Mama sein – Was Babys wirklich brauchen Der entspannte Weg ins Familienleben

DIESER ARTIKEL BEINHALTET WERBUNG UND IST IN KOOPERATION MIT dem humbold Verlag und Nele Hillebrandt ENTSTANDEN(Rezensionsexemplar)

Moin Ihr Lieben,

jede Mama hätte sich rückblickend, das eine oder andere gewusst zu haben, gewünscht. Egal ob es während der Schwangerschaft, der Stillzeit oder überhaupt das erste Jahr mit Baby gewesen wäre. Wenn die lieben Omas und Nachbarin und manchmal sogar die Hebamme mit Ratschlägen um die Ecken kommen und man denkt „Nee, irgendwie passt das nicht zu uns.“

Stillen oder Flasche, Familienbett oder eigenes Bett, selbst gekochter Brei oder doch Gläschen, Stoffwindeln oder Einmal-Windeln und dann noch der ganze Gefühlswirrwar im Wochenbett. Ach und es gibt noch so unendlich viele andere Themen, wo die Meinungen auseinander gehen.

Umso mehr freue ich mich, Euch das Buch meiner lieben Bloggerkollegin Nele Hillebrandt vorstellen zu dürfen.

Mama sein – was babys wirklich brauchen der entspannte weg ins familienleben

Kurz zur Autorin: Nele ist Erzieherin und hat einen Bachelor of Science in Psychologie. In ihrem Blog faminino.de geht es um ihren Familienalltag, aber auch um Erfahrungen und praktischen Tipps rund um das Familienleben. Ich durfte Nele und ihre kleine Familie letztes Jahr persönlich kennenlernen und was soll ich sagen? Eine tolle, liebenswerte Frau und Mama.

Das Buch ist eine Mischung aus allen Bereichen. Von der Geburt übers Wochenenbett, Stillen oder Flasche geben, Beikost, Transport, Wickeln, über mehr Zufriedenheit, Glücklich statt perfekt und ganz klar – Vorstellung vs. Realität.

Nele berichtet in dem Buch nicht nur über ihre eigenen Erfahrungen, sondern auch über die anderer Mütter. Es ist ein Ratgeber mit praktischen Tipps und allen wirklichen wichtigen Infos rund ums Mama werden und sein.

Mein Fazit zu dem Buch: Ich habe das Buch verschlungen und hab es nicht mehr aus der Hand gelegt. Das besonders Schöne daran ist, dass es einfach so wahr ist – realtalk eben. Es geht nicht ums Vergleichen oder dass man das Gefühl hat, man bekommt etwas aufgezwängt. Im Gegenteil – die Tipps und Informationen sind für eine gute Vorbereitung, auf das was kommt sehr hilfreich.

Ihr könnt das Buch bei Amazon für 19,99€ oder über den Humboldt Verlag bekommen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Bis Bald,

Eure Tanja

1 von 5 – 1 Jahr Fernbeziehung

Moin Ihr Lieben,

es ist geschafft… das erste Jahr unserer Fernbeziehung ist geschafft. Folgen somit nur noch 4. Das Jahr ging so wahnsinnig schnell rum das wir guter Dinge sind, dass die nächsten 4 auch so  verfliegen, zumindest was die Wochenend-Beziehung angeht.

Was hat das Jahr mit uns als Paar/Familie gemacht?

Es gab keinen Tag wo wir nicht kommuniziert haben. Meistens tatsächlich über Whats-App, aber auch nur, weil es einfach schneller geht. Unsere gemeinsame Zeit ist das Wochenende und der Urlaub. Dennoch hat jeder von uns beiden seinen Freiraum. Dan geht zum Sport und ich treff‘ mich mit meinen Freunden. Auch wenn wir die Wochenenden ohne den anderen unterwegs sind ist es für uns wichtig, dass wir entweder Freitag oder Sonntag noch genügend Zeit zusammen haben.

Wir vertrauen einander blind und können uns auf den anderen verlassen. Sicherlich gibt es auch die eine oder andere Situation in der man sich wünscht das der Partner an der eigenen Seite ist. Wir wussten es von anfang an und somit konnten wir uns darauf vorbereiten.

Wir haben uns nicht auseinander gelebt oder lieben uns weniger. Dafür gibt es ja auch keinen Grund.

Quality-Time für Leon wird hier groß geschrieben. Uns ist es wichtig, dass Leon auch alleine Zeit mit Dan verbringen kann, egal ob am Wochenende gezogt wird oder ein ganzes Wochenende DVD geguckt wird.

Was hat die Fernbeziehung von uns gefordert?

Dan fährt jedes Wochenende 800km nur um zu seiner Familie zu kommen. Das ist nicht unbedingt das was man unter dem normalem Pendeln versteht. Jeden Freitag und jeden Sonntag ist er gute 4 Stunden unterwegs. Es kostet Zeit und Energie.

Er musste seinen Sport reduzieren und kann nicht mehr an so vielen Events teilnehmen.

Für mich hat die neue Situation meinen Job „gekostet“. Am Wochenende in der Klinik zu hocken und Nachtdienste zu schieben, passte einfach nicht mehr in unser Familienmodell und somit musste ein neuer Job her.

Ich bin für vieles jetzt wieder allein verantwortlich, muss organisieren und planen – ein Vorteil wenn das Kind so groß ist. Auch die Schwangerschaft ist jetzt zum größten Teil meine Sache, weil er einfach nicht da sein kann.

In manchen Momenten gibt es auch mal Gewissenskonflikte weil der andere einfach gerade nicht da ist. Bei Dan mehr als bei mir.

Natürlich ist auch das Liebesleben eingeschränkt. Logischerweise wenn man nur 3 Tage zur Verfügung hat. Was für uns das erste halbe Jahr wirklich schwer war mit unserem Kinderwunsch.

Gibt es Vorteile an der Fernbeziehung?

Für mich definitv =) Ich war vor Dan jahrelang mit Leon alleine und habe für uns einen Rhytmus erarbeitet mit dem wir am besten zu recht kommen. Dieser Rhytmus änderte sich als Dan zu uns kam. Inzwischen haben wir unseren „alten“ Rhytmus wieder und ich würde behaupten das er wirklich entspannt ist.

Wenn man soweit von einander entfernt ist, kann man sich einfach nicht so leicht auf den Sack gehen.

Man lernt die wenige Zeit die man mit einander verbringt einfach ganz anders zu schätzen und zu lieben. Man ist Dankbar für das was man zusammen erlebt.

Ich kann wieder zeitiger ins Bett gehen… hört sich jetzt zwar egoistisch an aber es ist so. Ich brauche einfach meinen Schlaf und davon so viel wie möglich. Es wird noch witzg werden, wenn das Baby da ist.

Wir haben neue nette und liebenswerte Menschen kennenlernen dürfen.

Was war schlimm oder traurig in dem Jahr?

Die schlimmste Situation war als Leon letztes Jahr seine Blinddarm-OP hatte und Dan nicht da sein konnte. Und das war in der 3. Woche, also noch ganz am Anfang des Jahres.

Ich fand es schade, dass ich ihm übers Telefon sagen musste, dass der Schwangerschaftstest positiv war.

Als ich nachts mit unserer Paula zum Tierarzt musste und eine Not-OP im Raum stand.

Rituale die Helfen…

Jeden Sonntag wenn Dan ins Auto steigt und los fährt winken wir ihm bis er nicht mehr zu sehen ist.

Jeden Sonntag klatschen Leon und ich ab und sagen „Team Leon und Tanja sind am Start“.

Montag ist der neue Putztag bei uns. Da in der Woche keiner da ist der es unordentlich macht. =)

Wir legen ganz viel Wert auf eine vernünftige und liebevolle Verabschiedung und das Dan Bescheid sagt, wenn er angekommen ist.

Für uns ist es auch wichtig, dass wir uns Absprechen. Wenn Dan kein frei bekommt, Leon aber kurze Ferien wie zu den Zeugnissen hat, fahren wir einfach zu ihm um etwas „Alltag“ zu haben und zusammen sein können.

Wir sind sehr gespannt wie sich das nächste Jahr gestalten lässt mit Teenie und Baby und Hund. Vermutlich wird es nicht einfach und mit Sicherheit auch verdammt anstrengend. Wir haben uns aber für diesen Weg entschieden und schauen einfach wie es funktioniert. Neue Pläne kann man immer machen, nur müssen sie halt gut geplant sein. Momentan gibt es für uns einfach keine andere Alternative. Ich habe zur Unterstützung meine Familie und Freunde vor Ort. Leon hat seine Freunde hier und macht in zwei Jahren seinen Abschluss. Wir haben eine schöne bezahlbare Wohnung mit Garten, auch wenn ein Zimmer fehlt, aber mich stört es nicht mit dem Baby in eine Zimmer zu sein – im Gegenteil ich bin ja auch ein großer Freund was das Familienbett angeht. Ich denke, dass es für Dan eine schwierige Zeit sein wird, da er einfach nicht am direkten Geschehen teilnehmen kann.

Liebe und Familie kennen keine Distanz oder Kilometer.

Wer von Euch führt denn auch eine Fernbeziehung und wie geht Ihr damit um? Lasst mir Eure Geschichten da.

Eure Tanja

Neue Prioritäten und Struktur im Alltag

Moin Ihr Lieben!

Jeder der schwanger ist oder war, weiß dass diese Zeit etwas mit einem macht. Veränderungen sind ab dem positiven Test an der Tagesordnung. Nicht nur das man bestimmte, in meinem Fall meine Lieblingsdinge nicht essen darf, alle paar Wochen zum Arzt muss, man völlig Hormongesteuert durch den Alltag wandelt und einfach alles anders ist. Man macht sich pläne und versucht schon mal einiges zu organisieren und dank des Nestbautriebs auch schon vorzubereiten.

Ich habe seit Mitte November ein betriebliches Beschäftigungsverbot, dass heißt das mein Arbeitgeber mich freigestellt hat, bei weiterer Lohnfortzahlung. Tja, an sich eine schöne Sache, da man sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren kann. Für jemanden wie mich, die ihren Job liebt und gerne macht ein bisschen schwierig, Nun gut, irgendwie musste ich mich ja jetzt dran gewöhnen meine neu gewonne Zeit rum zu kriegen.

Was macht man nun den ganzen Tag daheim? Fürs Babyshopping ist es noch zu früh und so richtig ist mir da noch nicht nach. Die Wohnung ist auch irgendwann sauber, die Wäsche gemacht und die To-Do-Liste so gut wie abgearbeitet. Am Anfang hatte ich meine Geburtstagsparty geplant und organisiert, dann kam die Vorweihnachtszeit und die Feiertage. Doch was ist jetzt? Was mache ich den ganzen lieben langen Tag?

Ich machte mir einen Plan. Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt was jetzt gerade auf die Prioritätenliste gehört. Welche „großen“ Veränderungen kommen noch auf uns zu? Was müssen wir bedenken für ein Leben zu viert? Ich brauchte eine neue Strukturierung, eine neue Ordnung in meinem Alltag, die sich auch bewährt wenn das Baby da ist. Schließlich wäre es ja Qautsch dies nur für die nächsten 4 Monate zu machen.

Meine neue Prioritätenliste

Leon und ich fingen an einen Essensplan zu entwerfen. Jeder Freitag setzen wir uns nach dem Mittagessen hin und überlegen, was wir in der nächsten Woche essen möchten. Daraufhin haben wir beschlossen nur noch diese Dinge einzukaufen, die wir auch wirklich für die Gerichte brauchen. Geld sparen und den Konsum minimieren. Ich koche jeden Tag das Mittagessen und Leon freut sich, dass es fertig ist wenn er aus der Schule kommt. Durch den Plan probieren wir auch neue Rezepte aus, damit wir nicht immer dasselbe essen. Ich hasse es total wenn ich nicht weiß, was ich zu Essen machen soll und frage ich die Jungs heißt es „Mir egal“.

Wo wir auch schon zu Punkt zwei kommen. Es hat mich super gestört, dass ich die ersten Wochen der Schwangerschaft auf Grund der Übelkeit nur vor mich hin vegetiert habe. Es blieb alles liegen. Die Wäsche häufte sich und die Hundehaare führten schon fast ihr Eigenleben. Es hat mich gestört, dass ich nicht konnte wie ich wollte. Jetzt sieht es anders aus. Es geht mir hervorragend und ich hab mehr Energie und so lange das gerade der Status ist, nutze ich es aus. Ich erledige Dinge direkt und versuche möglichst nichts liegen zu lassen. Ich versuche im Haushalt die DInge so zu erledigen, dass ich Zeit spare. Den Geschirrspüler stelle ich zum Beispiel über Nacht an, damit er morgens fertig ist. Ich räume abends bevor ich schlafen gehe das Wohnzimmer und die Küche auf. Ich frage Leon abends schon, was er nächsten Morgen zum Frühstück essen möchte, damit ich es schon vorbereiten kann. Sobald ich eine Waschmaschinenladung voll habe, wird gewaschen und getrocknet.

Punkt 3 meiner neuen Liste ist das wir Platz brauchen. Wir leben zwar in einer 120qm2 großen Wohnung über zwei Etagen, haben aber nur 3 Zimmer. Das Baby wird bei uns mit im Schlafzimmer schlafen, da ich nicht möchte, das Leon sein Zimmer mit einem Baby teilen muss. Um Platz zu schaffen und unser neues Familienmitglied willkommen zu heißen, mussten wir ausmisten, umräumen und aussortieren. Dank der kleinen, süßen und charmanten Japanerin Marie Kondo flog hier einiges raus oder landete bei eBay Kleinanzeigen. Ich fand es enorm was man für Sachen besitzt die man entweder nicht braucht, seit Monaten nicht mehr benutzt hat oder von deren Existenz man nichts mehr wusste.

Nummer 4 meiner Liste – Dinge tun die mir gut tun. Durch den vorherigen Schichtdienst, den ich in der Klinik hatte und ich durch den Jobwechsel selten vor 18.00 Uhr Zuhause war, blieb es ein wenig auf der Strecke , dass ich meine Freunde treffen konnte. Zusätzlich ist es jetzt auch eine gute Alternative, das mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Freundschaften sind wichtig und müssen gepflegt werden. Nicht nur das, sondern ich schaue auch das ich einfach Dinge unternehme, die sich für mich gut anfühlen. Auch wenn das jetzt egoistisch klingt, jedoch weiß ich das dieser Punkt vermutlich wirklich nur bis zur Geburt auf der Liste sein wird. Somit gehe ich zur Schwangeren-Massage, mache einen Schwangeren Schwimmkurs, fahre mit meiner besten Freundin ein Wochenende weg und mit der anderen Freundin ins Musical. Ich lese ein Buch, ganz in Ruhe oder gehe einfach bei schönem Wetter spazieren.

Mein letzter und ein sehr entscheidender Punkt dieser Liste ist das Geld sparen. Jetzt denkt Ihr sicherlich wie kontrovers das ist, wo ich doch gerade geschrieben habe, was ich alles unternehmen will. Aber ja, so ist es! Ich möchte Geld sparen, nicht nur weil die Anschaffung der Babysachen ansteht, sondern auch weil ich bewusst meinen Konsumverbrauch minimieren möchte. Durch das Aufräumen und Aussortieren ist mir klar geworden, dass ich nicht so viel besitzen möchte was ich nicht benötige. Bevor ich jetzt etwas kaufe, überlege ich, ob ich diesen Gegenstand wirklich benötige. Wenn ja, dann geht mein Gedankenkarussell weiter, benötige ich es jetzt sofort oder kann es noch warten bis wirklich das Geld ÜBER ist. Wenn nein, dann kaufe ich es erst gar nicht.

Seit dem ich meine Prioritäten anders gesetzt habe, ist mein Alltag wirklich besser strukturiert. Ich muss nicht zwischendurch los, weil ich was vergessen habe einzukaufen. Meine Entschiedungen treffe ich bewusster und nicht mehr so leichtsinnig. Ich spare an Zeit und nutze die gewonnene Zeit viel bedachter und mehr mit Leon.

Mir ist bewusst, dass sich meine Liste, zumindest ein Teil davon ändern wird, wenn das Baby da ist. Zur Zeit ist diese Umstrukturierung etwas, was mich glücklich macht und was sich für mich bzw. uns richtig anfühlt und darauf kommt es an.

Bis bald

Eure Tanja

Endlich sind wir schwanger!

Moin Ihr Lieben,

ich will Euch heute erzählen wie es bei uns weiter ging nach dem positiven Schwangerschaftstest.

Als ich vom Geburtstag meiner Freundin Heim fuhr, telefonierte ich ein weiteres Mal mit Dan. Es war so surreal. Wir haben endlich POSITIV getestet. Ich war alleine Zuhause. Leon war noch bei meinen Eltern und kam erst am Wochenende wieder. Nur ich und der Hund waren da – und BABY. Am nächsten Morgen ging es für mich zur Arbeit. Und ich kann Euch sagen es war so schwer erst gar nichts zu sagen. Aber Ihr wisst ja, dass ich einen Job habe, bei dem eine Schwangerschaft sofort zu melden ist. Ich hatte ja gerade neu angefangen, somit war ich in der Probezeit und eine Schwangerschaft nach 2 Monaten kommt häufig einfach nicht gut an.

Ich sagte es erst meiner einen Arbeitskollegin, die sofort ihr Frühstück fallen ließ und mich in den Arm nahm. Zack schossen mir schon wieder die Freudentränen in die Augen. Kurz darauf erzählte ich es meinem Kollegen, der meine Leitung ist. Er freut sich auch für mich, allerdings musste er sich nun überlegen, wie es mit mir weiter ging bezüglich der Arbeit.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich hier nicht weiter ins Detail gehen kann. Es ist aber so, dass es mir die Wochen darauf nicht gut ging und auch auf Grund meiner Vorgeschichte krank geschrieben wurde. Inzwischen habe ich ein betriebliches Beschäftigungsverbot bekommen und darf nicht arbeiten. Warum es mir in nicht gut ging, könnt Ihr im Schwangerschafts-Update lesen. Kommt die Tage online =)

Ihr glaubt aber gar nicht wie schön es ist, wenn die Kollegen sich für einen freuen. WIr haben in dieser Schwangerschaft das Mitgefühl, die Freude und das Verständnis bekommen, wofür ich vor 2 1/2 Jahren so sehr gekämpft habe. Damals hat sich fast keiner gefreut. Damals wurde sogar noch gemotzt, dass ich meine Nacht- und Wochenenddienste nicht mehr machen konnte und von Verständnis waren alle Meilenweit entfernt. Leider! Deshalb war ich unheimlich glücklich, wie meine neuen Kollegen und Kolleginnen reagiert haben.

Am selben Tag rief ich noch bei meiner Gynäkologin an, um einen Termin zu machen. Ich musste mir die Schwangerschaft bestätigen lassen. Der Termin war erst eine Woche nach dem Testen, was mich aber nicht störte. Die Schwangerschaft ist einfach ganz anders als die von vor 2 Jahren. Ich hatte es auch jetzt nicht eilig zum Arzt zu gehen. Alles zu seiner Zeit.

Am Wochenende kamen Dan und Leon nach Hause. Dan freute sich so sehr und nahm mich gefühlt für eine Stunde in den Arm. Leon sagten wir es gemeinsam mit „Ich werde großer Bruder“ Meilensteinkarten. Die Karten hatte ich als Geschenk eingepackt und er musste es auspacken. Seine Begeisterung war natürlich wie erwartet und so wie es sich für einen 13 Jährigen gehört. =) Es fühlte sich so gut an zu wissen, dass wir bald zu viert sind. Dennoch haben wir auch Leon gesagt, dass es immer noch sehr früh ist und es sein kann, dass das Baby wieder geht. DAS war und ist unsere größte Angst.

Die Wochen vergingen nur so, es folgten Arztbesuche, Panikattacken und eine Menge Übelkeit. Und meine Geburtstagsparty stand auch noch an. Aber davon erfahrt Ihr in den Schwangerschafts-Updates mehr.

Habt einen schönen Abend.

Eure Tanja

 

 

Hallo Baby

Moin Ihr Lieben,

das neue Jahr ist schon 5 Tage alt und ich dachte ich spanne Euch nicht lange auf die Folter.

WIR sind schwanger

Jap. Seit knapp 17 Wochen wissen wir, dass wir im Sommer 2019 zu viert plus Paula sein werden.

Zurück zum Anfang…

Es war Anfang Oktober. Wir hatten Herbstferien und sind nach Köln zu Dan gefahren über den 3. Oktober. Da hab ich noch nicht einmal dran gedacht, dass es hätte so sein können. Als wir am Feiertag überlegten, was wir machen können, entschieden wir uns den Drachenfels zu besteigen. Ein Berg von dem man ganz wundervoll das Siegerland sehen kann und einen zauberhaften Blick auf den Rhein hat. Ich war mehr als kurzatmig auf dem Weg nach oben. Doch auch da dachte ich nicht im geringsten daran, sondern eher an meine fehlende Kondition.

Als wir wieder Zuhause waren, schlich sich immer mehr der Gedanke ein, ob es vielleicht jetzt so weit wäre. Hat es wirklich geklappt? Sollte es nun soweit sein? Dan holte mich aber schnell aus meiner Traumwelt und auf den Boden der Tatsachen zurück. Sonntag sagte ich zu ihm, dass er zur Notfallapotheke fahren soll um einen Test zu holen, da ich es ihm nicht wieder am Telefon sagen will, falls es doch so weit sein sollte. Er ist natürlich nicht losgefahren. Den Abend war ich schon überfällig 1 oder 2 Tage. Da ich weder krank war, noch Stress hatte war es sehr untypisch das ich überfällig war.

Der Alltag ging am nächsten Tag weiter. Der Mann in Köln, das Kind bei der Oma (wir hatten ja noch eine Woche Ferien) und ich ging wieder zur Arbeit. Esmeralda, die natürlich eingeweiht war fragte gefühlt stündlich ob ich einen Test gemacht habe? Ich wollte aber keinen Test auf der Arbeit machen und da ich wusste, ich sehe sie abends noch auf dem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin wollte ich den Test auch irgendwie nicht alleine machen. Nach der Arbeit zog ich also los. Mein erstes Ziel war der Budni in der Europapassage. ich holte einen Schwangerschaftstest und steckte ihn ganz tief in den Rucksack. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte es noch ein bisschen vor mir her schieben.

Auf dem Geburtstag angekommen war erst einmal alles normal. Dem Geburtstagskind überbrachte ich die Glückwünsche und das Geschenk und verschwand im Bad. Wie ein Schwangerschaftstest durchzuführen ist, wisst Ihr ja und deshalb erspare ich Euch die unschönen Details. Da stand ich nun in diesem fremden Bad und wartete auf das Ergebnis. Neben an wurde erzählt und gelacht und ich war voller Unsicherheit. Was wenn es doch nur falscher Alarm ist? Wenn die Hoffnung doch wieder größer ist als alles andere? Der Blick auf den Test gab mir Klarheit.

Da war er der zweite Strich. Oh mein Gott! da ist ein zweiter Strich. Mir liefen die Tränen über die Wangen ohne das ich sie aufhalten konnte. Freude und Angst, Erleichterung und Unsicherheit wechselten sich ab. So stand ich da mit einem absoluten Gefühlschaos, Tränen die voller Freude kamen und einen Test mit einem zweiten Strich in der Hand. Nach ein paar Minuten sammelte ich mich. Die verschmierte Wimperntusche weggewischt, den Test in den Rucksack gesteckt und los ging es. Ich wollte dem Geburtstagskind nicht die Show stehlen, denn es war ihr Tag und nicht meiner. Esmeralda schaute mich völlig erwartungsvoll an und sie bekam ein freudestrahlendes Nicken als Antwort. Sie freute sich für mich mit, klatschte unaufällig in die Hände und strahlte über das ganze Gesicht.

Nach dem Essen verschwand ich noch einmal kurz um es Dan zu sagen, da ich wusste, dass ich ihn später nicht ereichen konnte. Es war komisch ihm das Ergebnis am Telefon zu erzählen und brachte die Erinnerungen von vor 2 Jahren hervor. Wir freuten uns, doch die Angst war präsent. Die Angst das es wieder schief geht, dass wir wieder enttäuscht werden und das wir wieder diesen Weg gehen müssen. Es war seltsam. Wir sollten uns mehr als alles andere auf der Welt freuen. Wir haben schließlich 2 1/2 Jahre auf diesen Moment gewartet. Wirklich real fühlte es sich trotzdem nicht an. Wie sehr ich mich auch bemühte. Es war als würde ein Schleier über uns liegen.

Nach dem ich mit Dan telefonierte, musste ich meinen besten Kumpel noch anrufen und es ihm mitteilen. Auch er freute sich sehr für uns. Anschliessend ging ich zurück zu den anderen und feierte den Geburtstag mit meiner Freundin, wohl wissend das sich ein kleiner Bauchbewohner in mir befand.

Dieses Mal wollte ich es nicht allen auf anhieb erzählen. Das Gefühl sagte mir einfach das ich unser kleines Wunder erst einmal für mich behalten soll.  Nicht aus Angst allen wieder zu sagen das es schief gegangen ist – wenn es so gewesen wäre, sondern einfach weil es sich richtig angefühlt hat nichts zu sagen.

Wie es weiter ging erfährst du in den nächsten tagen…

Ich will jetzt gar nicht weiter auf unsere Angst eingehen, dazu kommt noch ein weiterer Post.  Genauso wie es jetzt eine neue Kategorie gibt auf dem Blog und Schwangerschaftsupdates. Hach, was freu ich mich Euch nun endlich auch daran teilhaben lassen zu können. Vielleicht wusste der eine oder andere es schon durch meinen Instagram Account.

Der Beitrag soll auch nicht unendlich lang werden, obwohl ich noch so vieles schreiben könnte =) also schaut vorbei auf dem Blog, denn es gibt noch einiges das ich Euch berichten werde.

Bis bald,

Eure Tanja

Der Sprung meines Lebens

Moin Ihr Lieben,

wahnsinn jetzt ist es schon fast ein Jahr her, als ich aus einem Flugzeug gesprungen bin. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich bin aus einem Flugzeug gesprungen. Aber ich will von vorne erzählen.

Als ich damals im Alter von Leon war und die ersten Staffeln von Germanys Next Top Model geschaut habe, war ich faszinierd von dem Shooting an der Hauswand. It’s called HOUSE RUNNING, sagte Heidi damals zu den Mädels. Ich schaute meine Mama an und sagte: Mama, das will ich auch! Ich erntete ein leichtes schmunzeln von meiner Mom. Als ich älter wurde, habe ich mir immer wieder gesagt ich, dass ich mir zum 25. Geburtstag das House Running wünsche. Das war mein Ziel. Ich wurde 25 und habe von meinen Eltern tatsächlich ein House Running in Hamburg geschenkt bekommen. 50m an der Außenwand vom Holiday Inn runter laufen. Was für ein tolles Gefühl.

Doch was hat das jetzt mit meinem Sprung aus dem Flugzeug zu tun?

Als ich unten wieder angekommen bin und das Adrenalin durch meinen Körper floß, wusste ich das ich mehr wollte. Ich sah meine Eltern, meinen Bruder und meine Freunde die mit dabei waren an und sagte: So zum 30. Geburtstag dann bitte einen Fallschirmsprung. Auch hier erntete ich eher nur ein Lächeln.

Vor einem Jahr ging es in die alte Heimat Richtung Oldenburg, zum Geburtstag meiner Tante. Wir waren alle zum Frühstück auf einem Sportflugplatz eingeladen. Es gab leckeres Essen und nette Gespräche. Als die Sonne rauskam, waren die ersten Springer in der Luft. Sie segelten wie mit Federn auf den Boden zu. Ich schaute meine Eltern an und sagte: Das wärs jetzt! Mein Stiefdad meinte: Alles klar, wenn Du springen willst, dann machen wir das heute.

Äh, wie jetzt? HEUTE? HEUTE! Nach dem Frühstück sind meine Eltern, mein Bruder und ich mit Leon zu der Fallschirmsprungschule gegangen und haben nachgefragt. Tatsächlich war es möglich, nur musste der Springer der Tandems springt noch gefragt werde. Dieser war zu dem Zeitpunkt noch in der Luft, somit hieß es warten. Dan war nicht dabei. Ich rief ihn an und meinte: Babe, ich mache jetzt gleich einen Fallschirmsprung! Er so: Äh gehts noch? Tja na dann viel Spaß. Der Springer namens Alex kam auf mich zu, er wurde gefragt, stimmte zu und somit kam ich nicht mehr aus der Nummer raus. Mein Bruder schüttelte nur mit dem Kopf und fragte die ganze Zeit wie man so bekloppt sein kann. =) Meine Mom hatte wahnsinnige Angst und fragte ob ich es wirklich machen will.

Ich bekam einen Sprunganzug, eine kurze Einweisung und dann gehörte der nächste Flug schon uns und es ging los.

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Ich war so unfassbar aufgeregt. Ich saß in einem Flugzeug, von dem ich nicht überzeugt war das es fliegt, mit wildfremden Menschen. Hinter mir ein Mann mit einem Fallschirm der mich wieder sicher auf die Erde bringen sollte. Ob ich mir das wirklich gut überlegt habe? Hmm, ich weiß ja nicht! Aber gut, ich hatte keine andere Wahl. Wir flogen durch die Wolkendecke und die Sonne strahlte mit voller Energie. Es war tierisch kalt immerhin hatten wir den 4. März. Doch durch die Aufregung merkte ich es kaum. Nach ca. 15min Flugzeit und 4500m Höhe ging die Tür des Flugzeuges auf. Die ersten Springer positionierten sich und zack waren sie weg.

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Und da hatte ich einen kurzen Augenblick wo ich dachte; F***K was tust du hier eigentlich? Der Gedanke war noch gar nicht zu Ende gedacht und schon saßen Alex und ich an der Tür. Kopf in den Nacken und schwupps waren wir raus. Es war unglaublich. Ich löste auf auf Kommando meine Hände vom Gurt, winkelte die Beine an und genoß den freien Fall. Der freie Fall war nicht einmal 1min lang, aber es war unglaublich! Atemberaubend, phänomenal und einzigartig. Es war kalt, meine Augen tränten und ich habe einen ziemlichen Druck in den Ohren gehabt. Doch das war mir egal.

Wir hingen zusammen an diesem Fallschirm und ich durfte ihn steuern. Ich flog in so großer Höhe über meine alte Heimat. Ich war stolz, aufgeregt und einfach nur sprachlos. Wir segelten langsam Richtung Boden. Die Landung war ein wenig hart und nass, aber das war auf alle Fälle der Sprung wert.

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Unten wieder angekommen, sah ich die Erleichterung bei meiner Familie. Ich war unheimlich glücklich. Meine Knie zitterten ein wenig und das Adrenalin schoss durch meinen Körper. Ich meldete mich bei Dan und konnte es noch gar nicht richtig fassen, dass ich es wirklich getan habe.

Wir schauten uns alle zusammen das Video an, welches Alex mit der Hand-Cam gemacht hat. Selbst als ich das Video sah, konnte ich es immer noch nicht ganz glauben. Ich bedankte mich bei meinen Eltern, dass sie mir diesen Traum erfüllt haben. Einen Traum den ich lange hatte und endlich wahr wurde. Wer denkt schon daran, nach einem Familiengeburtstagsfrühstück einfach mal so, ganz spontan aus einem Flugzeug zu springen. Ich nicht!

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Ich kann es jedem nur empfehlen, einmal so einen Sprung zu machen. Die Welt aus einer ganz anderen Perspektiven zu sehen. Etwas verrücktes zu machen, über sich hinaus zu wachsen.

If you can dream it, you can do it! – Walt Disney

 

In diesem Sinne,

Eure Tanja

Hier geht es zur Fallschirmspringschule YourSky

Next Station Köln

Moin!

Lange wussten wir nicht, was auf uns zu kommen wird dieses Jahr. Doch seit geraumer Zeit ist es raus und das möchte ich mit Euch teilen.

Dan ist, wie viele von Euch ja wissen, Soldat und somit sind auch öfter mal Verstezungen angesagt. So wie in diesem Jahr.

Damals als wir gerade frisch zusammen kamen, sagte er nach dem zweiten Date, wo wir eigentlich schon wussten, dass wir zusammen sein wollten, er müsse im August für 1 Jahr nach Rostock. Ein Jahr Rostock hieß 230km Entfernung, Wochenend-Beziehung und das gemeinsame Leben wird nur am Wochenende und im Urlaub statt finden. Und das wo ich grade jemanden gefunden habe, mit dem ich einen normalen Alltag gestalten wollte. Wenn ich mit Dan weiterhin zusammen sein wollte, hatte ich also keine andere Wahl und musste es in Kauf nehmen. Immerhin wusste ich von Anfang an, was es heißt einen Soldaten als Mann zu haben. Das Jahr haben wir überstanden und ich wusste es wird nicht das einzige Jahr gewesen sein. Leider!

Jetzt zwei Jahre später steht die nächste Versetzung an. Dieses Mal allerdings für 5 Jahre! Ja richtig gelesen – 5 JAHRE! Erst sollte es ab 01.10.2018 nach Koblenz gehen, doch nach kurzer Recherche und ein paar Gesprächen mit Kollegen wurde aus Koblenz, Köln und dann auch noch ein halbes Jahr eher. Somit heißt es ab 01.04.2018 Köln- Buxtehude Buxtehude-Köln.

Aber was macht man als Familie in so einer Situation? Alles aufgeben und abbrechen? Es als neue Chance sehen und neu anfangen? Das Kind überall rausreißen und das gut funktionierende soziale Netzwerk hinter einem lassen?

Fragen über Fragen.. Wir haben viel, oft und lange geredet. Ich habe mich mit Freunden getroffen um mir Ratschläge zu holen. Ich hatte meine Prioritäten, die konnte ich nicht einfach so vergessen oder ignorieren. Es gab Feste die noch gefeiert werden sollten und zwar hier, im Norden. Ich bin eine Mensch der Sicherheiten brauchte. Hätte ich diese noch?

Den Norden zu verlassen und die Elbe gegen den Rhein zu tauschen, machte mir Angst und es ging mir auch bei dem Gedanken überhaupt nicht gut. Natürlich hätte ich es als neue Chance sehen können, als berufliche Neuerung und als aufregende Herausforderung. Doch das hätte auch einfach sehr viel mit sich gebracht. Mitten im Schuljahr die Schule wechseln. Bewerbungen schreiben und nicht wissen, ob ich gleich einen Job finde. Das einzige was mich nicht davon abgeschreckt hatte, war neue tolle Menschen kennen zu lernen.

Es war zeitlich alles sehr ungünstig. Ein halbes Jahr eher als gedacht, 6 Monate weniger Zeit zum Planen. Und da die Bundeswehr auch eher viel Zeit in Anspruch nimmt Dinge zu bearbeiten, wussten wir auch nicht wie es finanziell aussehen wird.

Ich durchstöberte vorsichtshalber mal die Immobilienseiten und bin fast vom Stuhl gefallen, als ich die imens hohen Mieten sah. Da will noch einer mal sagen das Hamburg teuer ist… tz…

Ich bin in letzter Zeit oft in Hamburg gewesen und was soll ich sagen? Ich lief durch die Mö-Straße, sah den Hafen von der Autobahn oder der S-Bahn und bin die Alster entlang geschlendert. Ich war noch nicht bereit diese wundervolle Stadt, meine Heimat, mein Zuhause zu verlassen. Elbe – Rhein, Rhein – Elbe… nein das ging nicht. Mir kamen die Tränen als ich durch mein geliebtes Hamburg lief, zu wissen dieses eventuell zu verlassen. Auch wenn es nach 5 Jahren zurück gehen würde. Ich würde so starkes Heimweh in den Norden bekommen, dass ich einfach nicht glücklich wäre.

Nicht nur mir gefiel der Gedanke nicht umzuziehen, sondern auch Leon hatte seine Bedenken. Er fand es zwar auch aufregend, aber der Gedanke seine Freunde nicht mehr zu sehen zu können, machte auch ihn traurig. Uns zur Liebe hätte er es aber mitgemacht, er hatte ja auch keine andere Möglichkeit. So saßen wir also da, mit lauter Fragezeichen im Gesicht, voller Unwissen und voller Pro- und Kontralisten.

Dan kennt diese Situation und für ihn ist es Alltag. Er hat sich vor Jahren dazu entschieden der Bundeswehr da zu dienen, wo man ihn braucht. Er hat damals allerdings keine Familie gehabt und mit Familie sieht das Ganze dann doch etwas anders aus. Damals ist er von der Kaserne bis Dresden jedes Wochenende gependelt. Köln – Buxtehude bedeutet 389km, knapp 4 Autostunden auseinander und das ganze 1827 Tage. Wollten wir das wirklich auf uns nehmen und so weit von einander getrennt sein?

Als Dan mit einigen Neuigkeiten von der Arbeit Heim kam, wurde uns die Entscheidung mehr oder weniger abgenommen. Der Antrag auf Trennungsgeld wurde genehmigt. Die Miete würde finanziert werden und er könne eventuell einen Teil der Arbeit als Homeoffice erledigen. Und nicht nur das, wenn es jemanden geben würde, der unbedingt nach Köln möchte, kann er eventuell seinen Posten tauschen.

Somit haben wir entschieden, dass wir (bis jetzt) 5 Jahre lang, ab dem 01.04.2018 eine Fernbeziehung führen werden. Leon und ich werden weiterhin hier im Norden bleiben und mein geliebter Mann wird es auf sich nehmen und jedes Wochenende pendeln. Ich weiß, dass wir nicht die einzige Familie sind, die so eine Last auf sich nehmen muss. Es gibt viele Familienväter und Mütter die beruflichbedingt pendeln. Dan hat aus Rücksicht zu mir und meiner Verbundheiten zum Norden, darauf verzichtet mich zu überreden doch mitzukommen. Ich muss Euch, denke ich nicht wirklich sagen, wie sehr ich ihn dafür liebe, oder?

Eine Wochenend-Fernbeziehung auf so lange Zeit gesehen, ist und wird alles andere als einfach. Sich nicht auseinander zu Leben und weiterhin für einander da zu sein ist wirklich schwer aber nicht unmöglich.

Damals als ich die Diagnose der Fehlgeburt bekommen habe, war Dan in Rostock. Weit weg von mir und konnte mich in dem Moment nicht in den Arm nehmen. Doch ich wusste, dass er nicht weg konnte und er in dem Moment ganz alleine war. Ich hatte Leon, meine Familie und meine Freunde hier vor Ort, die alle für mich da waren. Doch wen hatte er? Niemanden!

Ich schmeiße den Laden hier, wasche im Akkord am Wochenende die Klamotten und packe alles wieder für die nächste Woche zusammen. Ich verabschiede ihn mit einem Kuss und einem „Ich liebe dich“ an der Tür und hoffe, dass jede Woche einfach schnell rumgeht. Er hingegen ist der, der sich das zwar ausgesucht hat, aber dennoch alleine ist. Alleine in einer fremden Stadt, weit weg von Zuhause. Weit weg von seiner Familie. Er muss sich an ein fremdes Team gewöhnen, sich neu orientieren und eine Strecke, die kein Katzensprung ist, fahren. Natürlich werde auch ich möglichst oft runter fahren um bei ihm zu sein.

Zusammen halten, die Bindung nicht verlieren und trotz Entfernung für einander da sein, dass und nur das steht bei uns an erster Stelle. Es wird nicht einfach aber machbar sein!

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Wem von Euch geht es genauso? Wer führt von Euch eine Fern- oder Wochenendbeziehung? Habt Ihr Tipps wie man am Besten damit umgehen kann? Ich freue mich von Euch zu lesen.

Eure Tanja

2017 – mein Jahr auf einem Blick

Moin Ihr Lieben,

ich hoffe Ihr seit alle gut ins neue Jahr gestartet. Schon verrückt das bald die erste Woche des neuen Jahres schon wieder rum ist. Ich möchte Euch heute mein persönlichen Jahresrückblick zeigen.

Ich weiß noch, wie Dan und ich uns Silvester 2016 anschauten und meinten „2017 wird unser Jahr“ =) na klar… Wenn ich so darauf zurück blicke, kann ich nicht behaupten, dass es ein ganz schlechtes oder ein ganz besonders gutes Jahr war. Ich würde sogar sagen, es war ein Durchschnittsjahr, mit tollen Momenten, Überraschungen und Situationen mit denen wir nicht gerechnet hätten.

Am besten ich fang von vorne an:

Januar

Im Januar gab es für meine Esmeralda eine Babyshowerparty. Es war so schön zu sehen wie sie sich gefreut hat. Ich musste leider ziemlich zeitig an dem Tag los, weil ich zum Nachtdienst musste und wir hier im Norden so ein heftiges Glatteis hatten, sodass ich mit 60km/h über die Autobahn fahren musste. Den Nachtdienst werde ich auch nie vergessen!

Leon und ich sind dann das Wochenende drauf nach Nürnberg gefahren um meine Kur-Mädels wiederzutreffen und um mal richtig Rodeln zu gehen. Das ist hier im Norden nämlich ein wenig schlecht – so ohne Berge. Leider war das auch das einzige Mal wo ich meine Mädels gesehen habe für 2017. Das komplette Mädels-Wochenende könnt Ihr hier nachlesen.

Ein Frauenabend in der Freien Evangelischen Gemeinde stand im Januar auch noch an. Natürlich mit meiner Freundin Bea. Thema des Abends Dankbarkeit. Der Abend war wundervoll! Mehr über den Abend könnt Ihr hier erfahren.

Unsere Freunde aus Dresden haben ihr Baby bekommen und wir waren total glücklich über diese Nachricht.

Und am Ende des Monats gab es auch noch die Halbjahreszeugnisse und Zeugnisferien. Was wir an dem verlängerten Wochenende gemacht haben erfahrt Ihr hier.

Februar

Anfang Februar hat meine Esmeralda ihre kleine Prinzessin auf die Welt gebracht. Ich hatte Nachtdienst und war die ganze Zeit in Gedanken bei ihr. Am Nachmittag durfte ich die zauberhafte Prinzessin kennen lernen und was soll ich sagen. Es war so schön zu sehen wie meine beste Freundin glücklich mit ihrer eigenen kleinen Familie ist.

Ich habe im Februar mit meiner Freundin Bea einen Englischkurs angefangen. Ich wollte und will immer noch meine Sprachkenntnisse verbessern und es war auch gleichzeitig eine schöne Art sich einmal die Woche mit ihr zu treffen.

Mein erster Bloggerworkshop stand an. Ich habe wundervolle Menschen kennen gelernt und einfach eine Menge dazu gelernt. Ich habe Dinge gesehen von deren Existenz ich absolut keine Ahnung hatte und die mich einfach beeindruckt haben. Denn der Workshop fand bei der Tortenmesse in Hamburg statt. Hier entlang zum Beitrag.

Als Quality- und Familienzeit haben wir uns die Motorrad- und Babymesse ausgesucht und auch da gab es Dinge die einfach sehr beeindruckend waren.

Es gab aber auch einen Tag in dem Monat, den ich gerne gestrichen hätte. Der errechnete Geburtstermin, der aber nicht mehr statt fand. Ich hatte gedacht, dass es mich nicht so runter zieht aber falsch gedacht. Wie ich mich an dem Tag gefühlt habe, könnt Ihr hier lesen.

März

Anfang März bin ich einfach mal so, ganz spontan aus einem Flugzeug gesprungen und habe meinen ersten Fallschirmsprung gemacht. Ja, Ihr habt richtig gelesen. 4500m Höhe, ein Profi-Fallschirmspringer und ich. Es war so unglaublich. Aber davon werde ich Euch noch berichten. Versprochen!

Dan und ich hatten endlich mal wieder eine Date-Night. Wir haben uns einen schönen Abend im Schmitz Tivoli in Hamburg gemacht und haben uns Eure Mütter angeschaut. 3 Männer die echt einfach mega witzig sind. Wir haben 2016 schon ein Programm von denen gesehen und wollten uns das Neue nicht entgehen lassen. Ich kann Euch Eure Mütter nur empfehlen. Sketchcomedy vom Feinsten.

Die große Bloggerkonferenz in Hamburg fand im März auch statt. So viele wundervolle, tolle und kreative Menschen auf einen Haufen. Herrlich! Das schöne daran ist, dass ich mit einigen Bloggern heute noch in Kontakt stehe und durch diese Event eine Menge gelernt habe. Den Beitrag dazu findet Ihr hier.

Ende März habe ich IHN kennengelernt und da wusste ich noch nicht wie ER mein Leben verändert.

April

Leon durfte einen Tag mit zu mir auf die Arbeit. Er hatte von der Schule den Zukunftstag, früher hieß der Tag „Girlsday“. Es war so süß mit anzusehen wie er sich um die Patienten gekümmert hat und mit den älteren Herrschaften erzählt hat. Als würde er nie was anderes tun. Leon hat an dem Tag aber auch selber einmal gemerkt, wie anstrengend es ist 8 Stunden auf den Beinen zu sein.

Ich bin im April das erste Mal auf dem Hamburger Kiez feiern gewesen. Ich sag nur ein Wort SUCHTGEFAHR! Ich geh inzwischen so gerne auf dem Kiez feiern. Es macht einfach so viel Spaß.

Der Bau unserer Terasse fing an, genauso wie die Umgestaltung meines Beetes. 2018 wird der Rest des Gartens gemacht.

Ende April ging es für mich und Esmeralda sowie 4 anderen Mädels nach Klütz Vegas. Mädels-Wochenende an der Ostsee. Es ist jedesmal einfach nur schön dort zu sein. Vor 3 Jahren haben wir dort den Jugengesellinnenabschied von Esmeralda gemacht.

Mai

Mein Prinz hatte Geburtstag was bei uns ganz groß gefeiert wurde. Mit den Kumpels ging es in die Fun Arena mit anschließender Übernachtung und die Verwandten kamen zum obligatorischen Kaffee und Kuchen einen Tag später.

Im Mai habe ich mich für XLETIX angemeldet und angefangen zu trainieren. Da war die Vorfreude extrem hoch. Mein Bruder und ER haben sich auch angemeldet, denn wir waren ein Team das ein Ziel hatte.

Für Leon ging es im Mai auch noch ins JUCA. Ein Zeltlager was immer über Himmelfahrt statt findet. Und ratet mal wer dieses Jahr auch wieder dabei sein wird? Richtig! Es ist ein Zeltlager der FEG (Freie Evangelische Gemeinde) und steht unter dem Stern Jesus und Gott. Es kommen über 300 Kinder aus ganz Deutschland zusammen und meistens sehen sie sich alle im Zeltlager wieder. Er hat jedes Mal so einen Spaß dort. Sonntags am Abholtag ist jedoch nicht mehr viel mit ihm anzufangen. Duschen und ab ins Bett =)

Juni

Anfang Juni habe ich die Freundin meines Bruders kennengelernt. Sie ist Fotografin in Kiel und hat ein so tolles Fotoshooting mit mir und Leon gemacht. Die Bilder sind großartig geworden. Einige findet Ihr auch hier auf dem Blog.

Im Juni begonnen die Sommerferien. Am Tag der Zeugnisse somit der letzte Schultag zog ich mir meinen Muskelfaserriss zu. Meine Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen, denn ich wollte die Zeit nutzen um zu trainieren. Stattdessen lag ich wochenlang auf dem Sofa und war froh keine Schmerzen zu haben.

Dan und Phoebeus liefen den Hella Halbmarathon in Hamburg. Esmeralda, ich und die Kinder waren natürlich auch mit dabei um unsere Männer an zu feuern. Wer von Euch ist schon einmal durch den Alten Elbtunnel zu Fuß gelaufen? Ich sag Euch, mit Gehhilfen da durch ist es auch wie ein Halbmarathon. Was macht man nicht alles um den Mann zu unterstützen.

Juli

Dan hatte Geburtstag und dieses Jahr viel der leider sehr minimal aus. Ich konnte nicht viel machen bedingt durch meine Verletzung und er hatte auch keine große Lust zu feiern.

Leon hat von Esmeralda und Phoebeus eine Stadtrundfahrt in Hamburg zum Geburtstag geschenkt bekommen. Da es die ganzen Ferien bis lang geregnet hatte, haben wir einen Tag gefunden an dem es nicht geregnet hat, um uns die schönste Stadt der Welt anzuschauen. Hier geht es zur Stadtrundfahrt.

Leon ist die zweite Hälfte der Sommerferien bei meinen Eltern gewesen und mit ihnen und dem Wohnmobil ging es nach Österreich und weiter nach Italien. Urlaub mit Oma und Opa. Das neue Wohnmobil meiner Eltern musste ja schließlich getestet werden.

Dan und ich waren auf der Silberhochzeit seines Dartkollegens eingeladen. Es war eine sehr schöne Hochzeit und ein wundervolles Paar.

August

Im August fing Leons Konfirmandenunterricht an. Zum Begrüßungsgottesdienstes ging es für uns in die Kirche und das Wochenende danach ging es für Leon gleich schon auf die Konfa-Freizeit. Echt wahnsinn wie die Zeit verfliegt.

Dan und ich sind im August das erste Mal zusammen Feiern gewesen. Auf einer Zeltparty wie es sich auf dem Dorf gehört. ER war auch dabei und hat mir an dem Abend die Augen geöffnet. Es war ziemlich schmerzhaft für mich IHN so zu sehen wie an dem Abend und ich wusste, dass danach alles anders sein würde. Die Wahrheit tut halt weh. Was es mit IHM auf sich hat könnt Ihr hier noch einmal nach lesen.

Leon seine Klasse hatte Sommerfest. Da ich Elternvertreterin in seiner Klasse war und immer noch bin habe ich diesen Tag vorbereitet und organisiert. es war ein echt schöner Nachmittag.

September

Mein wundervoller Freund Dirk hat geheiratet. Es war so süß ihn so aufgeregt und glücklich zu sehen. An seinem vermutlich schönsten Tag. Ich musste leider an dem Tag alleine mit Leon zur Hochzeit, da Dan das Bett mit einer fetten Magen-Darm-Grippe gehütet hat.

Die wundervollen Cruise Days in Hamburg fanden statt. Schiffe wohin das Auge nur reichte. Es waren nicht irgendwelche Schiffe, nein – es waren DIE Schiffe. Kreuzfahrtschiffe um genau zu sein. Ich bin mit meiner Kollegin Andrea nach Hamburg gefahren, um die Auslaufparade der Cruise Days zu sehen. Haben spontan meinen Freund Stephan von SO – Begeistert Hamburg angerufen um eine Taxifahrt mit der Rikscha zu machen inkl. kleiner Führung und sind nach dem Riesen Feuerwerk der Cruise Days natürlich zum Feiern auf den Kiez gegangen.

Der langersehnte Tag ist gekommen. Mit einer absoluten nicht vorhanden Vorbereitung ging es für mich, meinem Bruder und IHM nach Grömitz zu XLETIX. 20km Laufen und 35 Hindernisse lagen vor uns. Was soll ich sagen, der Tag hatte es in sich und ich habe es geschafft. Ich bin gelaufen (ok eher gesagt gegangen ab einer gewissen Kilometeranzahl), bin über mich hinaus gewachsen und habe eine Menge geflucht. Aufgeben war nie eine Option. Am Ende habe ich es geschafft und bin Hand in Hand mit meinem Bruder und mit IHM durchs Ziel gelaufen. Auch über diesen Tag werde ich noch einmal schrieben.

Das Jonas Monar Konzert im Stage Club stand noch an. Die Karten dafür hatte Leon zum Geburtstag bekommen. Es war ein sehr kleines und feines Konzert. Da das Konzert so klein war, konnten wir mit dem Sänger der Vorband Jetzt kommt Fargo auch noch ein Foto machen. Ein echt cooler Typ aus Berlin.

Ende September ging es für mich zur Medical English Fortbildung nach Fulda. So viel Englisch an einem Wochenende – mir qualmte der Kopf. Unglaublich was man alles falsch sagen kann, wenn die Aussprache nicht richtig ist. Dort auf der Fortbildung habe ich eine MTA aus dem Saarland kennen gelernt. Sie ist eine so tolle Person. Wir haben uns gleich super verstanden. Jetzt schreiben wir fast täglich miteinander und haben häufig zusammen Nachtdienst – sie im Saarland und ich in Buxtehude.

Oktober

Es war soweit und wir sind nach Dresden gefahren. Unser Urlaub den wir eigentlich schon im Sommer machen wollten. Wir konnten endlich den kleinen Mann unserer Freunde kennen lernen und haben wirklich viel unternommen. Da das Wetter nicht so klasse war und erst Dan krank war und ich dann auch noch mit Fierber im Hotel lag, haben wir viel kulutrelles gemacht. Wir haben Museen besucht, sind mit einer alten Dampflok gefahren, ich habe die liebe Sylvie von Mom’s Favorites and More persönlich kennengelernt und haben auch in Dresden eine Stadtrundfahrt gemacht. Zu unserem Dresdenurlaub bitte hier entlang. =)

Kaum Zuhause wieder angekommen ging es für Leon wieder zur Oma. Für mich ging es an einem Wochenende zu einem Konzertmarathon. Erst mit Andrea zu Joel Brandenstein in der Laeiszhalle mit anschließendem Kontrastprogramm auf dem Kiez und den darauf folgenden Tag ging es mit Dirk zu Clueso in die Alsterdorfer Sporthalle und einer zweiten Runde auf dem Kiez. Es hat sich gelohnt, aber es war einfach nur meeeeeegaaa anstrengend.

Ich hatte im Oktober eine Gerichtsverhandlung. Ein Wiedersehen auf das ich auch gerne verzichtet hätte. Es ging um den Unterhalt von Leon. Auch darüber werde ich noch ausführlich berichten.

Meine herzallerliebste Esmeralda ist mit ihrer Familie einfach mal für 8 Wochen weggeflogen. Erst L.A., dann Hawaii und dann New York. Ich wünschte sie würde irgendwann mal sesshaft werden und nicht andauernd weg sein. Mir geht es jedes Mal ziemlich schlecht wenn sie nicht da ist. Ich vermisse sie immer so sehr.

November

Im November ging es für mich und Andrea nach Fehmarn. Ein Wochenende einfach mal weg vom Alltag und uns die Luft um die Nase pusten lassen. Spontan einfach mal mit der Fähre nach Dänemark fahren um in einer Geisterstadt spazieren zu gehen. Oh man was für ein Trip. Wir haben so gelacht. Auch hier zu werde ich berichten.

Mit meiner Freundin Bea und ihrer Familie ging es zu unserem Weihnachtsmarkt hier im Dorf. Bei Kinderpunsch und Lagerfeuer waren die Gespräche mit ihr einfach noch tiefgründiger. Die Kids liefen über den Platz und die Männer quatschten über Männerkram. Ein wirklich schöner Nachmittag.

Im November traf ich mich noch mit der lieben Anna von Familie Motte bei Wonderwaffel in Hamburg. Sie ist eine so tolle Frau und der Austausch mit ihr war einfach nur schön.

Mein Beitrag über meine Freundin Bea wurde zum Elternblogger Lieblingslink November gewählt. Diese Aktion hat die wundervolle Yvi von Mamasdaily ins Leben gerufen. Ich war sprachlos als ich das sah.

Ich durfte Euch einen schönen Dawanda Shop vorstellen und hatte eine ganz tolle Kooperation mit Flora et Labora.

Und zu guter letzt war auch noch mein Geburtstag Ende November, der natürlich gefeiert wurde. Logisch, denn ich liebe liebe liebe meinen Geburtstag.

Dezember

Im Dezember hatten Dan und ich unseren 3. Jahrestag. Den ich nicht mit ihm verbracht habe, sondern auf die Kids meiner Freundin aufgepasst habe. Tja, man muss halt Prioritäten setzen im Leben. Nein, Spaß! Wir sind da nicht so. Wir haben uns jeden Tag und können uns jeden Tag sagen wie sehr wir uns lieben uns das ist viel mehr Wert als an einem Tag.

Der Tag an dem meine Esmeralda wieder kam war auch im Dezember. Oh was hab ich sie vermisst. Trotz Factime Dates!

Ich habe das erste Mal bei der Aktion Die Glucke will wichteln von Dani von Glucke und So mitgemacht. Ich habe eine ganz tolle und bewundernswerte junge Bloggerin als Wichtelpartnerin gehabt. Katrin von Yo solo vivo mi. Schaut unbedingt auf ihrem Blog mal vorbei. Es war echt witzig auf Instagram zu verfolgen, wer alles gewichtelt hat und was in den Päckchen drin war. Dani, dieses Jahr bin ich auch wieder dabei, wenn die Aktion wieder stattfindet.

Natürlich gehört auch Weihnachten zum Dezember. Den 24.12. haben wir ganz gemütlich verbracht. Erst ging es für uns dieses Jahr zur Gospelmesse in die Kirche, anschließend bin ich mit meinem Bruder, der als Weihnachtsmann verkleidet war zu einer Familie gefahren. Abends kamen meine Eltern zum Essen zu uns und daraufhin folgte die Bescherung. Am 1. Weihnachtstag hatte ich Nachtdienst und verbrachte den Abend in der Klinik. Am 2. Weihnachtstag ging es abends für uns zu meinen Eltern zum Raclette essen und schwupp war Weihnachten vorbei.

Zwischen den Feiertagen musste ich arbeiten. Silvester verbrachten wir bei unseren Freunden, mit Raclette essen und Spiele spielen. 2018 kann kommen.

Das war unser 2017 im schnell Rückblick. Wie Ihr seht haben wir so einiges erlebt. Schöne, unschöne, wundervolle und unverhoffte Momente waren dabei. Ich freue mich das wir nun ein neues Jahr haben mit neuen Möglichkeiten, neue Momente zum Sammeln und unvergessliche Situationen erleben dürfen. Was 2018 alles bei uns geplant ist, welche Vorsätze ich habe und wie ich über 2018 denke, erfahrt Ihr im nächsten Blogbeitrag.

Ich freue mich Euch mit ins neue Jahr zu nehmen. Eure Kommentare zu lesen und zu wissen, dass Ihr da seid!

Eure Tanja

Urlaub in Dresden

Moin Ihr Lieben,

Nach dem ganzen Gefühlschaos und Schul- sowie Arbeitsstress wurde es endlich Zeit für unseren wohlverdienten Urlaub. Wir wollten einfach mal wieder raus und nachdem ich im Sommer unsere Urlaubsplanung mit meinem Muskelfaserriss über Bord geworfen hatte, sollten die Herbstferien wenigstens besser werden.

Dan kam die Woche vor unserem Urlaub schon mit einer fiesen Mandelentzündung nach Hause und einem grippalen Infekt. Er tat alles dafür, damit wir trotzdem wegfahren konnten – also immer rein mit den Medis. Das Wochenende nutzten wir vorher noch um eine Biketour durch den Wald zu machen und am Montag hatten wir noch eine Probefahrt arrangiert. Dan möchte sich nämlich ein neues Auto zu legen und die Qual der Wahl ist echt groß.

Am Dienstag (Tag der Deutschen Einheit) wollte Dan eigentlich am Köhlbrandbrückenlauf teilnehmen, jedoch war er so angeschlagen, dass es eher ein Tag auf dem Sofa wurde und die Koffer mussten ja auch noch gepackt werden.

Mittwoch

Es ging richtig zeitig für uns los. Um 6.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Dresden. Ich war echt noch ziemlich müde und war ganz glücklich das Dan den ersten Abschnitt der Strecke gefahren ist. In Fehrbellin haben wir bei McDonalds gefrühstückt und es ging dem Mann überhaupt nicht mehr gut. Somit fuhr ich den Rest der Strecke. Wir waren gegen 12.30 Uhr im Ibis Budget am Altmarkt in Dresden und haben eingecheckt. Schlüssel vom Zimmer, Parkkarte für die Tiefgarage bekommen, alles bezahlt und ab ging es aufs Zimmer.

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Jap – wer mich auf Insta verfolgt hat wusste wir waren keine 5 Minuten im Zimmer und zack sah es so aus =)

Als wir die Koffer abgestellt haben sind wir sofort wieder los um die nächste Apotheke aufzusuchen, was wirklich einfach war, denn wir waren in der Altmarkt-Galerie untergebracht. Aus der Hoteltür raus und in die Galerietür wieder rein. Wer die Altmarkt-Gallerie nicht kennt, es ist ein großes Einkaufscenter (Hier gehts zum Center). In der Apotheke wurden einige Medis noch zusätzlich gegen die Erkältung geholt. Nächster Stop – Starbucks! Eine heiße weiße Schokolade war genau das Richtige in dem Moment für mich. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt bevor es wieder aufs Zimmer ging. In der Kreuzkirche in Dresden zündeten Leon und ich eine Kerze an und staunten nicht schlecht beim Anblick der riesen Orgel. Es ging zurück ins Hotel, wir waren ziemlich kaputt von der Fahrt und haben uns bis wir uns mit unseren Freunden trafen ausgeruht.

Gegen späten Nachmittag sind wir zu unseren Freunden, die im Januar ihr Baby bekommen haben und nun war es endlich an der Zeit den kleinen Mann mal persönlich kennen zu lernen. Wir haben einen Spaziergang gemacht und sind durch Striesen gelaufen und am Elbufer entlang.

Als der kleine Mann ins Bett musste verabschiedeten wir uns auch und verabredeten uns zum Frühstück für den nächsten Tag. Für uns ging es zum Abendessen zu McDonalds und anschließend nur noch aufs Zimmer – Schlafen!

Donnerstag

Um 9.00Uhr waren wir mit Brötchen bei unseren Freunden und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage. Dan ging es immer noch nicht sonderlich besser, aber er war tapfer und hat alles mit gemacht. Dadurch dass es ihm aber auch nicht gut ging, beschlossen wir nur ruhige Aktivitäten zu unternehmen.

Für heute ging es mit der Weißeritztalbahn nach Dippoldiswalde. Eine alte Dampflok und malerische Umgebung. Ursprünglich wollten wir bis hoch ins Erzgebirge fahren, entschieden uns dann allerdings für die halbe Strecke was auch gar nicht so verkehrt war. Ein Stück Nostalgie wirklich schön mit anzusehen. Ich hab mich gefreut über dieses Erlebnis, da ich früher schon gerne Zug gefahren bin. Meine Jungs jedoch waren ganz happy als wir nach einer Stunde wieder zurück waren.

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Als wir wieder im Bahnhof angekommen sind, war unser nächstes Ziel das Deutsche Hygiene Museum. Wirklich ein interessantes Museum mit einer wirklich tollen Geschichte. Ich, als Medizin-Freak fühlte mich da ein wenig wie ein Nerd. Da es um den menschlichen Körper ging, war das auch nicht wirklich schwierig und als ich dann auch noch einen alten Durchleuchtungs-Arbeitsplatz sowie Röntgen-, CT- und MRT-Bilder sah schlug mein Herz natürlich schneller =) Dan nannte mich natürlich gleich einen Streber. Aber hey – die Revanche kommt noch…. Hihihihi

Wir schlenderten durch die Gänge und konnten an einigen Stationen auch Dinge ausprobieren. Zum Beispiel wie etwas unter einem Mikroskop aussah oder wie die Menschen im Alter sich fühlen, sehen, laufen. Leon fand das alles sehr spannend. Er ist ja auch schließlich in einem Alter in dem er was damit anfangen kann.

Leider konnte ich im Museum keine Fotos mehr machen, da mein Akku alle war. Sorry!

Als wir auch das Museum durch hatten ging es zum Döner essen wieder zu unseren Freunden. Dort haben wir den Abend ausklingen lassen.

Freitag

Zum Frühstück ging es wieder zu unseren Freunden. An diesem Tag wollten wir unseren Gutschein fürs Panometer einlösen. Die Ausstellung Dresden im Barock in 360 Grad war der Hammer! Sowas tolles hab ich selten gesehen. Da ich leider die Bilder nicht veröffentlichen darf versuche ich es Euch trotzdem etwas zu beschreiben.

Wir sind eine Treppe runter gegangen vorbei an alten Gemälden. Weiter durch Ausstellungsräume in denen noch mehr Gemälde hingen. Und die waren wirklich nicht hässlich, sondern sehr schön. Sie erzählten von damals die Geschichte über Dresden, in der Barockzeit. Als wir durch die Räume gingen, kamen wir in den Trakt des Hauptaktes. Eine runde Halle, in der Mitte stand eine Aussichtsplattform und an den Wänden die Stadt Dresden mit Elbe und Elbbrücke. Von unten sah das ganze ein wenig verzehrt aus aber oben auf der Plattform, war es der originale Ausblick vom Turm der Hofkirche. Als wenn das noch nicht spektakulär genug war, wurde durch die Lichttechnik das ganze auch noch an die Tageszeiten angepasst, sowie ein Gewitter und Feuerwerk inziniert. Alles an der Leinwand natürlich! Ja, Ihr habt richtig gelesen – Leinwand. Es war alles gemalt bis auf das kleinste Detail! Es war der Wahnsinn!

Damit es für Leon nicht so langweilig wurde, der es jedoch auch sehr imposant fand, und in Dresden auch grade Ferien waren, haben die Betreiber für die Kinder eine Art Schnitzeljagd mit Fragen zu einzelnen Gemälden gemacht. Somit war er beschäftigt und ist auch nicht einfach da durch getrottet.

Auf dem Weg zum Ausgang sind wir durch ein kleines Café gegangen, in dem Souvenirs verkauft wurden. Dan konnte nicht an dem Button vorbei gehen ohne ihn mir zu schenken. Genau dafür liebe ich diesen Mann einfach so sehr.

Bevor wir am Nachmittag mit unseren Freunden eine Stadtrundfahrt machten, haben wir einen kleinen Abstecher bei Dunkin Donuts gemacht. Kurze Verschnaufspause im Hotelzimmer und schon ging es weiter. Auf zur Stadtrundfahrt.

Dresden ist eine wirklich schöne Stadt, besonders wenn man bedenkt das diese Stadt schon mehrfach unter Wasser stand. Obwohl ich die dunkeln Sandsteingebäude gar nicht so hübsch finde, harmoniert alles ganz wunderbar zusammen.

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Der Goldene Reiter

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Die Semper-Oper

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Die Elbwiesen

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Die Elbe

Bei unserem letzten Dresden Urlaub (Hier entlang) sind wir ja mit den Fahrrädern an der Elbe entlang gefahren und hatten eine ganz andere Perspektive auf die Stadt. Die Stadtrundfahrt war wirklich unterhaltsam, aber halt auch ein typisches Touristen Ding.

Nach der 1 1/2 stündiger Tour sind Dan, Leon und ich noch nett Essen gegangen. In einem kleinen, aber feinen Steakhaus in der Weissen Gasse. Für mich ging es danach direkt ins Bett. Mich hat Dans Mandelentzündung und Erkältung eingeholt und mich komplett ausgeschaltet. Während ich mit Fieber und verstopfter Nase im Hotelzimmer lag, sind die Jungs zum Spieleabend zu unseren Freunden gefahren.

Samstag

Nach einer fieberhaften Nacht mit Unterbrechungen zum Nase putzen, sind wir zu unseren Freunden um den Vormittag mit ihnen zu verbringen. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zum Militärhistorisches Museum der Bundeswehr. Dieses Museum ist so unfassbar groß, dass man es nicht an einem Tag schafft alles zu sehen. Ich glaube ich war noch nie in einem so großen Museum. Um zu wissen was wir uns da überhaupt anschauen, nahmen wir an einer kostenlosen Führung teil. Wir hatten übrigens sehr viel Glück, denn an dem Wochenende war der Eintritt zum Museum frei. Dan fand es natürlich richtig gut, als Soldat hat man vermutlich eine andere Bindung dazu. So wie ich im Hygiene-Museum. Wir sind halt beide Nerds was unsere Gebiete angeht =)

Nach der Führung haben wir uns draußen noch den Fuhrpark angeschaut. Meine Vorstellung von einem Panzer wurde ein wenig zerstört, als ich die dort draußen stehen sah. Aber gut – woher soll ich auch wissen wie die Dinger in Echt ausschauen?

Nachmittags sind meine Jungs zu Dans Bruder und haben bis abends ihre Zeit dort verbracht. Am Abend ging es zum zweiten Spieleabend zu unseren Freunden. Ich bin jedoch nach Leipzig gefahren, um da Sylvia von Moms Favorites and More zu treffen. Nach dem ich auch noch richtig im Stau stand, weil ca. 150m vor mir ein schwerer Unfall passierte, habe ich das erste Mal den Sinn einer Rettungsgasse verstanden. Es hat wunderbar geklappt und die Rettungskräfte kamen ohne Probleme durch. Mit kurzer Verspätung kam ich in Leipzig an. Wir trafen uns in der Stadt und sind was Essen gegangen. Hach – es war so schön mit ihr. Sylvi, ihr Mann ist auch bei der Bundeswehr und sie ist eine Leserin, die von Anfang an NordlichtMom verfolgt. Selbstverständlich ging es viel ums Thema bloggen – wie kann es auch anders sein? Blogger unter sich halt =) Schaut doch mal bei ihr auf dem Blog vorbei, den Link dazu findet Ihr da oben oder in meinem Blogroll. Liebe Sylvi, vielen Dank noch einmal, dass ich Dich endlich persönlich kennen lernen durfte und für den wundervollen Abend mit Dir!

Um kurz vor 23h war ich zurück in Dresden und bin völlig erledigt ins Bett gefallen. Naja nicht ganz, denn wir mussten noch packen.

Sonntag

Da wir alle inzwischen krank waren und auch ziemlich erschöpft, wollten wir ziemlich fix nach Hause. Immerhin standen 6 Stunden Fahrt vor uns. Wir hatten am letzten Tag Probleme mit unserem Parkticket und kamen nur mit Hilfe einer netten Frau aus der Tiefgarage. Wir freuten uns sehr nach Hause zu kommen, auf unsere Paula und unser Bett. Dan ist wieder den ersten Teil gefahren und ich hatte noch etwas Zeit um die Augen zu zu machen. Selbstverständlich tauschten wir wieder in Fehrbellin, damit Dan auch noch ein wenig Schlafen konnte.

Kaum das wir Zuhause angekommen waren, wurde unsere Paula auch schon nach Hause gebracht. Koffer ausgepackt, Wäsche angestellt und ab aufs Sofa.

Es war ein so wunderschöner und (abgesehen vom krank werden) erholsamer Urlaub. Einfach mal raus aus dem Alltag, aus dem Gefühlschaos und mal auf andere Gedanken kommen, was anderes sehen. Ich hätte um ehrlich zu sein nicht gedacht, dass ein Urlaub von uns so kulturell sein würde.

Wenn Ihr die Chance habt nach Dresden zu fahren, dann schaut Euch die Stadt an. Dan ist da groß geworden und hat 26 Jahre dort gelebt, Leon und ich haben allersings bei weitem noch nicht alles gesehen. Somit gibt es immer wieder ein Grund für uns dorthin zu fahren.

Bis bald

xoxo Tanja

 

 

Xletix vs. Muskelfaserriss

Moin Ihr Lieben!

Menschen die Dein Herz zum Klopfen bringen, Dein Gesicht zum Strahlen und Dir das Gefühl geben eine wunderbare Zeit zu erleben – lass diese Menschen niemals gehen, denn sie sind ein Geschenk und echte Bereicherung für Dein Leben!

Genau das habe ich vor einigen Wochen kennenlernen dürfen. Wer mich auf Instagram verfolgt hat, kennt IHN inzwischen. Mein bester Kumpel, mein Lieblingsmann 2.0, mein wunderbarer Freund Matze. Matze ist ein so wundervoller Mensch und in nur sehr kurzer Zeit haben wir eine so unfassbar tolle Freundschaft aufgebaut, die ich wirklich nicht mehr hergeben möchte…

Nein – Matze und ich sind KEIN Paar… wir sind beide in sehr glücklichen Beziehungen… Nicht das hier noch Gerüchte entstehen…

Matze war derjenige der mich fragte, ob ich nicht Lust hätte im September in Grömitz bei XLETIX mit zu laufen. 18km mit 30 Hindernissen. Durch Dreck robben, Wände hochklettern, an Seilen wieder runter und und und… Ich war natürlich gleich dabei. Ich wollte schon einmal beim Muddy Angel mitlaufen, ein Hindernislauf für Frauen die sich gegen Brustkrebs einsetzen. Nur leider wollte keiner mit mir mitlaufen und alleine fehlte mir die Motivation. Jetzt hatte ich die Chance und wollte sie auch unbedingt nutzen.

Ich bin eigentlich nicht so der Sportfreak. Ich gehe gerne mal zum Zumba, bin auch im Fitnesstudio angemeldet (was aber nicht heißt das ich hingehe) und mach ab und zu mal Zuhause ein paar Übungen. Aber ich bin ehrlich, hab ich die Wahl zwischen Sport und Sofa bin ich definitv die Couchpotatoe.

So weit so gut… Matze hat mich mit in sein Team genommen, somit würde ich nicht alleine laufen und das Motto von XLETIX ist nun einmal EIN TEAM – EIN ZIEL! Und so haben wir auch angefangen. Ich hab angefangen zu joggen, bin Rad gefahren, habe Intervall-Lauftraining gemacht. Musste pausieren wegen extremen Muskelkater. Ich bin weiter gelaufen bis an meine (Kotz-)Grenze. Ich wollte es schaffen. Ich wollte trainieren für September. Ich kaufte mir neue Sportklamotten sowie ein neues Springseil.

Auch mein Bruder hat sich inzwischen für den Lauf angemeldet, was die ganze Sache noch witziger macht. Samstags 7.00h in der Früh sind die Jungs losgelaufen und ich war mit dem Bike dabei… Egal ob es geregnet oder Gewittert hat – wir haben trainiert. Wir hatten ein Ziel – im September laufen und nicht abloosen.

Ihr habt bestimmt gemerkt das ich in der Vergangenheit geschrieben habe. Richtig – denn ich habe mir auf der Arbeit einen Muskelfaserriss im vorderen Oberschenkelmuskel zugezogen. 3 Tage vor meinem Urlaub. Ich hatte einen Notfall im Nachtdienst und bin sofort losgerannt, merkte ein Ziehen, was ich aber nicht weiter beachtet hatte und als ich das Bein vollbelastet hatte, spürte ich wie es in meinem Oberschenkel gerissen ist.

Abends ging es für mich in die Klinik, weil ich ziemlich starke Schmerzen hatte. Ich bekam Unterarmgestützen, eine Überweisung zum Ultraschall und eine Menge Schmerzmittel. Am nächsten Morgen ging es in die Abteilung zum Ultraschall. Das Ausmaß von dem Ganzen war nicht darstellbar und somit wurde ein MRT gemacht.

Es zeigte sich ein ziemlich großes Hämatom und ein Muskelfaserriss. Absolutes Sportverbot. Ruhig stellen, hochlagern und kühlen. So begann dann auch unser Urlaub. Ich auf dem Sofa, sehr unzufrieden und zu tiefst frustriert. Die erste Urlaubswoche war übersäat mit Arztterminen. Nach ungefähr einer Woche wurde noch einmal ein MRT zur Kontrolle gemacht um zu sehen, ob das Hämatom rückläufig ist. Tatsächlich ist es kleiner geworden aber der Riss erstreckt sich trotzdem über 7cm.

Das linke Bild ist das erste MRT und das Ganze weiße ist die Einblutung, Das rechte Bild zeigt das die Einblutung so gut wie weg ist, aber der Riss wie gesagt ist noch da.

Durch diesen Mist musste ich auch Thrombose-Spritzen nehme. Soll ich Euch was sagen? Ich hasse diese Dinger. Spritzen allgemein sind absolut nicht mein Fall. Den ersten Abend habe ich ungelogen 3 Stunden damit verbracht, mich darauf einzulassen, mich zu pieksen. Ich selber hätte es nicht ansatzweise geschafft. Irgendwann war ich soweit bereit, dass Dan spritzen sollte und da kommt auch Matze wieder ins Spiel. Matze war an dem Abend bei uns, um mich zu unterstützen und um mit Dan und Leon Playstation zu spielen. Das Endresultat war, Matze hat mich festgehalten, Dan hat gespritzt und ich hab geheult wie ein Schlosshund. Jeden Abend sollte mich das nun begleiten und ich wurde mit jedem Abend besser. Erst noch mit schreien und fluchen aber dann war ich tapfer und habe nur noch geatmet.

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Am Montag hatte ich einen Termin bei einem Chirurgen. Leider nahm er mir jegliche Hoffnung das ich bei XLETIX mit machen kann. Bis Ende Juli definitv kein Sport und danach? Das weiß noch keiner. Abwarten wie der Verlauf ist. Momentan kann ich noch immer keine großen Strecken ohne Unterarmgehstützen machen, geschweige denn das ich mein Bein komplett strecken kann. Ich darf aber langsam und das wirklich im Faultiertempo anfangen mein Bein zu belasten und brauche ein Glück keine Spritzen mehr. De Schmerzen sind aber immer noch ziemlich heftig.

Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen wie ich mich gefühlt habe bzw fühle. Ich hätte eigentlich mit Dan und Leon Urlaub.Großartige Sachen können wir nicht machen und wenn das nicht schon genug wäre – ich kann auch keine Vorbereitung für den Lauf anfangen und mitlaufen schon gar nicht.

Es sind grade 2 1/2 Wochen rum seit dem Vorfall. Die Prognose vom Chirurgen sind 8-10 Wochen bis zur Vollbelastung.

Also wenn Ihr Tipps habt oder Ihr selber sowas schon einmal hattet und ein Geheimrezept habt wie es schneller weggeht oder auch einfach nur etwas gegen Langeweile habt, dann schreibt es mir in die Kommentare. Ich freue mich auf jede einzelne Abwechslung.

Passt auf Euch auf!

Sportliche Grüße vom Sofa

Eure Tanja