Hallo Baby

Moin Ihr Lieben,

das neue Jahr ist schon 5 Tage alt und ich dachte ich spanne Euch nicht lange auf die Folter.

WIR sind schwanger

Jap. Seit knapp 17 Wochen wissen wir, dass wir im Sommer 2019 zu viert plus Paula sein werden.

Zurück zum Anfang…

Es war Anfang Oktober. Wir hatten Herbstferien und sind nach Köln zu Dan gefahren über den 3. Oktober. Da hab ich noch nicht einmal dran gedacht, dass es hätte so sein können. Als wir am Feiertag überlegten, was wir machen können, entschieden wir uns den Drachenfels zu besteigen. Ein Berg von dem man ganz wundervoll das Siegerland sehen kann und einen zauberhaften Blick auf den Rhein hat. Ich war mehr als kurzatmig auf dem Weg nach oben. Doch auch da dachte ich nicht im geringsten daran, sondern eher an meine fehlende Kondition.

Als wir wieder Zuhause waren, schlich sich immer mehr der Gedanke ein, ob es vielleicht jetzt so weit wäre. Hat es wirklich geklappt? Sollte es nun soweit sein? Dan holte mich aber schnell aus meiner Traumwelt und auf den Boden der Tatsachen zurück. Sonntag sagte ich zu ihm, dass er zur Notfallapotheke fahren soll um einen Test zu holen, da ich es ihm nicht wieder am Telefon sagen will, falls es doch so weit sein sollte. Er ist natürlich nicht losgefahren. Den Abend war ich schon überfällig 1 oder 2 Tage. Da ich weder krank war, noch Stress hatte war es sehr untypisch das ich überfällig war.

Der Alltag ging am nächsten Tag weiter. Der Mann in Köln, das Kind bei der Oma (wir hatten ja noch eine Woche Ferien) und ich ging wieder zur Arbeit. Esmeralda, die natürlich eingeweiht war fragte gefühlt stündlich ob ich einen Test gemacht habe? Ich wollte aber keinen Test auf der Arbeit machen und da ich wusste, ich sehe sie abends noch auf dem Geburtstag einer gemeinsamen Freundin wollte ich den Test auch irgendwie nicht alleine machen. Nach der Arbeit zog ich also los. Mein erstes Ziel war der Budni in der Europapassage. ich holte einen Schwangerschaftstest und steckte ihn ganz tief in den Rucksack. Ich weiß nicht warum, aber ich wollte es noch ein bisschen vor mir her schieben.

Auf dem Geburtstag angekommen war erst einmal alles normal. Dem Geburtstagskind überbrachte ich die Glückwünsche und das Geschenk und verschwand im Bad. Wie ein Schwangerschaftstest durchzuführen ist, wisst Ihr ja und deshalb erspare ich Euch die unschönen Details. Da stand ich nun in diesem fremden Bad und wartete auf das Ergebnis. Neben an wurde erzählt und gelacht und ich war voller Unsicherheit. Was wenn es doch nur falscher Alarm ist? Wenn die Hoffnung doch wieder größer ist als alles andere? Der Blick auf den Test gab mir Klarheit.

Da war er der zweite Strich. Oh mein Gott! da ist ein zweiter Strich. Mir liefen die Tränen über die Wangen ohne das ich sie aufhalten konnte. Freude und Angst, Erleichterung und Unsicherheit wechselten sich ab. So stand ich da mit einem absoluten Gefühlschaos, Tränen die voller Freude kamen und einen Test mit einem zweiten Strich in der Hand. Nach ein paar Minuten sammelte ich mich. Die verschmierte Wimperntusche weggewischt, den Test in den Rucksack gesteckt und los ging es. Ich wollte dem Geburtstagskind nicht die Show stehlen, denn es war ihr Tag und nicht meiner. Esmeralda schaute mich völlig erwartungsvoll an und sie bekam ein freudestrahlendes Nicken als Antwort. Sie freute sich für mich mit, klatschte unaufällig in die Hände und strahlte über das ganze Gesicht.

Nach dem Essen verschwand ich noch einmal kurz um es Dan zu sagen, da ich wusste, dass ich ihn später nicht ereichen konnte. Es war komisch ihm das Ergebnis am Telefon zu erzählen und brachte die Erinnerungen von vor 2 Jahren hervor. Wir freuten uns, doch die Angst war präsent. Die Angst das es wieder schief geht, dass wir wieder enttäuscht werden und das wir wieder diesen Weg gehen müssen. Es war seltsam. Wir sollten uns mehr als alles andere auf der Welt freuen. Wir haben schließlich 2 1/2 Jahre auf diesen Moment gewartet. Wirklich real fühlte es sich trotzdem nicht an. Wie sehr ich mich auch bemühte. Es war als würde ein Schleier über uns liegen.

Nach dem ich mit Dan telefonierte, musste ich meinen besten Kumpel noch anrufen und es ihm mitteilen. Auch er freute sich sehr für uns. Anschliessend ging ich zurück zu den anderen und feierte den Geburtstag mit meiner Freundin, wohl wissend das sich ein kleiner Bauchbewohner in mir befand.

Dieses Mal wollte ich es nicht allen auf anhieb erzählen. Das Gefühl sagte mir einfach das ich unser kleines Wunder erst einmal für mich behalten soll.  Nicht aus Angst allen wieder zu sagen das es schief gegangen ist – wenn es so gewesen wäre, sondern einfach weil es sich richtig angefühlt hat nichts zu sagen.

Wie es weiter ging erfährst du in den nächsten tagen…

Ich will jetzt gar nicht weiter auf unsere Angst eingehen, dazu kommt noch ein weiterer Post.  Genauso wie es jetzt eine neue Kategorie gibt auf dem Blog und Schwangerschaftsupdates. Hach, was freu ich mich Euch nun endlich auch daran teilhaben lassen zu können. Vielleicht wusste der eine oder andere es schon durch meinen Instagram Account.

Der Beitrag soll auch nicht unendlich lang werden, obwohl ich noch so vieles schreiben könnte =) also schaut vorbei auf dem Blog, denn es gibt noch einiges das ich Euch berichten werde.

Bis bald,

Eure Tanja

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