Mama sein – Was Babys wirklich brauchen Der entspannte Weg ins Familienleben

DIESER ARTIKEL BEINHALTET WERBUNG UND IST IN KOOPERATION MIT dem humbold Verlag und Nele Hillebrandt ENTSTANDEN(Rezensionsexemplar)

Moin Ihr Lieben,

jede Mama hätte sich rückblickend, das eine oder andere gewusst zu haben, gewünscht. Egal ob es während der Schwangerschaft, der Stillzeit oder überhaupt das erste Jahr mit Baby gewesen wäre. Wenn die lieben Omas und Nachbarin und manchmal sogar die Hebamme mit Ratschlägen um die Ecken kommen und man denkt „Nee, irgendwie passt das nicht zu uns.“

Stillen oder Flasche, Familienbett oder eigenes Bett, selbst gekochter Brei oder doch Gläschen, Stoffwindeln oder Einmal-Windeln und dann noch der ganze Gefühlswirrwar im Wochenbett. Ach und es gibt noch so unendlich viele andere Themen, wo die Meinungen auseinander gehen.

Umso mehr freue ich mich, Euch das Buch meiner lieben Bloggerkollegin Nele Hillebrandt vorstellen zu dürfen.

Mama sein – was babys wirklich brauchen der entspannte weg ins familienleben

Kurz zur Autorin: Nele ist Erzieherin und hat einen Bachelor of Science in Psychologie. In ihrem Blog faminino.de geht es um ihren Familienalltag, aber auch um Erfahrungen und praktischen Tipps rund um das Familienleben. Ich durfte Nele und ihre kleine Familie letztes Jahr persönlich kennenlernen und was soll ich sagen? Eine tolle, liebenswerte Frau und Mama.

Das Buch ist eine Mischung aus allen Bereichen. Von der Geburt übers Wochenenbett, Stillen oder Flasche geben, Beikost, Transport, Wickeln, über mehr Zufriedenheit, Glücklich statt perfekt und ganz klar – Vorstellung vs. Realität.

Nele berichtet in dem Buch nicht nur über ihre eigenen Erfahrungen, sondern auch über die anderer Mütter. Es ist ein Ratgeber mit praktischen Tipps und allen wirklichen wichtigen Infos rund ums Mama werden und sein.

Mein Fazit zu dem Buch: Ich habe das Buch verschlungen und hab es nicht mehr aus der Hand gelegt. Das besonders Schöne daran ist, dass es einfach so wahr ist – realtalk eben. Es geht nicht ums Vergleichen oder dass man das Gefühl hat, man bekommt etwas aufgezwängt. Im Gegenteil – die Tipps und Informationen sind für eine gute Vorbereitung, auf das was kommt sehr hilfreich.

Ihr könnt das Buch bei Amazon für 19,99€ oder über den Humboldt Verlag bekommen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Bis Bald,

Eure Tanja

Neue Prioritäten und Struktur im Alltag

Moin Ihr Lieben!

Jeder der schwanger ist oder war, weiß dass diese Zeit etwas mit einem macht. Veränderungen sind ab dem positiven Test an der Tagesordnung. Nicht nur das man bestimmte, in meinem Fall meine Lieblingsdinge nicht essen darf, alle paar Wochen zum Arzt muss, man völlig Hormongesteuert durch den Alltag wandelt und einfach alles anders ist. Man macht sich pläne und versucht schon mal einiges zu organisieren und dank des Nestbautriebs auch schon vorzubereiten.

Ich habe seit Mitte November ein betriebliches Beschäftigungsverbot, dass heißt das mein Arbeitgeber mich freigestellt hat, bei weiterer Lohnfortzahlung. Tja, an sich eine schöne Sache, da man sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren kann. Für jemanden wie mich, die ihren Job liebt und gerne macht ein bisschen schwierig, Nun gut, irgendwie musste ich mich ja jetzt dran gewöhnen meine neu gewonne Zeit rum zu kriegen.

Was macht man nun den ganzen Tag daheim? Fürs Babyshopping ist es noch zu früh und so richtig ist mir da noch nicht nach. Die Wohnung ist auch irgendwann sauber, die Wäsche gemacht und die To-Do-Liste so gut wie abgearbeitet. Am Anfang hatte ich meine Geburtstagsparty geplant und organisiert, dann kam die Vorweihnachtszeit und die Feiertage. Doch was ist jetzt? Was mache ich den ganzen lieben langen Tag?

Ich machte mir einen Plan. Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt was jetzt gerade auf die Prioritätenliste gehört. Welche „großen“ Veränderungen kommen noch auf uns zu? Was müssen wir bedenken für ein Leben zu viert? Ich brauchte eine neue Strukturierung, eine neue Ordnung in meinem Alltag, die sich auch bewährt wenn das Baby da ist. Schließlich wäre es ja Qautsch dies nur für die nächsten 4 Monate zu machen.

Meine neue Prioritätenliste

Leon und ich fingen an einen Essensplan zu entwerfen. Jeder Freitag setzen wir uns nach dem Mittagessen hin und überlegen, was wir in der nächsten Woche essen möchten. Daraufhin haben wir beschlossen nur noch diese Dinge einzukaufen, die wir auch wirklich für die Gerichte brauchen. Geld sparen und den Konsum minimieren. Ich koche jeden Tag das Mittagessen und Leon freut sich, dass es fertig ist wenn er aus der Schule kommt. Durch den Plan probieren wir auch neue Rezepte aus, damit wir nicht immer dasselbe essen. Ich hasse es total wenn ich nicht weiß, was ich zu Essen machen soll und frage ich die Jungs heißt es „Mir egal“.

Wo wir auch schon zu Punkt zwei kommen. Es hat mich super gestört, dass ich die ersten Wochen der Schwangerschaft auf Grund der Übelkeit nur vor mich hin vegetiert habe. Es blieb alles liegen. Die Wäsche häufte sich und die Hundehaare führten schon fast ihr Eigenleben. Es hat mich gestört, dass ich nicht konnte wie ich wollte. Jetzt sieht es anders aus. Es geht mir hervorragend und ich hab mehr Energie und so lange das gerade der Status ist, nutze ich es aus. Ich erledige Dinge direkt und versuche möglichst nichts liegen zu lassen. Ich versuche im Haushalt die DInge so zu erledigen, dass ich Zeit spare. Den Geschirrspüler stelle ich zum Beispiel über Nacht an, damit er morgens fertig ist. Ich räume abends bevor ich schlafen gehe das Wohnzimmer und die Küche auf. Ich frage Leon abends schon, was er nächsten Morgen zum Frühstück essen möchte, damit ich es schon vorbereiten kann. Sobald ich eine Waschmaschinenladung voll habe, wird gewaschen und getrocknet.

Punkt 3 meiner neuen Liste ist das wir Platz brauchen. Wir leben zwar in einer 120qm2 großen Wohnung über zwei Etagen, haben aber nur 3 Zimmer. Das Baby wird bei uns mit im Schlafzimmer schlafen, da ich nicht möchte, das Leon sein Zimmer mit einem Baby teilen muss. Um Platz zu schaffen und unser neues Familienmitglied willkommen zu heißen, mussten wir ausmisten, umräumen und aussortieren. Dank der kleinen, süßen und charmanten Japanerin Marie Kondo flog hier einiges raus oder landete bei eBay Kleinanzeigen. Ich fand es enorm was man für Sachen besitzt die man entweder nicht braucht, seit Monaten nicht mehr benutzt hat oder von deren Existenz man nichts mehr wusste.

Nummer 4 meiner Liste – Dinge tun die mir gut tun. Durch den vorherigen Schichtdienst, den ich in der Klinik hatte und ich durch den Jobwechsel selten vor 18.00 Uhr Zuhause war, blieb es ein wenig auf der Strecke , dass ich meine Freunde treffen konnte. Zusätzlich ist es jetzt auch eine gute Alternative, das mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Freundschaften sind wichtig und müssen gepflegt werden. Nicht nur das, sondern ich schaue auch das ich einfach Dinge unternehme, die sich für mich gut anfühlen. Auch wenn das jetzt egoistisch klingt, jedoch weiß ich das dieser Punkt vermutlich wirklich nur bis zur Geburt auf der Liste sein wird. Somit gehe ich zur Schwangeren-Massage, mache einen Schwangeren Schwimmkurs, fahre mit meiner besten Freundin ein Wochenende weg und mit der anderen Freundin ins Musical. Ich lese ein Buch, ganz in Ruhe oder gehe einfach bei schönem Wetter spazieren.

Mein letzter und ein sehr entscheidender Punkt dieser Liste ist das Geld sparen. Jetzt denkt Ihr sicherlich wie kontrovers das ist, wo ich doch gerade geschrieben habe, was ich alles unternehmen will. Aber ja, so ist es! Ich möchte Geld sparen, nicht nur weil die Anschaffung der Babysachen ansteht, sondern auch weil ich bewusst meinen Konsumverbrauch minimieren möchte. Durch das Aufräumen und Aussortieren ist mir klar geworden, dass ich nicht so viel besitzen möchte was ich nicht benötige. Bevor ich jetzt etwas kaufe, überlege ich, ob ich diesen Gegenstand wirklich benötige. Wenn ja, dann geht mein Gedankenkarussell weiter, benötige ich es jetzt sofort oder kann es noch warten bis wirklich das Geld ÜBER ist. Wenn nein, dann kaufe ich es erst gar nicht.

Seit dem ich meine Prioritäten anders gesetzt habe, ist mein Alltag wirklich besser strukturiert. Ich muss nicht zwischendurch los, weil ich was vergessen habe einzukaufen. Meine Entschiedungen treffe ich bewusster und nicht mehr so leichtsinnig. Ich spare an Zeit und nutze die gewonnene Zeit viel bedachter und mehr mit Leon.

Mir ist bewusst, dass sich meine Liste, zumindest ein Teil davon ändern wird, wenn das Baby da ist. Zur Zeit ist diese Umstrukturierung etwas, was mich glücklich macht und was sich für mich bzw. uns richtig anfühlt und darauf kommt es an.

Bis bald

Eure Tanja

Endlich sind wir schwanger!

Moin Ihr Lieben,

ich will Euch heute erzählen wie es bei uns weiter ging nach dem positiven Schwangerschaftstest.

Als ich vom Geburtstag meiner Freundin Heim fuhr, telefonierte ich ein weiteres Mal mit Dan. Es war so surreal. Wir haben endlich POSITIV getestet. Ich war alleine Zuhause. Leon war noch bei meinen Eltern und kam erst am Wochenende wieder. Nur ich und der Hund waren da – und BABY. Am nächsten Morgen ging es für mich zur Arbeit. Und ich kann Euch sagen es war so schwer erst gar nichts zu sagen. Aber Ihr wisst ja, dass ich einen Job habe, bei dem eine Schwangerschaft sofort zu melden ist. Ich hatte ja gerade neu angefangen, somit war ich in der Probezeit und eine Schwangerschaft nach 2 Monaten kommt häufig einfach nicht gut an.

Ich sagte es erst meiner einen Arbeitskollegin, die sofort ihr Frühstück fallen ließ und mich in den Arm nahm. Zack schossen mir schon wieder die Freudentränen in die Augen. Kurz darauf erzählte ich es meinem Kollegen, der meine Leitung ist. Er freut sich auch für mich, allerdings musste er sich nun überlegen, wie es mit mir weiter ging bezüglich der Arbeit.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich hier nicht weiter ins Detail gehen kann. Es ist aber so, dass es mir die Wochen darauf nicht gut ging und auch auf Grund meiner Vorgeschichte krank geschrieben wurde. Inzwischen habe ich ein betriebliches Beschäftigungsverbot bekommen und darf nicht arbeiten. Warum es mir in nicht gut ging, könnt Ihr im Schwangerschafts-Update lesen. Kommt die Tage online =)

Ihr glaubt aber gar nicht wie schön es ist, wenn die Kollegen sich für einen freuen. WIr haben in dieser Schwangerschaft das Mitgefühl, die Freude und das Verständnis bekommen, wofür ich vor 2 1/2 Jahren so sehr gekämpft habe. Damals hat sich fast keiner gefreut. Damals wurde sogar noch gemotzt, dass ich meine Nacht- und Wochenenddienste nicht mehr machen konnte und von Verständnis waren alle Meilenweit entfernt. Leider! Deshalb war ich unheimlich glücklich, wie meine neuen Kollegen und Kolleginnen reagiert haben.

Am selben Tag rief ich noch bei meiner Gynäkologin an, um einen Termin zu machen. Ich musste mir die Schwangerschaft bestätigen lassen. Der Termin war erst eine Woche nach dem Testen, was mich aber nicht störte. Die Schwangerschaft ist einfach ganz anders als die von vor 2 Jahren. Ich hatte es auch jetzt nicht eilig zum Arzt zu gehen. Alles zu seiner Zeit.

Am Wochenende kamen Dan und Leon nach Hause. Dan freute sich so sehr und nahm mich gefühlt für eine Stunde in den Arm. Leon sagten wir es gemeinsam mit „Ich werde großer Bruder“ Meilensteinkarten. Die Karten hatte ich als Geschenk eingepackt und er musste es auspacken. Seine Begeisterung war natürlich wie erwartet und so wie es sich für einen 13 Jährigen gehört. =) Es fühlte sich so gut an zu wissen, dass wir bald zu viert sind. Dennoch haben wir auch Leon gesagt, dass es immer noch sehr früh ist und es sein kann, dass das Baby wieder geht. DAS war und ist unsere größte Angst.

Die Wochen vergingen nur so, es folgten Arztbesuche, Panikattacken und eine Menge Übelkeit. Und meine Geburtstagsparty stand auch noch an. Aber davon erfahrt Ihr in den Schwangerschafts-Updates mehr.

Habt einen schönen Abend.

Eure Tanja

 

 

Hallo Baby

Moin Ihr Lieben,

das neue Jahr ist schon 5 Tage alt und ich dachte ich spanne Euch nicht lange auf die Folter.

WIR sind schwanger

Jap. Seit knapp 17 Wochen wissen wir, dass wir im Sommer 2019 zu viert plus Paula sein werden.

Zurück zum Anfang…

Es war Anfang Oktober. Wir hatten Herbstferien und sind nach Köln zu Dan gefahren über den 3. Oktober. Da hab ich noch nicht einmal dran gedacht, dass es hätte so sein können. Als wir am Feiertag überlegten, was wir machen können, entschieden wir uns den Drachenfels zu besteigen. Ein Berg von dem man ganz wundervoll das Siegerland sehen kann und einen zauberhaften Blick auf den Rhein hat. Ich war mehr als kurzatmig auf dem Weg nach oben. Doch auch da dachte ich nicht im geringsten daran, sondern eher an meine fehlende Kondition.

Als wir wieder Zuhause waren, schlich sich immer mehr der Gedanke ein, ob es vielleicht jetzt so weit wäre. Hat es wirklich geklappt? Sollte es nun soweit sein? Dan holte mich aber schnell aus meiner Traumwelt und auf den Boden der Tatsachen zurück. Sonntag sagte ich zu ihm, dass er zur Notfallapotheke fahren soll um einen Test zu holen, da ich es ihm nicht wieder am Telefon sagen will, falls es doch so weit sein sollte. Er ist natürlich nicht losgefahren. Den Abend war ich schon überfällig 1 oder 2 Tage. Da ich weder krank war, noch Stress hatte war es sehr untypisch das ich überfällig war.

Der Alltag ging am nächsten Tag weiter. Der Mann in Köln, das Kind bei der Oma (wir hatten ja noch eine Woche Ferien) und ich ging wieder zur Arbeit. Esmeralda, die natürlich eingeweiht war fragte gefühlt stündlich ob ich einen Test gemacht habe? Ich wollte aber keinen Test auf der Arbeit machen und da ich wusste, ich sehe sie abends noch auf dem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin wollte ich den Test auch irgendwie nicht alleine machen. Nach der Arbeit zog ich also los. Mein erstes Ziel war der Budni in der Europapassage. ich holte einen Schwangerschaftstest und steckte ihn ganz tief in den Rucksack. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte es noch ein bisschen vor mir her schieben.

Auf dem Geburtstag angekommen war erst einmal alles normal. Dem Geburtstagskind überbrachte ich die Glückwünsche und das Geschenk und verschwand im Bad. Wie ein Schwangerschaftstest durchzuführen ist, wisst Ihr ja und deshalb erspare ich Euch die unschönen Details. Da stand ich nun in diesem fremden Bad und wartete auf das Ergebnis. Neben an wurde erzählt und gelacht und ich war voller Unsicherheit. Was wenn es doch nur falscher Alarm ist? Wenn die Hoffnung doch wieder größer ist als alles andere? Der Blick auf den Test gab mir Klarheit.

Da war er der zweite Strich. Oh mein Gott! da ist ein zweiter Strich. Mir liefen die Tränen über die Wangen ohne das ich sie aufhalten konnte. Freude und Angst, Erleichterung und Unsicherheit wechselten sich ab. So stand ich da mit einem absoluten Gefühlschaos, Tränen die voller Freude kamen und einen Test mit einem zweiten Strich in der Hand. Nach ein paar Minuten sammelte ich mich. Die verschmierte Wimperntusche weggewischt, den Test in den Rucksack gesteckt und los ging es. Ich wollte dem Geburtstagskind nicht die Show stehlen, denn es war ihr Tag und nicht meiner. Esmeralda schaute mich völlig erwartungsvoll an und sie bekam ein freudestrahlendes Nicken als Antwort. Sie freute sich für mich mit, klatschte unaufällig in die Hände und strahlte über das ganze Gesicht.

Nach dem Essen verschwand ich noch einmal kurz um es Dan zu sagen, da ich wusste, dass ich ihn später nicht ereichen konnte. Es war komisch ihm das Ergebnis am Telefon zu erzählen und brachte die Erinnerungen von vor 2 Jahren hervor. Wir freuten uns, doch die Angst war präsent. Die Angst das es wieder schief geht, dass wir wieder enttäuscht werden und das wir wieder diesen Weg gehen müssen. Es war seltsam. Wir sollten uns mehr als alles andere auf der Welt freuen. Wir haben schließlich 2 1/2 Jahre auf diesen Moment gewartet. Wirklich real fühlte es sich trotzdem nicht an. Wie sehr ich mich auch bemühte. Es war als würde ein Schleier über uns liegen.

Nach dem ich mit Dan telefonierte, musste ich meinen besten Kumpel noch anrufen und es ihm mitteilen. Auch er freute sich sehr für uns. Anschliessend ging ich zurück zu den anderen und feierte den Geburtstag mit meiner Freundin, wohl wissend das sich ein kleiner Bauchbewohner in mir befand.

Dieses Mal wollte ich es nicht allen auf anhieb erzählen. Das Gefühl sagte mir einfach das ich unser kleines Wunder erst einmal für mich behalten soll.  Nicht aus Angst allen wieder zu sagen das es schief gegangen ist – wenn es so gewesen wäre, sondern einfach weil es sich richtig angefühlt hat nichts zu sagen.

Wie es weiter ging erfährst du in den nächsten tagen…

Ich will jetzt gar nicht weiter auf unsere Angst eingehen, dazu kommt noch ein weiterer Post.  Genauso wie es jetzt eine neue Kategorie gibt auf dem Blog und Schwangerschaftsupdates. Hach, was freu ich mich Euch nun endlich auch daran teilhaben lassen zu können. Vielleicht wusste der eine oder andere es schon durch meinen Instagram Account.

Der Beitrag soll auch nicht unendlich lang werden, obwohl ich noch so vieles schreiben könnte =) also schaut vorbei auf dem Blog, denn es gibt noch einiges das ich Euch berichten werde.

Bis bald,

Eure Tanja

Schwanger! – Doch der Traum endete…

Hallo…

Ich habe lange überlegt, wie ich am Besten darüber schreibe, was ich schreibe und wie ich diesen Post gestalte… Ich habe bis jetzt keine richtige Idee… und fang einfach mal an…

Dan und ich sind noch nicht so lange zusammen (im Dezember sind es 2 Jahr), trotz dieser kurzen Zeit haben wir uns dafür entschieden, unsere Familie zu erweitern, zu vergrößern… Es dauert auch nicht lange und ich wurde schwanger… Die Zeit davor war ziemlich nervenaufreibend für mich… Einen Monat dachte ich, es hätte geklappt. Hatte wirklich alles – vom Ziehen im Unterbauch bis Morgenübelkeit über spannende Brüste und Sachen die ich liebte schmeckten mir nicht… Nach 3 negativen Schwangerschaftstest war ich ziemlich am Boden zerstört und als dann meine Tage kamen war ich wirklich deprimiert…. Es war der 3. Übungszyklus und es war total dumm von mir mich selbst so unter Druck zu setzen… Eine Woche später erzählte mir meine Freundin sie sei schwanger… Ich hab mich total für sie gefreut und war echt glücklich darüber, dass es bei ihr geklappt hat, doch innerlich wurde der Druck stärker… was definitv völliger Quatsch war… Um mich abzulenken betüddelte ich meine Freundin und es gab nur noch ein Thema… SCHWANGER… In dem folgenden Zyklus benutzten wir den Ovulationstest von Clearblue… Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass Dan nur am Wochenende nach Hause kam, weil er für einen Lehrgang in eine andere Kaserne musste… Ich hatte versucht mir den Druck zu nehmen, war ziemlich genervt von dem ganzen „verrückt machen“ und dachte es würde es nicht klappen… 2 Wochen später hatte ich einen POSITIVEN Schwangerschaftstest gemacht… Ich rief meine Freundin an – schickte ihr ein Foto vom Test… Ich war ziemlich überfordert und dachte das kann doch nicht sein… Aber es war so… Am nächsten morgen machte ich noch einen… und auch der zeigte einen zweiten zarten Strich… Ich rief meine Freundin an die Schwanger war und erzählte es ihr… Ihre antwort war „Herzlichen Glückwunsch“… Das Ganze war für mich zu viel… Freude, Zweifel und Glück waren meine Begleiter… Ich habe bei Dan angerufen und ja das war eine ganz blöde Idee, weil ich es ihm ganz anders sagen wollte… Es musste raus… Ich war schwanger – wir bekommen ein Baby!!!

Auf der Arbeit herrschte zu dem Zeitpunkt nicht grade das beste Arbeitsklima… Aber es war mir egal denn die Glückshormone waren im Überfluss… Als ich getest habe war ich in der 4.SSW. Zwei Wochen später in der 6.SSW, hatte ich leichte Blutungen, kurz vor Dan’s Geburtstag. Ich bin zum Gyn, es wurde ein Ultraschall gemacht und ich war so glücklich unser Baby zu sehen, obwohl mir klar war das eine Fehlgeburt droht… Ich sollte mich ein wenig schonen und Magnesium nehmen… Für uns stand aber die ganze Zeit fest, dass wenn „Mutter Natur“ sich gegen unser Baby entscheidet, wird das einen triftigen Grund haben, den wir akzeptieren! Zwei Tage später hatte ich einen Kontrolltermin… Das Baby war da und es ist gewachsen… Dan ist extra Donnerstag schon Heim gekommen um dabei zu sein… Der Gyn sagte, ich dürfte alles machen aber nur noch mit 80% anstatt 100%! Es war also da wo es sein sollte, es wächst und wir waren ein Stück näher am Eltern sein… Wir haben unseren Freunden und Verwandten die Nachricht überbracht, yes wir werden Eltern… Leon freute sich auch und nannte den kleinen Wurm liebevoll August…  Nach dem Geburtstag von Dan, sind wir nach Dresden gefahren in den Urlaub… Auch da verlief alles gut.. Mir war schlecht und war oft erschöpft. Natürlich sind wir mit Erlaubnis des Arztes gefahren, mussten aber einen Tag eher als gedacht zurück kommen. Nochmal ein Kontrolltermin, auch hier war Dan an meiner Seite… Wir trauten unseren Augen nicht… Das Herz schlug und es war so wundervoll den kleinen Wurm zu sehen wie er da in meinem Bacuh heranwuchs… Glück, Freude, Stolz… Eine Träne kullerte mein Gesicht runter und es war wirlkich unbeschreiblich… Jede Frau die das schon einmal durchgemacht hat, weiß wie es ist…Ich bekam meinen  Mutterpass und ich war offiziell eine werdende Mama. Mein Urlaub war dann zu Ende.. die Übelkeit allerdings nicht… Ich bin wieder zum Gyn, aber nur für eine Krankmeldung… Kein Ultraschall, keine  Untersuchung… Am Wochenende danach (Ende Juli) wollte ich es meinen Kur-Mädels erzählen, doch ich hatte ein ganz ganz doofes Gefühl dabei… Mein Gedanke war „wenn du das jetzt den Mädels erzählst und am Montag wieder zum Gyn gehst, stellen sie fest das du eine Fehlgeburt hast“.

Was soll ich sagen? Genauso war es auch… Am Wochenende bekam ich bräunlichen Ausfluss nicht schlimm aber es war da.. sowie zu Anfang bei den Blutungen, dachte somit an nichts schlimmes… Am Montag bin ich dann wieder zum Gyn, erzählte ihr von der Übelkeit was der eigentliche Grund meines Termines war und das ich diesen bräunlichen Ausfluss hatte… Sie sagte gleich das wir uns das anschauen müssen – es folgte ein Ultraschall…

Ich sah es sofort (Nachteil wenn man Ultraschallbilder selber „deuten“kann) das Herz schlug nicht mehr, das Baby ist nicht mehr gewachsen… Es muss ein zwei Tage nach dem Kontrolltermin passiert sein.. Die Größe entsprach der 8. Woche und ich war eigentlich in der 11.SSW. Ich zog mich an… Diagnose: Missed Abortion… Ich war sehr gefasst, denn mir war klar, dass es einen Grund gab dieses Baby nicht zu bekommen, auch wenn ich das nicht selbst entscheiden durfte. Wir klärten das weitere Prozedere… Ich bekam eine Überweisung zur Auschabung und musste in die Gyn-Ambulanz.. Draußen vor der Praxis schrieb ich mit zittrigen Händen meiner Freundin und meiner anderen Freundin… Ich rief meine Mom an, sie musste Leon von der Schule abholen, da ich eventuell gleich die Ausschabung bekommen sollte… Ich habe Dan geschrieben, dass er mich sofort anrufen soll. Das Handy klingelte und dann kam es aus mir raus… Alles was ich im ersten Augenblick sagen konnte war „Wir haben das Baby verloren“. Ich wusste nicht wie ich es sagen sollte… wie beschönigt man so etwas? Ich sammelte mich, atmete tief durch und erzählte ihm von der Untersuchung…

Nach dem Telefonat ging ich in die Ambulanz (die Gyn-Praxis ist bei dem Krankenhaus in dem ich arbeite und ich wollte die OP auch in dem Krankenhaus machen lassen – Heimvorteil!). Da wurde auch noch einmal ein Ultraschall gemacht. Der OP-Termin war 4 Tage später am Freitag… So lange musste ich also warten, hätte ich bis dahin eine starke Blutung bekommen wäre ich dazwischen geschoben worden… Die Aufklärungsgespräche interessierten mich nicht, die Aufklärungsformulare füllte ich aus und unterschrieb sie… Ich wollte gar nicht wissen was da so geschieht… In zwischen war ich wieder ganz ich… Die Traurigkeit war verflogen, Gedanken habe ich mir wenig gemacht… Meine Mom kam noch ins Krankenhaus und versuchte mich abzulenken… ich weiß, dass sie es lieb gemeint hatte und für mich da sein wollte was sie ja auch war, doch genau das wollte ich grade nicht… sie versuchte mich abzulenken und erzählte mir Dinge, die ich heute nicht mehr weiß… ich war genervt und wollte das alles alleine machen… Während der Wartezeit informierte ich meine restlichen Freunde… Esmeralda hat mich angerufen und mir ein wundervolles Angebot das aus DVDabend Chips und eine Nacht mit ihr auf dem Sofa zu verbringen (Babe, genau dafür liebe ich dich so sehr!!!) bestand, welches ich echt gern angenommen habe… Leon blieb bei meinen Eltern die Nacht (es waren noch Ferien und er war abgelenkt) und ich fuhr nach Hamburg… Die Stadt die mich atmen lässt, die meine Sorgen mit nahm und in Vergessenheit geraten lässt… Der Abend bei Esmeralda tat mir so unfassbar gut… Wir sprachen ganz offen darüber, selbst wenn ich hätte weinen müssen, hätte ich gewusst das ich mich nicht schämen müsste… Wir schauten Filme, aßen Chips, kuschelten in den Decken und kissen und irgendwann schliefen wir ein…

Ich hatte Angst, Angst wie die OP laufen würde… Was mit Leon passiert, wenn ich von der Narkose nicht mehr aufwachte… Was ist, wenn ich danach keine Kinder mehr bekommen würde? Die Vorstellung, das ein OP Team mich so intim sehen würde, ohne das ich mich wehren könnte, willenlos auf dem OP Tisch liegen, löste in mir pure Angst und Übelkeit aus… Der Gedanke das unser Baby seit 3 Wochen in mir ist, ohne Lebenszeichen, war für mich mit das schlimmste… Ich kam an einen Punkt an, an dem ich es nur noch raus haben wollte und hoffte sehr, dass ich starke Blutungen bekäme…

Die Woche zog sich wie Kaugummi…Mit meiner Freundin Bea konnte ich in dieser Zeit ganz viel und ganz offen drüber reden, denn bei ihr wusste ich, dass sie weiß, wie ich mich fühle… Am Donnerstag kam Dan nach Hause und zeigte mir auch hier wieder, dass er der  wundervollste Mann (neben Leon) in meinem Leben ist…. Am Freitag ging es dann für mich ins Krankenhaus. Mein Stiefdad holte Leon aus der Schule und wartete mit ihm bei uns Zuhause… Mein Bruder, meine Mom, Dan und Esmeralda waren die ganze Zeit an meiner Seite… ich lag mit einer Frau im Zimmer die dasselbe erlebt hat wie ich und auch ihre Ausschabung bekam.. Auch hier ließ mich das Leben wissen, dass ich nicht alleine war… Das Prozedere lief so an mir vorbei, umziehen für die OP, die „Scheißegal-Tablette“ wurde genommen und dann ging es los in den OP… Bevor der Anästhesist die Narkose setzte, verabschiedete ich mich von unserem Baby. Mein letzter Gedanke bevor ich ganz weg war, war jedoch Leon.

Die OP verlief gut. Es kamen keine Nachblutungen, keine Schmerzen – nichts. Super! Ich durfte am gleichen Tag nach Hause. Es war noch Bettruhe angesagt, auf Grund der Narkose. Für mich war die Situation ok, für Dan wurde es da erst richtig real, was wir verloren haben. Natürlich hat er es genauso realistisch gesehen wie ich. Doch diese Endgültigkeit, das unser Baby, unser gemeinsamer Wunsch, die lebenlange Verbindung zwischen uns weg nicht mehr da ist und nicht wieder kommen wird,  machte ihn sehr traurig. Ich war noch Krank geschrieben, den ganzen August und das war auch gut so. Ich brauchte Zeit für mich das ganze Revuée passieren zu lassen. Es zu realisieren wie es weiter geht. In dieser Zeit bin ich bei youtube auf eine Vloggerin aus London gestoßen. SJ von SJ Blogs  hat ein video hochgeladen, wo es um ihre Fehlgeburt ging und wie es ihr anschließend ging. Sie hat mich so inspiriert und war/ist so sympathisch und das ich ihren Kanal gleich abonniert habe… Eine wundervolle und starke Frau mit vielen parallelen zu mir =) Sie hat mir gezeigt, dass man nicht in ein Loch fallen muss, nach einer Fehlgeburt! Dass, das Leben weiter geht und das man nicht aufgeben darf! SJ ist seit diesem Jahr Mama von dem super süßen Teddy (sein eigentlicher Name ist Theodore).

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Freunden und meiner Familie bedanken- ganz besonders bei Dan, Melli, Bea und Esmeralda – Ich liebe euch so sehr! In der Zeit habe ich noch einmal richtig gemerkt wie wichtig mir meine Freunde sind. Sie haben mich besucht, mich abgelenkt, uns unterstützt und ich konnte darüber reden, wie es mir ging, wie ich das ganze empfunden habe und ich durfte einfach ich sein! Das tat mir so gut, einfach in den arm genommen zu werden und zu wissen was ich für tolle Menschen in meinem Leben haben die mich Tag für Tag begleiten!

Bis bald

Eure Tanja