Babyoutfit von Engelnatur

DIESER ARTIKEL BEINHALTET WERBUNG UND IST IN KOOPERATION MIT Engelnatur UND YVI-KEJ MEDIA ENTSTANDEN

Moin Ihr Lieben,

früher habe ich über diese „Öko“-Muttis meine Witze gemacht. Dachte immer das mein Kind nie mit Bio-Sachen in Berührung kommen wird. Warum auch? günstig ist es nicht, schmecken tut es auch nicht großartig anders und gut aussehen naja.

Heute 14 Jahre später ist es mir unfassbar wichtig, dass ich darauf achte was meine Kinder essen, womit sie spielen und auch was sie tragen. Deshalb freue ich mich sehr Euch die tollen Sachen von Engel Natur zeigen zu dürfen, die wir getestet haben.

Unser Mini hat leider ein bisschen Probleme mit der Haut und schwitzt ziemlich schnell. Neben eincremen, und dem Wechsel vom Waschpulver, achte ich noch viel mehr darauf, aus was die Kleidung des Kleinen besteht. Ist Euch mal aufgefallen, wie viele Sachen aus reinem Polyester sind?

Der Langarmbody ist aus 70% Schurwolle und 30% Seide. Ein sogenannter Wolle-Seide-Body. Das Material hält die Körpertemperatur, ganz ohne Schwitzen. Besonders gut für die Winterzeit.

Die Nabelbundhose ist super bequem und leicht. Sie besteht aus 100% Baumwolle. In dem Dunkelblau passt die Hose, wie ich finde super zum Body.

Die meisten Wolle-Seide-Artikel sind GOTS-zertifiziert, das bedeutet, sie werden nach strengsten ökologischen und sozialen Kriterien in Deutschland gefertigt. Die Baumwolle wird aus dem biologischen Anbau genutzt.

Schaut doch mal bei Engel Natur vorbei. Es gibt auch für Erwachsene und größere Kinder eine große Auswahl an schönen Sachen.

Bis bald,

Eure Tanja

Darf ich vorstellen…

Moin ihr Lieben,

jetzt musstet Ihr so lange warten… Seit fast 4 1/2 Monaten sind wir nun zu viert.

Unser Mini – Baby Karl Noel ist am 20.06.2019 um 08.15Uhr zur Welt gekommen. Seit dem Tag ist nichts mehr wie es war. Wir sind jeden Tag dankbar und voller Liebe. Das Leben zu viert ist einfach wundervoll und lauter schöner Augenblicke.

Leon ist ein unfassbar toller und stolzer Bruder und passt wie der beste Wachhund auf seinen kleinen Bruder auf und kümmert sich rührend um ihn.

Der Name NOEL wurde dem Mini vom großen Bruder gegeben, da es Leon rückwärts bedeutet und somit haben die beiden ihre eigene Bindung. So so süß… Da schlägt mein MamaHerz gleich doppelt so schnell.

Allerdings gibt es eine kleine, aber feine Änderung was die Fotos angeht. Karl wird hier, sowie auf meinen Social Media Kanälen nicht mit dem Gesicht zu sehen sein. Das hat den Grund, dass er nicht selber entscheiden kann, welches Bild ich posten kann/darf und ich somit seine Privatsphäre schützen möchte und auch MUSS.

Ich versuche in der nächsten Zeit hier so einiges nachzuarbeiten. Dan hat bald Elternzeit und ich hoffe so so sehr, dass ich dann auch wieder mehr schreiben kann. Meine Erzählliste ist nämlich unendllich lang inzwischen.

Nun sind wir zu viert und entdecken die Welt noch einmal ganz ganz neu!

Bis bald,

Eure Tanja

 

 

 

Mama sein – Was Babys wirklich brauchen Der entspannte Weg ins Familienleben

DIESER ARTIKEL BEINHALTET WERBUNG UND IST IN KOOPERATION MIT dem humbold Verlag und Nele Hillebrandt ENTSTANDEN(Rezensionsexemplar)

Moin Ihr Lieben,

jede Mama hätte sich rückblickend, das eine oder andere gewusst zu haben, gewünscht. Egal ob es während der Schwangerschaft, der Stillzeit oder überhaupt das erste Jahr mit Baby gewesen wäre. Wenn die lieben Omas und Nachbarin und manchmal sogar die Hebamme mit Ratschlägen um die Ecken kommen und man denkt „Nee, irgendwie passt das nicht zu uns.“

Stillen oder Flasche, Familienbett oder eigenes Bett, selbst gekochter Brei oder doch Gläschen, Stoffwindeln oder Einmal-Windeln und dann noch der ganze Gefühlswirrwar im Wochenbett. Ach und es gibt noch so unendlich viele andere Themen, wo die Meinungen auseinander gehen.

Umso mehr freue ich mich, Euch das Buch meiner lieben Bloggerkollegin Nele Hillebrandt vorstellen zu dürfen.

Mama sein – was babys wirklich brauchen der entspannte weg ins familienleben

Kurz zur Autorin: Nele ist Erzieherin und hat einen Bachelor of Science in Psychologie. In ihrem Blog faminino.de geht es um ihren Familienalltag, aber auch um Erfahrungen und praktischen Tipps rund um das Familienleben. Ich durfte Nele und ihre kleine Familie letztes Jahr persönlich kennenlernen und was soll ich sagen? Eine tolle, liebenswerte Frau und Mama.

Das Buch ist eine Mischung aus allen Bereichen. Von der Geburt übers Wochenenbett, Stillen oder Flasche geben, Beikost, Transport, Wickeln, über mehr Zufriedenheit, Glücklich statt perfekt und ganz klar – Vorstellung vs. Realität.

Nele berichtet in dem Buch nicht nur über ihre eigenen Erfahrungen, sondern auch über die anderer Mütter. Es ist ein Ratgeber mit praktischen Tipps und allen wirklichen wichtigen Infos rund ums Mama werden und sein.

Mein Fazit zu dem Buch: Ich habe das Buch verschlungen und hab es nicht mehr aus der Hand gelegt. Das besonders Schöne daran ist, dass es einfach so wahr ist – realtalk eben. Es geht nicht ums Vergleichen oder dass man das Gefühl hat, man bekommt etwas aufgezwängt. Im Gegenteil – die Tipps und Informationen sind für eine gute Vorbereitung, auf das was kommt sehr hilfreich.

Ihr könnt das Buch bei Amazon für 19,99€ oder über den Humboldt Verlag bekommen.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.

Bis Bald,

Eure Tanja

Neue Prioritäten und Struktur im Alltag

Moin Ihr Lieben!

Jeder der schwanger ist oder war, weiß dass diese Zeit etwas mit einem macht. Veränderungen sind ab dem positiven Test an der Tagesordnung. Nicht nur das man bestimmte, in meinem Fall meine Lieblingsdinge nicht essen darf, alle paar Wochen zum Arzt muss, man völlig Hormongesteuert durch den Alltag wandelt und einfach alles anders ist. Man macht sich pläne und versucht schon mal einiges zu organisieren und dank des Nestbautriebs auch schon vorzubereiten.

Ich habe seit Mitte November ein betriebliches Beschäftigungsverbot, dass heißt das mein Arbeitgeber mich freigestellt hat, bei weiterer Lohnfortzahlung. Tja, an sich eine schöne Sache, da man sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren kann. Für jemanden wie mich, die ihren Job liebt und gerne macht ein bisschen schwierig, Nun gut, irgendwie musste ich mich ja jetzt dran gewöhnen meine neu gewonne Zeit rum zu kriegen.

Was macht man nun den ganzen Tag daheim? Fürs Babyshopping ist es noch zu früh und so richtig ist mir da noch nicht nach. Die Wohnung ist auch irgendwann sauber, die Wäsche gemacht und die To-Do-Liste so gut wie abgearbeitet. Am Anfang hatte ich meine Geburtstagsparty geplant und organisiert, dann kam die Vorweihnachtszeit und die Feiertage. Doch was ist jetzt? Was mache ich den ganzen lieben langen Tag?

Ich machte mir einen Plan. Ich habe mich hingesetzt und mir überlegt was jetzt gerade auf die Prioritätenliste gehört. Welche „großen“ Veränderungen kommen noch auf uns zu? Was müssen wir bedenken für ein Leben zu viert? Ich brauchte eine neue Strukturierung, eine neue Ordnung in meinem Alltag, die sich auch bewährt wenn das Baby da ist. Schließlich wäre es ja Qautsch dies nur für die nächsten 4 Monate zu machen.

Meine neue Prioritätenliste

Leon und ich fingen an einen Essensplan zu entwerfen. Jeder Freitag setzen wir uns nach dem Mittagessen hin und überlegen, was wir in der nächsten Woche essen möchten. Daraufhin haben wir beschlossen nur noch diese Dinge einzukaufen, die wir auch wirklich für die Gerichte brauchen. Geld sparen und den Konsum minimieren. Ich koche jeden Tag das Mittagessen und Leon freut sich, dass es fertig ist wenn er aus der Schule kommt. Durch den Plan probieren wir auch neue Rezepte aus, damit wir nicht immer dasselbe essen. Ich hasse es total wenn ich nicht weiß, was ich zu Essen machen soll und frage ich die Jungs heißt es „Mir egal“.

Wo wir auch schon zu Punkt zwei kommen. Es hat mich super gestört, dass ich die ersten Wochen der Schwangerschaft auf Grund der Übelkeit nur vor mich hin vegetiert habe. Es blieb alles liegen. Die Wäsche häufte sich und die Hundehaare führten schon fast ihr Eigenleben. Es hat mich gestört, dass ich nicht konnte wie ich wollte. Jetzt sieht es anders aus. Es geht mir hervorragend und ich hab mehr Energie und so lange das gerade der Status ist, nutze ich es aus. Ich erledige Dinge direkt und versuche möglichst nichts liegen zu lassen. Ich versuche im Haushalt die DInge so zu erledigen, dass ich Zeit spare. Den Geschirrspüler stelle ich zum Beispiel über Nacht an, damit er morgens fertig ist. Ich räume abends bevor ich schlafen gehe das Wohnzimmer und die Küche auf. Ich frage Leon abends schon, was er nächsten Morgen zum Frühstück essen möchte, damit ich es schon vorbereiten kann. Sobald ich eine Waschmaschinenladung voll habe, wird gewaschen und getrocknet.

Punkt 3 meiner neuen Liste ist das wir Platz brauchen. Wir leben zwar in einer 120qm2 großen Wohnung über zwei Etagen, haben aber nur 3 Zimmer. Das Baby wird bei uns mit im Schlafzimmer schlafen, da ich nicht möchte, das Leon sein Zimmer mit einem Baby teilen muss. Um Platz zu schaffen und unser neues Familienmitglied willkommen zu heißen, mussten wir ausmisten, umräumen und aussortieren. Dank der kleinen, süßen und charmanten Japanerin Marie Kondo flog hier einiges raus oder landete bei eBay Kleinanzeigen. Ich fand es enorm was man für Sachen besitzt die man entweder nicht braucht, seit Monaten nicht mehr benutzt hat oder von deren Existenz man nichts mehr wusste.

Nummer 4 meiner Liste – Dinge tun die mir gut tun. Durch den vorherigen Schichtdienst, den ich in der Klinik hatte und ich durch den Jobwechsel selten vor 18.00 Uhr Zuhause war, blieb es ein wenig auf der Strecke , dass ich meine Freunde treffen konnte. Zusätzlich ist es jetzt auch eine gute Alternative, das mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Freundschaften sind wichtig und müssen gepflegt werden. Nicht nur das, sondern ich schaue auch das ich einfach Dinge unternehme, die sich für mich gut anfühlen. Auch wenn das jetzt egoistisch klingt, jedoch weiß ich das dieser Punkt vermutlich wirklich nur bis zur Geburt auf der Liste sein wird. Somit gehe ich zur Schwangeren-Massage, mache einen Schwangeren Schwimmkurs, fahre mit meiner besten Freundin ein Wochenende weg und mit der anderen Freundin ins Musical. Ich lese ein Buch, ganz in Ruhe oder gehe einfach bei schönem Wetter spazieren.

Mein letzter und ein sehr entscheidender Punkt dieser Liste ist das Geld sparen. Jetzt denkt Ihr sicherlich wie kontrovers das ist, wo ich doch gerade geschrieben habe, was ich alles unternehmen will. Aber ja, so ist es! Ich möchte Geld sparen, nicht nur weil die Anschaffung der Babysachen ansteht, sondern auch weil ich bewusst meinen Konsumverbrauch minimieren möchte. Durch das Aufräumen und Aussortieren ist mir klar geworden, dass ich nicht so viel besitzen möchte was ich nicht benötige. Bevor ich jetzt etwas kaufe, überlege ich, ob ich diesen Gegenstand wirklich benötige. Wenn ja, dann geht mein Gedankenkarussell weiter, benötige ich es jetzt sofort oder kann es noch warten bis wirklich das Geld ÜBER ist. Wenn nein, dann kaufe ich es erst gar nicht.

Seit dem ich meine Prioritäten anders gesetzt habe, ist mein Alltag wirklich besser strukturiert. Ich muss nicht zwischendurch los, weil ich was vergessen habe einzukaufen. Meine Entschiedungen treffe ich bewusster und nicht mehr so leichtsinnig. Ich spare an Zeit und nutze die gewonnene Zeit viel bedachter und mehr mit Leon.

Mir ist bewusst, dass sich meine Liste, zumindest ein Teil davon ändern wird, wenn das Baby da ist. Zur Zeit ist diese Umstrukturierung etwas, was mich glücklich macht und was sich für mich bzw. uns richtig anfühlt und darauf kommt es an.

Bis bald

Eure Tanja

Endlich sind wir schwanger!

Moin Ihr Lieben,

ich will Euch heute erzählen wie es bei uns weiter ging nach dem positiven Schwangerschaftstest.

Als ich vom Geburtstag meiner Freundin Heim fuhr, telefonierte ich ein weiteres Mal mit Dan. Es war so surreal. Wir haben endlich POSITIV getestet. Ich war alleine Zuhause. Leon war noch bei meinen Eltern und kam erst am Wochenende wieder. Nur ich und der Hund waren da – und BABY. Am nächsten Morgen ging es für mich zur Arbeit. Und ich kann Euch sagen es war so schwer erst gar nichts zu sagen. Aber Ihr wisst ja, dass ich einen Job habe, bei dem eine Schwangerschaft sofort zu melden ist. Ich hatte ja gerade neu angefangen, somit war ich in der Probezeit und eine Schwangerschaft nach 2 Monaten kommt häufig einfach nicht gut an.

Ich sagte es erst meiner einen Arbeitskollegin, die sofort ihr Frühstück fallen ließ und mich in den Arm nahm. Zack schossen mir schon wieder die Freudentränen in die Augen. Kurz darauf erzählte ich es meinem Kollegen, der meine Leitung ist. Er freut sich auch für mich, allerdings musste er sich nun überlegen, wie es mit mir weiter ging bezüglich der Arbeit.

Ihr könnt sicher verstehen, dass ich hier nicht weiter ins Detail gehen kann. Es ist aber so, dass es mir die Wochen darauf nicht gut ging und auch auf Grund meiner Vorgeschichte krank geschrieben wurde. Inzwischen habe ich ein betriebliches Beschäftigungsverbot bekommen und darf nicht arbeiten. Warum es mir in nicht gut ging, könnt Ihr im Schwangerschafts-Update lesen. Kommt die Tage online =)

Ihr glaubt aber gar nicht wie schön es ist, wenn die Kollegen sich für einen freuen. WIr haben in dieser Schwangerschaft das Mitgefühl, die Freude und das Verständnis bekommen, wofür ich vor 2 1/2 Jahren so sehr gekämpft habe. Damals hat sich fast keiner gefreut. Damals wurde sogar noch gemotzt, dass ich meine Nacht- und Wochenenddienste nicht mehr machen konnte und von Verständnis waren alle Meilenweit entfernt. Leider! Deshalb war ich unheimlich glücklich, wie meine neuen Kollegen und Kolleginnen reagiert haben.

Am selben Tag rief ich noch bei meiner Gynäkologin an, um einen Termin zu machen. Ich musste mir die Schwangerschaft bestätigen lassen. Der Termin war erst eine Woche nach dem Testen, was mich aber nicht störte. Die Schwangerschaft ist einfach ganz anders als die von vor 2 Jahren. Ich hatte es auch jetzt nicht eilig zum Arzt zu gehen. Alles zu seiner Zeit.

Am Wochenende kamen Dan und Leon nach Hause. Dan freute sich so sehr und nahm mich gefühlt für eine Stunde in den Arm. Leon sagten wir es gemeinsam mit „Ich werde großer Bruder“ Meilensteinkarten. Die Karten hatte ich als Geschenk eingepackt und er musste es auspacken. Seine Begeisterung war natürlich wie erwartet und so wie es sich für einen 13 Jährigen gehört. =) Es fühlte sich so gut an zu wissen, dass wir bald zu viert sind. Dennoch haben wir auch Leon gesagt, dass es immer noch sehr früh ist und es sein kann, dass das Baby wieder geht. DAS war und ist unsere größte Angst.

Die Wochen vergingen nur so, es folgten Arztbesuche, Panikattacken und eine Menge Übelkeit. Und meine Geburtstagsparty stand auch noch an. Aber davon erfahrt Ihr in den Schwangerschafts-Updates mehr.

Habt einen schönen Abend.

Eure Tanja

 

 

Hallo Baby

Moin Ihr Lieben,

das neue Jahr ist schon 5 Tage alt und ich dachte ich spanne Euch nicht lange auf die Folter.

WIR sind schwanger

Jap. Seit knapp 17 Wochen wissen wir, dass wir im Sommer 2019 zu viert plus Paula sein werden.

Zurück zum Anfang…

Es war Anfang Oktober. Wir hatten Herbstferien und sind nach Köln zu Dan gefahren über den 3. Oktober. Da hab ich noch nicht einmal dran gedacht, dass es hätte so sein können. Als wir am Feiertag überlegten, was wir machen können, entschieden wir uns den Drachenfels zu besteigen. Ein Berg von dem man ganz wundervoll das Siegerland sehen kann und einen zauberhaften Blick auf den Rhein hat. Ich war mehr als kurzatmig auf dem Weg nach oben. Doch auch da dachte ich nicht im geringsten daran, sondern eher an meine fehlende Kondition.

Als wir wieder Zuhause waren, schlich sich immer mehr der Gedanke ein, ob es vielleicht jetzt so weit wäre. Hat es wirklich geklappt? Sollte es nun soweit sein? Dan holte mich aber schnell aus meiner Traumwelt und auf den Boden der Tatsachen zurück. Sonntag sagte ich zu ihm, dass er zur Notfallapotheke fahren soll um einen Test zu holen, da ich es ihm nicht wieder am Telefon sagen will, falls es doch so weit sein sollte. Er ist natürlich nicht losgefahren. Den Abend war ich schon überfällig 1 oder 2 Tage. Da ich weder krank war, noch Stress hatte war es sehr untypisch das ich überfällig war.

Der Alltag ging am nächsten Tag weiter. Der Mann in Köln, das Kind bei der Oma (wir hatten ja noch eine Woche Ferien) und ich ging wieder zur Arbeit. Esmeralda, die natürlich eingeweiht war fragte gefühlt stündlich ob ich einen Test gemacht habe? Ich wollte aber keinen Test auf der Arbeit machen und da ich wusste, ich sehe sie abends noch auf dem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin wollte ich den Test auch irgendwie nicht alleine machen. Nach der Arbeit zog ich also los. Mein erstes Ziel war der Budni in der Europapassage. ich holte einen Schwangerschaftstest und steckte ihn ganz tief in den Rucksack. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte es noch ein bisschen vor mir her schieben.

Auf dem Geburtstag angekommen war erst einmal alles normal. Dem Geburtstagskind überbrachte ich die Glückwünsche und das Geschenk und verschwand im Bad. Wie ein Schwangerschaftstest durchzuführen ist, wisst Ihr ja und deshalb erspare ich Euch die unschönen Details. Da stand ich nun in diesem fremden Bad und wartete auf das Ergebnis. Neben an wurde erzählt und gelacht und ich war voller Unsicherheit. Was wenn es doch nur falscher Alarm ist? Wenn die Hoffnung doch wieder größer ist als alles andere? Der Blick auf den Test gab mir Klarheit.

Da war er der zweite Strich. Oh mein Gott! da ist ein zweiter Strich. Mir liefen die Tränen über die Wangen ohne das ich sie aufhalten konnte. Freude und Angst, Erleichterung und Unsicherheit wechselten sich ab. So stand ich da mit einem absoluten Gefühlschaos, Tränen die voller Freude kamen und einen Test mit einem zweiten Strich in der Hand. Nach ein paar Minuten sammelte ich mich. Die verschmierte Wimperntusche weggewischt, den Test in den Rucksack gesteckt und los ging es. Ich wollte dem Geburtstagskind nicht die Show stehlen, denn es war ihr Tag und nicht meiner. Esmeralda schaute mich völlig erwartungsvoll an und sie bekam ein freudestrahlendes Nicken als Antwort. Sie freute sich für mich mit, klatschte unaufällig in die Hände und strahlte über das ganze Gesicht.

Nach dem Essen verschwand ich noch einmal kurz um es Dan zu sagen, da ich wusste, dass ich ihn später nicht ereichen konnte. Es war komisch ihm das Ergebnis am Telefon zu erzählen und brachte die Erinnerungen von vor 2 Jahren hervor. Wir freuten uns, doch die Angst war präsent. Die Angst das es wieder schief geht, dass wir wieder enttäuscht werden und das wir wieder diesen Weg gehen müssen. Es war seltsam. Wir sollten uns mehr als alles andere auf der Welt freuen. Wir haben schließlich 2 1/2 Jahre auf diesen Moment gewartet. Wirklich real fühlte es sich trotzdem nicht an. Wie sehr ich mich auch bemühte. Es war als würde ein Schleier über uns liegen.

Nach dem ich mit Dan telefonierte, musste ich meinen besten Kumpel noch anrufen und es ihm mitteilen. Auch er freute sich sehr für uns. Anschliessend ging ich zurück zu den anderen und feierte den Geburtstag mit meiner Freundin, wohl wissend das sich ein kleiner Bauchbewohner in mir befand.

Dieses Mal wollte ich es nicht allen auf anhieb erzählen. Das Gefühl sagte mir einfach das ich unser kleines Wunder erst einmal für mich behalten soll.  Nicht aus Angst allen wieder zu sagen das es schief gegangen ist – wenn es so gewesen wäre, sondern einfach weil es sich richtig angefühlt hat nichts zu sagen.

Wie es weiter ging erfährst du in den nächsten tagen…

Ich will jetzt gar nicht weiter auf unsere Angst eingehen, dazu kommt noch ein weiterer Post.  Genauso wie es jetzt eine neue Kategorie gibt auf dem Blog und Schwangerschaftsupdates. Hach, was freu ich mich Euch nun endlich auch daran teilhaben lassen zu können. Vielleicht wusste der eine oder andere es schon durch meinen Instagram Account.

Der Beitrag soll auch nicht unendlich lang werden, obwohl ich noch so vieles schreiben könnte =) also schaut vorbei auf dem Blog, denn es gibt noch einiges das ich Euch berichten werde.

Bis bald,

Eure Tanja

Side by Side through life

Moin ihr Lieben!

Ich habe vor ein paar Tagen diese Nachricht bekommen: #geschwister

Sie kam von einer Person, die ich seit 28 Jahren kenne, mit der ich 19 Jahre unter einem Dach gewohnt habe und seit 6 Jahren als meinen Nachbarn habe – meinem Bruder!

Mein Bruder ist 4 Jahre älter als ich und musste in seinem Leben als großer Bruder ziemlich viel einstecken. Denn mich als (kleine) Schwester zu haben ist glaube ich, seine größte Herausforderung im Leben. Klein, biestig und gemein… ja so war ich tatsächlich früher… aber auch er war nicht ohne. Anstatt mich davon abzuhalten Blödsinn zu machen in meinem kleinen unerfahrenen Leben, zeigte er mir wie man richtig Blödsinn anstellte.

Unsere Kindheit sah so aus: wir sind in einem großen Haus aufgewachsen, in dem unsere Oma auch wohnte. Um das Haus waren Wiesen und Felder, es war ein kleine Sackgasse und 5 min Fußweg um in den Ort zu kommen – idyllisch und absolut perfekt für Kinder. Inzwischen ist aber leider jede Wiese bebaut und auch die Sackgasse gleicht einem Durchgang für Fußgänger und Fahrradfahrer. Unser Haus stand/steht am Ende der Sackgasse, somit war viel Platz zum spielen vorhanden. Unser Papa hatte für uns eine Rutsche mit Baumhaus gebaut und eine Schaukel angefertig. Da Sandkisten wirklich nur was für kleine Gärten sind, hatten wir einen riesen Sandhaufen. Ein Paradies! Wir spielten viel zusammen, mit seinen Autos, Lego oder auch Playmobil. Fast jeden Tag spielten wir draußen, liefen über die Wiesen und Felder – worüber der Bauer nicht so begeistert war! Wir bauten Höhlen aus Ästen und Sträuchern und kletterten auf die höchsten Bäume die es gab, wir spielten Spiele wie „A zerschlagen„, „Tier-Tick„, fuhren Fahrrad auf der Straße immer und immer wieder im Kreis, spielten Fußball, plantschten im Pool oder spielten Soft-Tennis… In unserem Haus gab es einen großen Partyraum in dem unsere Tischtennisplatte stand, wenn mal keine Cliquenfete von unseren Eltern gefeiert wurde, ich kann mich echt gut daran erinnern, als wir unter der Tischtennisplatte unser Playmobil-Fort aufgebaut hatten oder uns eine Höhle gebaut haben und stundenlang Kassette hörten. Wir teilten uns ein Zimmer, was auf Dauer natürlich nicht ging. Also bekam ich mein eigenes Zimmer, am anderen Ende der Wohnung – weit weg von meinem geliebten Bruder… was machte klein-Tanja also? Ich ging immer und immer wieder zu ihm – nur zum schlafen war ich in meinem eigenen Zimmer.

Doch es gab nicht nur rosige Tage! Mein Bruder und ich spielten Soft-Tennis und er war der Meinung er hätte gewonnen, ich war jedoch anderer Meinung und holt mit meinem Plastik Tennisschläger aus und hab ihm damit das rechte Handgelenk gebrochen. Zwei Tage vor seiner ersten Klassenfahrt! Meine Mom war begeistert, denn sie musste Urlaub nehmen und mitfahren, da Meik vieles alleine nicht machen konnte mit dem Gipsarm. Die Rechnung bekam ich ein Jahr später. Mein Bruder ärgerte mich und ich habe versucht ihn zu kriegen um ihn eine reinzuhauen… Endresultat war, ich bin voll hingeflogen und habe mir beide Knie und Ellenbogen aufgeschürft – zwei Tage vor meiner Einschulung. Ich war die einzige beim Einschulgottesdienst, die sich in der Kirche nicht hinknien konnte – wundervoll… Mein Bruder zeigte mir dann irgendwann das Spiel mit dem Feuer und wie toll doch Plastik schmilzt. Im Hochsommer, im Wald! Super Idee… Über die Konsequenzen wie ein Flächenbrand, dachte natürlich keiner von uns nach. Als unsere Eltern uns erwischten, dank meiner blau gefärbten Haare vom blauen Plastik Sandeimer, gab es das schlimmste Donnerwetter für uns, was es nur geben konnte. Ganz abgesehen von den alltäglichen Machtkämpfen… mein Bruder war mir kräftemäßig weit überlegen und haute mir oft während er an mir vorbei ging, mit voller Wucht auf den Oberarm. Meine Revanche: ich habe ihn in die Handrücken gekniffen… er wird heute noch täglich daran erinnert, weil meine Fingernägel tiefe Spuren in seiner Haut hinterlassen haben… Irgendwann klemmte er mir dann noch meine Hand in die Sicherheitsmetalltür bei meiner Oma ein und meine Finger waren bis zur Knochenhaut auf. Das war die Kehrseite am Paradies!

Als unsere Eltern sich das erste mal trennten, zogen Meik und ich wieder in ein Zimmer und es war echt eine witzige Zeit… Ich sag nur Erbsensuppe an der Decke! =) Meine Mama ist mit uns in eine 3 Zimmer Wohnung gezogen. Sie hatte zu dem Zeitpunkt wirklich wenig Geld und war grade in einer Weiterbildung. Die Wohnung war echt toll und grade frisch renoviert worden… Mein Bruder und ich kamen aus der Schule und es gab Erbsensuppe zum Mittag. Meine Mom ließ uns alleine in der Küche um die Wäsche zu machen… Wir hatten die wundervolle Idee beim Essen „Stip-Stop“ zu spielen… Irgendwann passierte es und wir prusteten los vor lachen, was leider dazu führte das die Erbsensuppe nicht in unseren Mündern, sondern an der Decke und an der Wand der Küche wiederzufinden war… Schade =)

Doch irgendwann kam bei uns beiden die Pubertät… wir veränderten uns. Spielten nicht mehr mit einander und eigentlich wollten wir auch nichts von dem anderen wissen. Es kamen viele Freunde von meinem Bruder zu uns nach Hause. Es gab häufig Hauspartys und „Sit-in`s“ und die kleine Schwester war uninteressant, nervte und war nur noch ätzend…

Dann kam die Zeit, als mein Bruder zur Bundeswehr ging. Der Umzug Richtung Hamburg stand vor der Tür und zu allem Überfluss war ich schwanger… Ich sah meinen Bruder wenn überhaupt nur noch am Wochenende und das brach mir das Herz. Die Distanz zu meinem geliebten Bruder belief sich zwischenzeitlich auf 750km. Es war wirklich schwer. Als ich dann kurz vor der Entbindung stand, versuchte mein Bruder regelmäßig am Wochenende nach Hause zu kommen. Als er eines Freitagsabends Heim kam, saß ich in der Küche, hochschwanger 1-2 Wochen vor der Entbindung. Er kam rein und ich hab von jetzt auf gleich einen so heftigen Heulanfall bekommen, dass mein Bruder völlig verstört war, denn immerhin unterhielt ich mich grade noch fröhlich mit meiner Mom. Als er die Küche verließ folgte auf den Heulanfall ein Lachanfall. Meik fühlte sich ein wenig vereimert von mir, wie man vielleicht verstehen kann. Er kam in die Küche ich fing an zu heulen, er verließ die Küche ich hab angefangen zu lachen. Ohne Spaß – ich habe da das erste Mal gemerkt was Hormone mit einem anstellen können. Ich konnte es wirlich nicht steuern!

Leider konnte er das Wochenende als Leon geboren wurde nicht bei mir sein, aber er wurde Patenonkel. Wer auch sonst sollte diese ehrenvolle Aufgabe bekommen, wenn nicht er? Tatsächlich gab es auch in den folgenden Jahren Momente, in denen wir uns ein wenig auseinander gelebt haben. Ich zog mit meinem Kind aus und auch mein Bruder wurde flügge. Die Bundeswehrzeit hatte er hinter sich gebracht und zog mit seiner damaligen Freundin zusammen. Doch es dauerte nicht lange, als wir (Leon und ich) in die neue Wohnung zogen, folgte mein Bruder mir ein Jahr später in dasselbe Dorf, in die gleiche Straße. Heute wohnen wir wieder so dicht bei einander, um genau zu sein ein Haus steht zwischen unseren Wohnungen… Auch wenn ich ihn nicht jeden Tag sehe, nicht jeden Tag was von ihm höre, kann ich mir zu 100 % sicher sein das er in meiner Nähe ist. Er gibt mir auch heute noch das Gefühl von Sicherheit.

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Im Sommer 2015 gab es hier ein fürchterliches Unwetter. Es blitzte und donnerte, stürmte und die Äste flogen durch die Gegend. Nachts um 2! Da ich ein absoluter Schisser bin was Gewitter angeht, habe ich nachts meinen Bruder angerufen und wir telefonierten so lange bis das Gewitter vorrüber war. Letztes Jahr wurde in dem Haus zwischen uns eingebrochen, wieder nachts. Ich war tief und fest am schlafen und wurde von der Alarmanlage und dem Geschrei was von draußen kam, wach… Plötzlich klingelte mein Handy und mein Bruder war dran, der alles von seinem Balkon mehr oder weniger mitbekommen hat -wie gesagt es war Nacht!Wir waren beide hellwach und musste das erlebte teilen. Als Leon 2015 für eine Nacht im AKK zur Überwachung war, machte er eher Feierabend und kam ins Krankenhaus. Als mein Bruder im Krankenhaus lag war es für mich natürlich selbstvertsändlich zu ihm zu fahren und ihm die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Wir waren (mein Bruder heute immer noch) beide Fußballtrainer für dir Kids aus unserem Dorf und unterstützten uns auch bei diesen Aktivitäten. Wir hielten uns an den Händen, nahmen uns in den Arm und weinten zusammen, um geliebte Menschen die von uns gingen.

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Es ist unbezahlbar einen großen Bruder zu haben. Ich liebe meinen Bruder von ganzem Herzen. Er ist mein VIP unter den Menschen in meinem Leben. Er ist die Farbe in meiner schwarz/weißen Welt, die Sonne an meinen Regentagen. Mein Verbündeter, mein Vertrauter, mein Seelenverwandter. Er gibt mir Nähe ohne Enge, ein Zauber ohne Ende. Mit ihm bespreche ich Dinge, die ich mit keinem anderen bespechen kann. Ich muss mich vor ihm nicht schämen. Er ist da wann immer ich ihn brauche. Auf ihn ist verlass, egal wo er grade steckt. Er bringt mich zum Lachen, wenn ich grade heule. Kein Mensch auf dieser Welt kann jemals den Platz meines Bruders einnehmen.

Geschwister kämpfen ums Essen, um die Fernbedienung und einfach um den anderen zu nerven. Und lieben. Ganz viel Liebe, weil Geschwister die Menschen sind, die uns in und auswendig kennen und für immer an unserer Seite stehen!

Together – Side by Side through life!

Bis bald

Eure Tanja

2 Jahre und 2 Tage – wie Lovoo mein Leben veränderte

Moin!

Ich möchte Euch heute erzählen was vor 2 Jahren und 2 Tagen passierte. Wie eine App mein Leben veränderte und wie schön das Gefühl ist nach Hause zu kommen. Zurück auf Anfang.

Sommer 2014: Die Mutter-Kind-Kur hinter uns gebracht, trennte ich mich damals von meinem damaligen Freund, nach ganzen 8 Jahren. Danach waren Männer für mich ganz weit weg und ich wollte meine Zeit einfach nur alleine verbringen. Im Oktober hatte meine Freundin, die Idee sich bei der Dating-App Lovoo anzumelden, jedoch nicht alleine. Sie fragte mich, ob ich nicht auch Lust hätte mich dort anzumelden – Spaßenshalber. Neue Leute kennen lernen habe ich ja prinzipiell nichts gegen. Somit meldete ich mich auch an, verbrachte einige Abende tatsächlich vor meinem Handy und durchforstete die App nach einem geeingenten Profil. Da waren Männer mit Haare, ohne Haare, mit Muskeln (die es ganz schön nötig hatten) und welche ohne mit und ohne Kindern. Die Wahl viel da echt schwer – nein Scherz! Überhaupt nicht! Ich wusste ziemlich schnell was ich nicht wollte anstatt was ich wollte. Definitv stand fest: keinen Mann der nicht ehrlich genug ist seinen richtigen Namen zu nennen und schon gar keinen der sich als Poser hinstellt, mit freiem Oberkörper oder sogar noch in Boxershorts. No way!

Nach tatsächlich vielem Schreiben mit einem Kerl in meinem Alter und einem „Blinde Date“ in der Stadt, wusste ich, der war es nicht. Hose auf Baggy, kein Bitte, kein Danke, zu viel von sich erzählte, ohne Punkt und Komma und war einfach anstrengend. Sorry, Next please. Nach diesem Treffen hatte ich tatsächlich kein Bock mehr auf weitere Treffen und überhaupt diese ganze Datingsache war nichts für mich. Aber es kommt wie es kommen musste. Erholt nach dem komischen Treffen schaute ich nochmal in die Profile der Angebote =) Und was sah ich da? Ein außergewöhnlicher Name und ein Kerl mit freiem Oberkörper, aber nur die Schultern nicht der Rest. Ich blätterte weiter, doch dann wieder zurück. Der Typ hatte genau das was ich mich ansprach und war natürlich genau das was ich nicht wollte =)

Ich schrieb ihn an, er antwortete. Wir schrieben fast die ganze Nacht hindurch – doch mein Geburtstag stand vor der Tür und meine neu kennen und lieben gelernten Kur-Mädels reisten aus Süddeutschland in den hohen Norden um mich zu sehen. Und die Bekannschaft? Ja, auch da ging mein Geburtstag vor und ich vernachlässigte ihn. Ich meldete mich erst wieder, nach meiner Geburtstagfeier ca. 1 1/2 Wochen später. Und ab da ging es rasent schnell. Wir tauschten die Nummern aus und er fragte mich ob wir mal zusammen was trinken gehen wollen. Puuuh… Mein damaliger Dienstplan und Familienplan ließen es eigentlich eher nicht zu, aber ich konnte mir eine Lücke schaufeln. Ok Date No.2 folgte und was soll ich sagen?

Wir trafen uns in Buxtehude, abends, in der Stadt und ich hatte so Angst das ich ihn nicht erkenne, immerhin war das Foto vom Sommer und wir hatten Winter. Ich stand also an unserem Treffpunkt und wartete. Und auf einmal kam da ein verdammt gut aussehnder Mann an. Mit schwarzer Winterjacke, Jeans, Turnschuhe, einem grauen Schal und einer schwarzen Strickmütze. Seine Augen waren einfach so umwerfend und seine ganze Aura umworb mich mit einem Glückseligkeitsgefühl. Bääääm! Wir gingen ins Amadeus, bestellten was zu trinken und unterhielten uns. Die Zeit flog an uns vorbei und da ich Leon bei meinem Bruder untergebracht hatte, konnte ich nicht ewig wegbleiben. In dem Funkelzauber der erleuchteten Stadt, es war kurz vor Weihnachten genauer gesagt am 13.12.2014 – gingen wir noch spazieren und er brachte mich anschließend zum Auto. Oh mein Gott… es war soooooooooo unfassbar schön. ich hab mich in seiner Gegenwart einfach so gut gefühlt und wusste das ich ihn wieder sehen will so schnell wie mölglich! Am Auto verabschiedeten wir uns mit einer laaaaangen Umarmung und er fragte ob er am nächsten Tag zu uns nach Hause kommen soll. Ähm Zuhause? Bei Uns? Hmm? Das musste ich erstmal mit Leon klären. Leon gab sein Einverständnis und er kam am nächsten Tag vorbei. Und er blieb!

Verrückt! Wenn ich so drüber nachdenke. Dan blieb bis zum morgen um 4.30h und küsste mich zur Verabschiedung. Ein Kuss den ich nie vergessen werden. Ich fühlte mich wie ein kleines Schulmädchen, dass zum Ersten mal verliebt war. Doch die erste Zeit war nicht so einfach. Ich muss gestehen – ich war nicht einfach und extrem mit der Situation überfordert. Ich führte vor ihm eine 8 Jahre lange Beziehung, bei der jeder seine Freiheiten hatte. Ich konnte kommen und gehen wann ich wollte, hatte mein Bett nur mit Leon geteilt und musste nur für uns zwei Entscheiden.  Jetzt war alles anders. Jetzt war da ein Mann an meiner Seite der nicht ging, sondern der blieb. Der abends nach der Arbeit Heim kommt, mit dem ich meinen Alltag zusammen bestreite, Probleme zusammen löse und der mir das Gefühl einer Familie gab und bis heute noch gibt. Ich war zickig, genervt und wollte im Stillen oft das er geht. Ich wollte meine Freiheit wieder! Esmeralda musste sich so einiges anhören – Gejammer auf hohem Niveau.

Aber genau das war doch das was ich immer wollte. Warum ich meine 8 jährige Beziehung beendete, weil ich genau dass  nicht hatte! Und ich wusste vom ersten Augenblick, dass ich diesen Mann liebe, von ganzen Herzen! Da er meine Phase der absoluten oberzickigen Prinzessin ausgehalten hat und immer noch geblieben ist, wusste ich, dass das nur gut werden konnte. Somit zogen wir relativ schnell zusammen. Schon im März kündigte er seine Wohnung und Ende April zog er ein.

Und da sind wir Heute: Ich habe über eine Dating-App, (m)einen Mann kennen gelernt, der mein Herz eroberte, der mich mit Kind akzeptierte und der aus der alleinerziehenden Mutter eines Prinzen, eine Familie mit und für den Prinzen machte. 2 Jahr und 2 Tage ist es her als er in mein Leben trat. Ich bereue nicht eine Sekunde mit ihm, im Gegenteil. Wir wollen zusammen bleiben, solange das Leben uns eine gemeinsame Zeit schenkt. Unsere Familie soll wachsen und das nicht nur an Mitgliedern sondern auch jeden Tag mehr an Liebe. Es ist nicht immer einfach, aber wenn man ein gemeinsames Ziel hat und weiß wofür man nach Hause kommt ist es einfach unbeschreiblich. Ich teile wirklich gerne mein Bett mit ihm und sage auch gerne Bescheid, wann ich nach Hause komme.

Ich liebe diesen Mann einfach so sehr…

In diesem Sinne Euch eine Gute Nacht und süße Träume!

Eure Tanja

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Entschleunigen – den Druck nehmen

Moin!

Kennt ihr das, man hetzt von Termin zu Termin? Hier hin zu einer Verabredung, dorthin die Kinder wegbringen, Schulveranstaltung da, Elternabend hier, Kino mit der besten Freundin, ein Dinner mit Freunden und zu guter Letzt muss man auch noch im Job Vollgas geben und das am Besten zu 180%.

Aber wer genau beschließt das eigentlich? Wer genau bestimmt, dass ich so funktioniere? Es ist nicht nur der normale Alltagstrott, der den Druck mit sich bringt – NEIN!. Angefangen in der Schule mit dem Lerndruck, den Druck der Mitschüler im Nacken zu haben, wenn man kein neues Handy oder keine Playstation oder die neuen Schuhe nicht hat.

Wer macht die Regel, dass man nur in Kleidergröße 34/36  gut aussieht und nicht auch in Kleidergröße 48/50 oder größer?

Wer sagt, dass man verheiratet sein muss und ein Haus, ein Auto und zwei Kinder haben soll? Sind nicht viele Dinge einfach nur ein Statussymbol unserer Gesellschaft?

Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch und zu gleich jemand der Kontrolle brauch,  über mein Leben und über die Dinge, die mit mir und meinen Mitmenschen zu tun haben. Ich brauche einen Plan und wenn mein Plan aus welchen Gründen auch immer scheitert, werde ich zickig und launisch und einfach von der Prinzessin zum Biest… In den letzten zwei Wochen habe ich selber gemerkt, was der Stress und der Druck mit mir macht. Ich verliere das Wesentliche aus den Augen, nämlich die schönen Dinge im Leben!

Vor zwei Wochen auf der Arbeit hat meine Freundin mir angesehen das etwas nicht stimmt. Sie nahm mich zur Seite und fragte lediglich was los sei… und da war es passiert – meine Augen füllten sich mit Tränen – ich habe die Kontrolle über mich verloren, weil der ganze Druck, den ich hatte, zu schwer wurde und fiel in Form von tausend Tränen ab… Warum und welcher Druck? Ich hatte natürlich diesen Monat gehofft, dass es geklappt hat doch Pustekuchen… 3 Test – 3x negativ… innerlich hab ich mich selber so unter Druck gesetzt, dass ich nicht gemerkt habe, wie verrückt ich mich gemacht habe… Doch nicht nur das der Tag ging weiter… nach dem ich mich bei ihr ausgeheult hatte (was zugegben echt gut tat) war ich vom Kopf etwas klarer, doch die Patienten rannten uns die Bude ein – zack da ist der nächste Druck… schneller arbeiten, damit die Patienten nicht lange warten müssen.. nach Feierabend ging es dann noch zum Elektrofachmarkt, da unser Geschirrspüler den Geist aufgegeben hatte, musste ein neuer her… der nette Veräufer in dem Laden, wollte nur seine arbeit machen und uns beraten – immerhin wollte ich nicht das neue Album von Tweenty One Pilots kaufen sondern ein teures Elektrogerät… wie dem auch sei, ich war nach dem Vorfall auf der Arbeit ziemlich mies gelaunt. Der ganze Tag war eigentlich für die Tonne und dementsprechend habe ich mich auch benommen – dummerweise…. ich hab den armen Kerl ziemlich angeraunt und angezickt… Dan sagte nur als wir Zuhause waren – mit dem neuen Geschirrspüler – dass er nie wieder mit mir einkaufen geht, wenn ich so eine miese Laune hätte und das das echt nicht geht…

Ich habe gemerkt wie der Druck schwanger zu werden, der Druck meine Arbeit schneller zu machen, nicht nur mir sondern auch meinen Mitmenschen schadet und das ist eine Sache die ich nicht einfach so hinnehmen will.. Also habe ich beschlossen für mich und meine Familie den Druck zu nehmen….

Termine werden nur vereinbart, wenn der Tag wirklich frei ist und nicht schon 5 andere Sachen auf mich warten…

Schwanger werden kann ich auch noch in den nächsten Monaten

Schulstress hat mein Kind schon genug, also sorge ich für genügend Pausen und Erholungsphasen….

Auf’s Handy wird nur geschaut, wenn es wirklich wichtig ist und wir haben feste „Handyfreie“ Zeiten eingeführt.

Wenn ich unterwegs bin, versuche ich mich einfach mal hinzusetzen und zu beobachten als aktiv am Geschehen mit zu wirken.

Natürlich ist es schwer das im Alltag zu vereinbaren, immerhin ist immer irgendwas los. Aber mal im Ernst, wenn ich tatsächlich mal 5min zu spät komme, was soll passieren? Wenn Patienten doch mal 5min warten, was soll passieren? Wie oft warte ich denn auf irgendwen oder irgendwas? Was passierten denn dann? Bleibt die Welt stehen? Keiner nimmt mir den Stress oder den Druck wenn ich es nicht selber tue…

Bei youtube bin ich auf eine Frau gestoßen, die einfach nur den Mut und die Stärke hat so zu sein wie sie ist… Jessy von jessyonline… Sie hat in einem Video gesagt:

Ich habe im Leben nicht die Macht zu entscheiden was mir passiert, ich kann nur entscheiden wie ich damit umgehe!

Und Jessy hat verdammt nochmal Recht, mit dem was sie sagt! Dieser Satz ist für mich sowas wie ein tägliches Mantra geworden. Ich kann nur alleine entscheiden, wie ich damit um gehe, wenn 50 Patienten am Tag kommen… wie ich damit um gehe, wenn mein Kind in der Pubertät steckt und Schule grad richtig doof ist… wie ich damit um gehe, wenn ich zu viele Termine habe oder oder oder… Ich alleine entscheide, was für mich gut ist und was nicht.

Ich habe mir vor ungefähr einem Jahr das Buch mit dem Namen „Der Tag an dem ich aufhörte beeil dich zu sagen“ von Rachel Macy Stafford gekauft… Ich liebe dieses Buch und habe es verschlungen und für eine gewisse Zeit danach gelebt und es tat mir einfach nur gut. Das Buch wird auch wieder öfter mein Begleiter sein…

Wie ist es bei Euch mit Stress und Druck? Wie geht ihr damit um? Was tut ihr dagegen? Schreibt es mir in die Kommentare, ich freue mich Eure Erfahrungen und Tipps zu lesen =)

Bis bald

xoxo Tanja

PS: Schaut doch mal bei Jessy’s Kanal vorbei, sie würde sich bestimmt freuen =) Den direkten Link zu ihr findet ihr auch in meinem Blogroll.

 

 

Schwanger! – Doch der Traum endete…

Hallo…

Ich habe lange überlegt, wie ich am Besten darüber schreibe, was ich schreibe und wie ich diesen Post gestalte… Ich habe bis jetzt keine richtige Idee… und fang einfach mal an…

Dan und ich sind noch nicht so lange zusammen (im Dezember sind es 2 Jahr), trotz dieser kurzen Zeit haben wir uns dafür entschieden, unsere Familie zu erweitern, zu vergrößern… Es dauert auch nicht lange und ich wurde schwanger… Die Zeit davor war ziemlich nervenaufreibend für mich… Einen Monat dachte ich, es hätte geklappt. Hatte wirklich alles – vom Ziehen im Unterbauch bis Morgenübelkeit über spannende Brüste und Sachen die ich liebte schmeckten mir nicht… Nach 3 negativen Schwangerschaftstest war ich ziemlich am Boden zerstört und als dann meine Tage kamen war ich wirklich deprimiert…. Es war der 3. Übungszyklus und es war total dumm von mir mich selbst so unter Druck zu setzen… Eine Woche später erzählte mir meine Freundin sie sei schwanger… Ich hab mich total für sie gefreut und war echt glücklich darüber, dass es bei ihr geklappt hat, doch innerlich wurde der Druck stärker… was definitv völliger Quatsch war… Um mich abzulenken betüddelte ich meine Freundin und es gab nur noch ein Thema… SCHWANGER… In dem folgenden Zyklus benutzten wir den Ovulationstest von Clearblue… Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass Dan nur am Wochenende nach Hause kam, weil er für einen Lehrgang in eine andere Kaserne musste… Ich hatte versucht mir den Druck zu nehmen, war ziemlich genervt von dem ganzen „verrückt machen“ und dachte es würde es nicht klappen… 2 Wochen später hatte ich einen POSITIVEN Schwangerschaftstest gemacht… Ich rief meine Freundin an – schickte ihr ein Foto vom Test… Ich war ziemlich überfordert und dachte das kann doch nicht sein… Aber es war so… Am nächsten morgen machte ich noch einen… und auch der zeigte einen zweiten zarten Strich… Ich rief meine Freundin an die Schwanger war und erzählte es ihr… Ihre antwort war „Herzlichen Glückwunsch“… Das Ganze war für mich zu viel… Freude, Zweifel und Glück waren meine Begleiter… Ich habe bei Dan angerufen und ja das war eine ganz blöde Idee, weil ich es ihm ganz anders sagen wollte… Es musste raus… Ich war schwanger – wir bekommen ein Baby!!!

Auf der Arbeit herrschte zu dem Zeitpunkt nicht grade das beste Arbeitsklima… Aber es war mir egal denn die Glückshormone waren im Überfluss… Als ich getest habe war ich in der 4.SSW. Zwei Wochen später in der 6.SSW, hatte ich leichte Blutungen, kurz vor Dan’s Geburtstag. Ich bin zum Gyn, es wurde ein Ultraschall gemacht und ich war so glücklich unser Baby zu sehen, obwohl mir klar war das eine Fehlgeburt droht… Ich sollte mich ein wenig schonen und Magnesium nehmen… Für uns stand aber die ganze Zeit fest, dass wenn „Mutter Natur“ sich gegen unser Baby entscheidet, wird das einen triftigen Grund haben, den wir akzeptieren! Zwei Tage später hatte ich einen Kontrolltermin… Das Baby war da und es ist gewachsen… Dan ist extra Donnerstag schon Heim gekommen um dabei zu sein… Der Gyn sagte, ich dürfte alles machen aber nur noch mit 80% anstatt 100%! Es war also da wo es sein sollte, es wächst und wir waren ein Stück näher am Eltern sein… Wir haben unseren Freunden und Verwandten die Nachricht überbracht, yes wir werden Eltern… Leon freute sich auch und nannte den kleinen Wurm liebevoll August…  Nach dem Geburtstag von Dan, sind wir nach Dresden gefahren in den Urlaub… Auch da verlief alles gut.. Mir war schlecht und war oft erschöpft. Natürlich sind wir mit Erlaubnis des Arztes gefahren, mussten aber einen Tag eher als gedacht zurück kommen. Nochmal ein Kontrolltermin, auch hier war Dan an meiner Seite… Wir trauten unseren Augen nicht… Das Herz schlug und es war so wundervoll den kleinen Wurm zu sehen wie er da in meinem Bacuh heranwuchs… Glück, Freude, Stolz… Eine Träne kullerte mein Gesicht runter und es war wirlkich unbeschreiblich… Jede Frau die das schon einmal durchgemacht hat, weiß wie es ist…Ich bekam meinen  Mutterpass und ich war offiziell eine werdende Mama. Mein Urlaub war dann zu Ende.. die Übelkeit allerdings nicht… Ich bin wieder zum Gyn, aber nur für eine Krankmeldung… Kein Ultraschall, keine  Untersuchung… Am Wochenende danach (Ende Juli) wollte ich es meinen Kur-Mädels erzählen, doch ich hatte ein ganz ganz doofes Gefühl dabei… Mein Gedanke war „wenn du das jetzt den Mädels erzählst und am Montag wieder zum Gyn gehst, stellen sie fest das du eine Fehlgeburt hast“.

Was soll ich sagen? Genauso war es auch… Am Wochenende bekam ich bräunlichen Ausfluss nicht schlimm aber es war da.. sowie zu Anfang bei den Blutungen, dachte somit an nichts schlimmes… Am Montag bin ich dann wieder zum Gyn, erzählte ihr von der Übelkeit was der eigentliche Grund meines Termines war und das ich diesen bräunlichen Ausfluss hatte… Sie sagte gleich das wir uns das anschauen müssen – es folgte ein Ultraschall…

Ich sah es sofort (Nachteil wenn man Ultraschallbilder selber „deuten“kann) das Herz schlug nicht mehr, das Baby ist nicht mehr gewachsen… Es muss ein zwei Tage nach dem Kontrolltermin passiert sein.. Die Größe entsprach der 8. Woche und ich war eigentlich in der 11.SSW. Ich zog mich an… Diagnose: Missed Abortion… Ich war sehr gefasst, denn mir war klar, dass es einen Grund gab dieses Baby nicht zu bekommen, auch wenn ich das nicht selbst entscheiden durfte. Wir klärten das weitere Prozedere… Ich bekam eine Überweisung zur Auschabung und musste in die Gyn-Ambulanz.. Draußen vor der Praxis schrieb ich mit zittrigen Händen meiner Freundin und meiner anderen Freundin… Ich rief meine Mom an, sie musste Leon von der Schule abholen, da ich eventuell gleich die Ausschabung bekommen sollte… Ich habe Dan geschrieben, dass er mich sofort anrufen soll. Das Handy klingelte und dann kam es aus mir raus… Alles was ich im ersten Augenblick sagen konnte war „Wir haben das Baby verloren“. Ich wusste nicht wie ich es sagen sollte… wie beschönigt man so etwas? Ich sammelte mich, atmete tief durch und erzählte ihm von der Untersuchung…

Nach dem Telefonat ging ich in die Ambulanz (die Gyn-Praxis ist bei dem Krankenhaus in dem ich arbeite und ich wollte die OP auch in dem Krankenhaus machen lassen – Heimvorteil!). Da wurde auch noch einmal ein Ultraschall gemacht. Der OP-Termin war 4 Tage später am Freitag… So lange musste ich also warten, hätte ich bis dahin eine starke Blutung bekommen wäre ich dazwischen geschoben worden… Die Aufklärungsgespräche interessierten mich nicht, die Aufklärungsformulare füllte ich aus und unterschrieb sie… Ich wollte gar nicht wissen was da so geschieht… In zwischen war ich wieder ganz ich… Die Traurigkeit war verflogen, Gedanken habe ich mir wenig gemacht… Meine Mom kam noch ins Krankenhaus und versuchte mich abzulenken… ich weiß, dass sie es lieb gemeint hatte und für mich da sein wollte was sie ja auch war, doch genau das wollte ich grade nicht… sie versuchte mich abzulenken und erzählte mir Dinge, die ich heute nicht mehr weiß… ich war genervt und wollte das alles alleine machen… Während der Wartezeit informierte ich meine restlichen Freunde… Esmeralda hat mich angerufen und mir ein wundervolles Angebot das aus DVDabend Chips und eine Nacht mit ihr auf dem Sofa zu verbringen (Babe, genau dafür liebe ich dich so sehr!!!) bestand, welches ich echt gern angenommen habe… Leon blieb bei meinen Eltern die Nacht (es waren noch Ferien und er war abgelenkt) und ich fuhr nach Hamburg… Die Stadt die mich atmen lässt, die meine Sorgen mit nahm und in Vergessenheit geraten lässt… Der Abend bei Esmeralda tat mir so unfassbar gut… Wir sprachen ganz offen darüber, selbst wenn ich hätte weinen müssen, hätte ich gewusst das ich mich nicht schämen müsste… Wir schauten Filme, aßen Chips, kuschelten in den Decken und kissen und irgendwann schliefen wir ein…

Ich hatte Angst, Angst wie die OP laufen würde… Was mit Leon passiert, wenn ich von der Narkose nicht mehr aufwachte… Was ist, wenn ich danach keine Kinder mehr bekommen würde? Die Vorstellung, das ein OP Team mich so intim sehen würde, ohne das ich mich wehren könnte, willenlos auf dem OP Tisch liegen, löste in mir pure Angst und Übelkeit aus… Der Gedanke das unser Baby seit 3 Wochen in mir ist, ohne Lebenszeichen, war für mich mit das schlimmste… Ich kam an einen Punkt an, an dem ich es nur noch raus haben wollte und hoffte sehr, dass ich starke Blutungen bekäme…

Die Woche zog sich wie Kaugummi…Mit meiner Freundin Bea konnte ich in dieser Zeit ganz viel und ganz offen drüber reden, denn bei ihr wusste ich, dass sie weiß, wie ich mich fühle… Am Donnerstag kam Dan nach Hause und zeigte mir auch hier wieder, dass er der  wundervollste Mann (neben Leon) in meinem Leben ist…. Am Freitag ging es dann für mich ins Krankenhaus. Mein Stiefdad holte Leon aus der Schule und wartete mit ihm bei uns Zuhause… Mein Bruder, meine Mom, Dan und Esmeralda waren die ganze Zeit an meiner Seite… ich lag mit einer Frau im Zimmer die dasselbe erlebt hat wie ich und auch ihre Ausschabung bekam.. Auch hier ließ mich das Leben wissen, dass ich nicht alleine war… Das Prozedere lief so an mir vorbei, umziehen für die OP, die „Scheißegal-Tablette“ wurde genommen und dann ging es los in den OP… Bevor der Anästhesist die Narkose setzte, verabschiedete ich mich von unserem Baby. Mein letzter Gedanke bevor ich ganz weg war, war jedoch Leon.

Die OP verlief gut. Es kamen keine Nachblutungen, keine Schmerzen – nichts. Super! Ich durfte am gleichen Tag nach Hause. Es war noch Bettruhe angesagt, auf Grund der Narkose. Für mich war die Situation ok, für Dan wurde es da erst richtig real, was wir verloren haben. Natürlich hat er es genauso realistisch gesehen wie ich. Doch diese Endgültigkeit, das unser Baby, unser gemeinsamer Wunsch, die lebenlange Verbindung zwischen uns weg nicht mehr da ist und nicht wieder kommen wird,  machte ihn sehr traurig. Ich war noch Krank geschrieben, den ganzen August und das war auch gut so. Ich brauchte Zeit für mich das ganze Revuée passieren zu lassen. Es zu realisieren wie es weiter geht. In dieser Zeit bin ich bei youtube auf eine Vloggerin aus London gestoßen. SJ von SJ Blogs  hat ein video hochgeladen, wo es um ihre Fehlgeburt ging und wie es ihr anschließend ging. Sie hat mich so inspiriert und war/ist so sympathisch und das ich ihren Kanal gleich abonniert habe… Eine wundervolle und starke Frau mit vielen parallelen zu mir =) Sie hat mir gezeigt, dass man nicht in ein Loch fallen muss, nach einer Fehlgeburt! Dass, das Leben weiter geht und das man nicht aufgeben darf! SJ ist seit diesem Jahr Mama von dem super süßen Teddy (sein eigentlicher Name ist Theodore).

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Freunden und meiner Familie bedanken- ganz besonders bei Dan, Melli, Bea und Esmeralda – Ich liebe euch so sehr! In der Zeit habe ich noch einmal richtig gemerkt wie wichtig mir meine Freunde sind. Sie haben mich besucht, mich abgelenkt, uns unterstützt und ich konnte darüber reden, wie es mir ging, wie ich das ganze empfunden habe und ich durfte einfach ich sein! Das tat mir so gut, einfach in den arm genommen zu werden und zu wissen was ich für tolle Menschen in meinem Leben haben die mich Tag für Tag begleiten!

Bis bald

Eure Tanja