Corona Virus – wir fügen uns

Moin Ihr Lieben,

es ist in aller Munde das Corona Virus. Eigentlich wollte ich nicht darüber schreiben. Die Nachrichtendienste sind voll damit. Instagram von oben bis und unten und auch im Radio hört man nichts anderes mehr.

Dennoch schreibe ich darüber. Aber nicht wie schlimm es ist oder das ich Euch drauf aufmerksam mache, dass Ihr Eure Hände waschen müsst/solltet. Nein, ich möchte Euch erzählen wie wir es erleben, mit Baby und einem Kind was zur Risikogruppe gehört.

Ich mache mir wenig Sorgen um meinen Mann oder um mich. Auch bei unserem Mini habe ich wenig bedenken. Was nicht heißt, dass ich mir keine Sorgen mache. Doch die größte Angst habe ich davor, dass es meinen Großen trifft.

Zwar weiß ich, dass ein Mensch mit einem gut eingestellten Diabetes ohne Begleiterkrankungen wie z.B. ein zu hoher Blutdruck, das Corona Virus gut überstehen kann. Es ist dennoch ein komisches Gefühl, wenn es dein eigenes Kind ist.

In meiner Krankenhauszeit und vor seiner Diagnose habe ich mir nie Gedanken gemacht. Es war irgendwie für mich immer Alltag mit infektiösen Patienten in Kontakt zu stehen. Inzwischen sehe ich es anders. Ich werde umsichtiger. Achte darauf, dass jeder von uns wirklich richtig, lange und gründlich die Hände wäscht. Und natürlich – haben auch wir alles bis auf weiteres abgesagt und halten Abstand von sozialen Kontakten.

Wir fügen uns. Wir meiden große Menschenansammlungen und auch das Hände schütteln oder die Umarmung zur Begrüßung. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich wirklich heil froh darüber war, als es hieß die Schulen werden geschlossen. Die Sorge das der Große sich ansteckt war irgendwie sehr präsent. Auch wenn er dadurch sein Praktikum vorzeitig beenden musste.

Leon ist ein fitter, gesunder und immunaktiver Junge, mit einer einzigen Einschränkung. Zur Zeit befindet er sich in seiner Remissionsphase, d.h. seine Bauchspeicheldrüse produziert zur Zeit eigenständig wieder etwas Insulin mit. Das Wiederum heißt, dass seine Autoimmunität fast gleichgestellt ist, wie bei einem Menschen der kein Diabetes hat.

Ich beobachte meine Kinder in dieser Zeit noch mehr. Zeigen sie ein Unwohlsein werde ich hellhörig. Zeitgleich versuche ich mir zu merken mit wem wir wann in Kontakt waren. Wäre ich alleine oder wäre dieses Virus vor zwei Jahren ausgebrochen, würde ich es vermutlich ein wenig belächeln. Denn sind wir mal ehrlich, ist es nicht die erste Pandemie, die wir erleben.

Es ändert sich alles schlagartig sobald dein Kind in Gefahr ist. Als Mutter hat man sowieso Superkräfte. In solchen Situationen bekommt man als Mutter noch einige Fähigkeiten dazu, ob man will oder nicht.

Wir werden also die kommende Zeit nutzen, um Vokabeln zu lernen, mit Freunden per FaceTime zu telefonieren, das Netflix-Abo glühen zu lassen und noch so einige Dinge mehr zu machen die uns und andere nicht gefährden. Wer weiß wann bei uns der Lock Down eintreten wird.

Bleibt alle gesund und passt auf Euch auf.

Eure Tanja

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.