Trotzdem würde es mich interessieren, wie Ihr Euren Valentinstag verbracht habt. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

Bis bald,

Eure Tanja

Beitragsbildquelle: http://conosurdesign.com/valentinstag-herkunft-und-brauche-in-aller-welt/