Side by Side through life

Moin ihr Lieben!

Ich habe vor ein paar Tagen diese Nachricht bekommen: #geschwister

Sie kam von einer Person, die ich seit 28 Jahren kenne, mit der ich 19 Jahre unter einem Dach gewohnt habe und seit 6 Jahren als meinen Nachbarn habe – meinem Bruder!

Mein Bruder ist 4 Jahre älter als ich und musste in seinem Leben als großer Bruder ziemlich viel einstecken. Denn mich als (kleine) Schwester zu haben ist glaube ich, seine größte Herausforderung im Leben. Klein, biestig und gemein… ja so war ich tatsächlich früher… aber auch er war nicht ohne. Anstatt mich davon abzuhalten Blödsinn zu machen in meinem kleinen unerfahrenen Leben, zeigte er mir wie man richtig Blödsinn anstellte.

Unsere Kindheit sah so aus: wir sind in einem großen Haus aufgewachsen, in dem unsere Oma auch wohnte. Um das Haus waren Wiesen und Felder, es war ein kleine Sackgasse und 5 min Fußweg um in den Ort zu kommen – idyllisch und absolut perfekt für Kinder. Inzwischen ist aber leider jede Wiese bebaut und auch die Sackgasse gleicht einem Durchgang für Fußgänger und Fahrradfahrer. Unser Haus stand/steht am Ende der Sackgasse, somit war viel Platz zum spielen vorhanden. Unser Papa hatte für uns eine Rutsche mit Baumhaus gebaut und eine Schaukel angefertig. Da Sandkisten wirklich nur was für kleine Gärten sind, hatten wir einen riesen Sandhaufen. Ein Paradies! Wir spielten viel zusammen, mit seinen Autos, Lego oder auch Playmobil. Fast jeden Tag spielten wir draußen, liefen über die Wiesen und Felder – worüber der Bauer nicht so begeistert war! Wir bauten Höhlen aus Ästen und Sträuchern und kletterten auf die höchsten Bäume die es gab, wir spielten Spiele wie „A zerschlagen„, „Tier-Tick„, fuhren Fahrrad auf der Straße immer und immer wieder im Kreis, spielten Fußball, plantschten im Pool oder spielten Soft-Tennis… In unserem Haus gab es einen großen Partyraum in dem unsere Tischtennisplatte stand, wenn mal keine Cliquenfete von unseren Eltern gefeiert wurde, ich kann mich echt gut daran erinnern, als wir unter der Tischtennisplatte unser Playmobil-Fort aufgebaut hatten oder uns eine Höhle gebaut haben und stundenlang Kassette hörten. Wir teilten uns ein Zimmer, was auf Dauer natürlich nicht ging. Also bekam ich mein eigenes Zimmer, am anderen Ende der Wohnung – weit weg von meinem geliebten Bruder… was machte klein-Tanja also? Ich ging immer und immer wieder zu ihm – nur zum schlafen war ich in meinem eigenen Zimmer.

Doch es gab nicht nur rosige Tage! Mein Bruder und ich spielten Soft-Tennis und er war der Meinung er hätte gewonnen, ich war jedoch anderer Meinung und holt mit meinem Plastik Tennisschläger aus und hab ihm damit das rechte Handgelenk gebrochen. Zwei Tage vor seiner ersten Klassenfahrt! Meine Mom war begeistert, denn sie musste Urlaub nehmen und mitfahren, da Meik vieles alleine nicht machen konnte mit dem Gipsarm. Die Rechnung bekam ich ein Jahr später. Mein Bruder ärgerte mich und ich habe versucht ihn zu kriegen um ihn eine reinzuhauen… Endresultat war, ich bin voll hingeflogen und habe mir beide Knie und Ellenbogen aufgeschürft – zwei Tage vor meiner Einschulung. Ich war die einzige beim Einschulgottesdienst, die sich in der Kirche nicht hinknien konnte – wundervoll… Mein Bruder zeigte mir dann irgendwann das Spiel mit dem Feuer und wie toll doch Plastik schmilzt. Im Hochsommer, im Wald! Super Idee… Über die Konsequenzen wie ein Flächenbrand, dachte natürlich keiner von uns nach. Als unsere Eltern uns erwischten, dank meiner blau gefärbten Haare vom blauen Plastik Sandeimer, gab es das schlimmste Donnerwetter für uns, was es nur geben konnte. Ganz abgesehen von den alltäglichen Machtkämpfen… mein Bruder war mir kräftemäßig weit überlegen und haute mir oft während er an mir vorbei ging, mit voller Wucht auf den Oberarm. Meine Revanche: ich habe ihn in die Handrücken gekniffen… er wird heute noch täglich daran erinnert, weil meine Fingernägel tiefe Spuren in seiner Haut hinterlassen haben… Irgendwann klemmte er mir dann noch meine Hand in die Sicherheitsmetalltür bei meiner Oma ein und meine Finger waren bis zur Knochenhaut auf. Das war die Kehrseite am Paradies!

Als unsere Eltern sich das erste mal trennten, zogen Meik und ich wieder in ein Zimmer und es war echt eine witzige Zeit… Ich sag nur Erbsensuppe an der Decke! =) Meine Mama ist mit uns in eine 3 Zimmer Wohnung gezogen. Sie hatte zu dem Zeitpunkt wirklich wenig Geld und war grade in einer Weiterbildung. Die Wohnung war echt toll und grade frisch renoviert worden… Mein Bruder und ich kamen aus der Schule und es gab Erbsensuppe zum Mittag. Meine Mom ließ uns alleine in der Küche um die Wäsche zu machen… Wir hatten die wundervolle Idee beim Essen „Stip-Stop“ zu spielen… Irgendwann passierte es und wir prusteten los vor lachen, was leider dazu führte das die Erbsensuppe nicht in unseren Mündern, sondern an der Decke und an der Wand der Küche wiederzufinden war… Schade =)

Doch irgendwann kam bei uns beiden die Pubertät… wir veränderten uns. Spielten nicht mehr mit einander und eigentlich wollten wir auch nichts von dem anderen wissen. Es kamen viele Freunde von meinem Bruder zu uns nach Hause. Es gab häufig Hauspartys und „Sit-in`s“ und die kleine Schwester war uninteressant, nervte und war nur noch ätzend…

Dann kam die Zeit, als mein Bruder zur Bundeswehr ging. Der Umzug Richtung Hamburg stand vor der Tür und zu allem Überfluss war ich schwanger… Ich sah meinen Bruder wenn überhaupt nur noch am Wochenende und das brach mir das Herz. Die Distanz zu meinem geliebten Bruder belief sich zwischenzeitlich auf 750km. Es war wirklich schwer. Als ich dann kurz vor der Entbindung stand, versuchte mein Bruder regelmäßig am Wochenende nach Hause zu kommen. Als er eines Freitagsabends Heim kam, saß ich in der Küche, hochschwanger 1-2 Wochen vor der Entbindung. Er kam rein und ich hab von jetzt auf gleich einen so heftigen Heulanfall bekommen, dass mein Bruder völlig verstört war, denn immerhin unterhielt ich mich grade noch fröhlich mit meiner Mom. Als er die Küche verließ folgte auf den Heulanfall ein Lachanfall. Meik fühlte sich ein wenig vereimert von mir, wie man vielleicht verstehen kann. Er kam in die Küche ich fing an zu heulen, er verließ die Küche ich hab angefangen zu lachen. Ohne Spaß – ich habe da das erste Mal gemerkt was Hormone mit einem anstellen können. Ich konnte es wirlich nicht steuern!

Leider konnte er das Wochenende als Leon geboren wurde nicht bei mir sein, aber er wurde Patenonkel. Wer auch sonst sollte diese ehrenvolle Aufgabe bekommen, wenn nicht er? Tatsächlich gab es auch in den folgenden Jahren Momente, in denen wir uns ein wenig auseinander gelebt haben. Ich zog mit meinem Kind aus und auch mein Bruder wurde flügge. Die Bundeswehrzeit hatte er hinter sich gebracht und zog mit seiner damaligen Freundin zusammen. Doch es dauerte nicht lange, als wir (Leon und ich) in die neue Wohnung zogen, folgte mein Bruder mir ein Jahr später in dasselbe Dorf, in die gleiche Straße. Heute wohnen wir wieder so dicht bei einander, um genau zu sein ein Haus steht zwischen unseren Wohnungen… Auch wenn ich ihn nicht jeden Tag sehe, nicht jeden Tag was von ihm höre, kann ich mir zu 100 % sicher sein das er in meiner Nähe ist. Er gibt mir auch heute noch das Gefühl von Sicherheit.

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Im Sommer 2015 gab es hier ein fürchterliches Unwetter. Es blitzte und donnerte, stürmte und die Äste flogen durch die Gegend. Nachts um 2! Da ich ein absoluter Schisser bin was Gewitter angeht, habe ich nachts meinen Bruder angerufen und wir telefonierten so lange bis das Gewitter vorrüber war. Letztes Jahr wurde in dem Haus zwischen uns eingebrochen, wieder nachts. Ich war tief und fest am schlafen und wurde von der Alarmanlage und dem Geschrei was von draußen kam, wach… Plötzlich klingelte mein Handy und mein Bruder war dran, der alles von seinem Balkon mehr oder weniger mitbekommen hat -wie gesagt es war Nacht!Wir waren beide hellwach und musste das erlebte teilen. Als Leon 2015 für eine Nacht im AKK zur Überwachung war, machte er eher Feierabend und kam ins Krankenhaus. Als mein Bruder im Krankenhaus lag war es für mich natürlich selbstvertsändlich zu ihm zu fahren und ihm die Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Wir waren (mein Bruder heute immer noch) beide Fußballtrainer für dir Kids aus unserem Dorf und unterstützten uns auch bei diesen Aktivitäten. Wir hielten uns an den Händen, nahmen uns in den Arm und weinten zusammen, um geliebte Menschen die von uns gingen.

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Es ist unbezahlbar einen großen Bruder zu haben. Ich liebe meinen Bruder von ganzem Herzen. Er ist mein VIP unter den Menschen in meinem Leben. Er ist die Farbe in meiner schwarz/weißen Welt, die Sonne an meinen Regentagen. Mein Verbündeter, mein Vertrauter, mein Seelenverwandter. Er gibt mir Nähe ohne Enge, ein Zauber ohne Ende. Mit ihm bespreche ich Dinge, die ich mit keinem anderen bespechen kann. Ich muss mich vor ihm nicht schämen. Er ist da wann immer ich ihn brauche. Auf ihn ist verlass, egal wo er grade steckt. Er bringt mich zum Lachen, wenn ich grade heule. Kein Mensch auf dieser Welt kann jemals den Platz meines Bruders einnehmen.

Geschwister kämpfen ums Essen, um die Fernbedienung und einfach um den anderen zu nerven. Und lieben. Ganz viel Liebe, weil Geschwister die Menschen sind, die uns in und auswendig kennen und für immer an unserer Seite stehen!

Together – Side by Side through life!

Bis bald

Eure Tanja

Dankbarkeit – der Schlüssel des Glücks

Moin ihr Lieben!

Dankbarkeit ist eine Sache die manchmal im Alltag etwas untergeht. Jeder hat seine Termine und seine Probleme. Jeder will schnell nach Hause oder seine Ruhe haben. Man steht an der Kasse schwer bepackt, eventuell noch mit einem weinenden Kind und die Person vor einem lässt einen netterweise vor. In Folge dessen sollte ein ernstgemeintes Danke kommen, anstatt dessen kommt ein herzloses, zwanghaftes Danke – man muss es ja sagen.

Letzte Woche Freitag war ich mit meiner Freundin Bea in der FEG zu einem Frauenabend. Der Abend wurde von der Gemeinde (meine Freundin Bea war mit im Orga-Team) organisiert und es waren an die 100 Frauen vor Ort. Das Abendprogramm gestaltete sich mit einem Sektempfang, ein kaltes Buffet, einem kleinen Theaterstück und ein Vortrag von Hanna Backhaus über die Kunst des Dankens. Zwei Mädchen aus der FEG, spielen in einer Band und begleiteten den Abend mit wundervollen Liedern.

Die FEG ist eine Freie Evangelische Gemeine in Buxtehude. Ich habe meinen Glauben und gehe tatsächlich gerne in Kirchen, ob es ein Gottesdienst ist oder eine gemeinnützige Sache oder mein neu geliebter Gospelchor. Meine Freundin Bea hingegen lebt diesen/ihren Glauben total aus und das finde ich persönlich auch echt schön. Durch sie habe ich tolle Menschen aus der FEG schon kennenlernen dürfen und auch wundervolle Abende dort verbringen dürfen. Auch ihre Kinder leben diese Aufrichtigkeit zu Gott und Jesus. Ihre Kinder und Leon waren letztes Jahr in einem Zeltlager, welches das Thema Gott, Glauben und Jesus als Schwerpunkt hatte, aber es war so gut, dass die Kids dieses Jahr wieder hin wollen.

So nun aber zurück zu dem Frauenabend. Das Essen vom Buffet war wirklich sehr lecker und das Theaterstück einfach zum todlachen. Bea, die in dem Stück mit gespielt hat, ging voll in ihrer Rolle auf und gerade wenn man sie kennt, wusste man das es auch tatsächlich in ihrem Leben so sein könnte =). Anschließend folgte der Hauptakt des Abends.

Ganz ehrlich… ich habe selten eine so inspirierende Frau kennen gelernt. Es lohnt sich wirklich ihr zu zu hören. Mit Witz, Charme und kleine Anekdoten aus ihrem Leben hat sie ein so wichtiges Thema vermittelt und man hatte nie das Gefühl gehabt, man würde gleich einschlafen oder vor Langeweile vom Stuhl fallen.

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Es ging un die 5 Schritte des Dankens:

  1. Denken – Man sollte bewusst darüber nachdenken wann und für was man sich bedankt.
  2. Optimistisch sein – wenn man das Leben schwarz malt kann es doch nicht gut laufen und glücklich werden kann man dann erst recht nicht.
  3. Danken im Umgang mit unseren Mitmenschen im Alltag – jeder hat sein Päckchen zu tragen und dessen sollte man sich bewusst sein. Doch wie oft sagen wir Danke zu den Menschen die für uns da sind?
  4. Neid entlarven – Man sollte für das Dankbar sein was man hat und nicht auf die Nachbarin neben an neidisch sein nur weil sie grade ein neues Auto geschenkt bekommen hat, oder weil die Single- Freundin ein halbes Jahr eine Weltreise unternimmt und man selbst mit den Kids nur ein Wochenende an die Küste fahren kann.
  5. TROTZ allem Dankbar sein – auch wenn man eine Lebenskrise, eine schlimme Diagnose bekommen hat, etc. sollte man Dankbar sein für das was man erleben durfte und für die Zeit die man geschenkt bekommt.

Nach dem Gedankenanstoß war es ein sehr schönes Ambiente um das Gesprochene wirken zu lassen, weiter zu traschen und den Abend ausklinken zu lassen. Frau Backhaus stand noch für Fragen zur Verfügung und hat ihre selbstgeschriebene Bücher an den Mann bzw Frau gebracht. Ich werde mir auch noch das eine oder andere Buch zu legen.

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Die Bücher und alles was es von Hanna Backhaus gibt, findet ihr im Brendow-Verlag. Als ich abends Zuhause war, bin ich wirklich glücklich ins Bett gefallen. Es war ein wundervoller Abend, mit wundervollen Denkanstößen und wundervollen Menschen. Solche Vorträge die nachhaltig sind und im Gedächnis bleiben sind die schönsten.

Wofür seid ihr besonders dankbar in Eurem Leben? Wie wichtig ist es Euch, dass man sich für Dinge bedankt? Hinterlasst mir einfach einen Kommentar – ich bin gespannt auf Eure Antworten!

Bis bald,

Eure Tanja

P.S.: Hanna Backhaus kommt auch gerne zu Euch und zeigt Eurer Gemeinde/Frauengruppe etc. die Kunst des Dankens. Hier geht es zu ihrer Seite.

Quelle Beitragsbild: fotolia.com

What’s your story?

Moin ihr lieben…

Wir sitzen grade im Zug nach Nürnberg denn es steht ein Kur-Mädels-Wochenende für mich und den kleinen Prinzen an. Dan musste leider Zuhause bleiben… Sorry Liebling!

Somit habe ich 4 Stunden Zeit meinen Blog zu füllen und Euch etwas zum Lesen zu geben. Ich möchte Euch nämlich von meiner wundervollen Erfahrung erzählen, die ich im Dienst am Mittwoch erleben durfte.

Ich arbeite mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen, die meistens doch eher sehr krank sind. Man lernt viele verschiedene Charaktere kennen – den einen mehr den anderen weniger freiwillig. Am Mittwoch wie gesagt hatte ich Nachtdienst und ein älterer Herr musste geröntgt werden. Da ich im Dienst mehr Zeit habe als im Tagdienst kann man auch ein bisschen Smalltalk betreiben und mit den Patienten reden. (Ich rede immer mit den Patienten aber eben unter Zeitdruck) Das taten wir dann auch, erst ziemlich oberflächlich, doch dann wurde es ein sehr persönliches Gespräch. Der Mann hat mir eine sehr emotionale und herzergreifende Situation aus seinem Leben geschildert. Ich hörte ihm aufmerksam zu, er gab mir das Gefühl er müsse mit jemanden sprechen bzw müsste es teilen. Und ich war ihm dankbar, dankbar das dieser Mensch mir so viel Vertrauen entgegengebracht hat, mich in sein geschichtliches Leben zu lassen. Dieser Moment war wirklich schön – die Geschichte allerdings ziemlich traurig.

Ich finde es so interessant die Geschichte hinter den Menschen zu erfahren und zu hören, denen man im Leben begegnet. Wer sie sind, wo sie herkommen und was sie ausmacht, dass sie so sind wie sie sind.

Blogger oder Youtuber, denen ich folge finde ich interessant, weil ich ihre Geschichten interessant finde. Früher saß ich oft bei meiner Oma, die mir und meinem Bruder vom Krieg erzählte, von ihrer Heimat Schlesien und wie ihre Kindheit war, bevor sie fliehen mussten. 

Manches mal beobachte ich auch gerne Leute und frage mich was sie für eine Geschichte zu erzählen haben, besonders wenn man am Gesichtsausdruck Freude, Angst, Trauer oder Hoffnung sehen kann. Witzig ist das ich vor kurzem ein Buch von Cecelia Ahern „Hundert Namen“ gelesen habe, wo genau dasselbe beschrieben wurde – die Geschichte einzelner Personen.

Ich lasse Euch teilhaben an meiner Geschichte, die ich hier im Blog veröffentlichte. Aber wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr eine interessante Geschichte zu erzählen? Was macht Euch zu dem der ihr seid? Was macht Euch besonders? Lasst es mich wissen und schreibt es mir! 

Ich bin gespannt! 

Eure Tanja 

The new beginning – 2017

Als erstes möchte ich Euch ein wundervolles, neues, erfolgreiches und tolles Jahr wünschen! 

Heute gibt es ein kleines Update von unseren Feiertagen, wieso das Jahr jetzt schon nicht so verläuft wie ich es gerne hätte und wieso ich den tollsten Mann an meiner Seite habe… nun aber mal los…

Ich musste an Silvester arbeiten. Von 12-20h habe ich in der Klinik gehockt aber zu meiner Freude hatten meine zwei Freundinnen mit mir zusammen Dienst 🙂 was die Sache tatsächlich erleichterte… um 18h ging es für meine Jungs zu Mel und Stephan – wo wir den Abend verbrachten und die halbe Nacht… um 20.30h bin auch ich angekommen, durfte die Reste vom Raclette genießen und die Zeit mit so tollen Freunden. Wir durften noch einmal den Zauber von Weihnachten erleben, das Funkeln der Kinderaugen sehen und uns über tolle Geschenke freuen, die der Weihnachtsmann versehentlich vertauscht hatte. Als der kleine Wirbelwind im Bett war (ich rede nicht von Leon sondern von Huckleberry von Mel und Stephan) haben wir ein neues Spiel gespielt: Knätsel. Richtig gut und richtig witzig, selbst ich fand es super (ich kann Spiele eigentlich nicht ausstehen, oder ich spiele immer mit den falschen Leuten das es keinen Spaß gemacht hat bis lang). Um 00.00 Uhr hieß es Happy new year everybody, es wurde angestoßen und rausgegangen für das Feuerwerk. Dan, Leon und Stephan haben sich so richtig ausgetobt – bei einem Kofferraum voller Feuerwerkskörper sollte das auch kein Problem gewesen sein =)


Um kurz vor Eins waren wir wieder drinne und haben bis um kurz nach 3 weiter gespielt. Um 4 Uhr lagen wir dann alle Zuhause todmüde im Bett. Am Neujahrsmorgen passierte nicht viel außer den konsumierten Alkohol verarbeiten – zumindest für mich. Leon hat Sachen gepackt für eine Woche Oma-Ferien und Dan stellte sich mental darauf ein, das sein Urlaub vorbei ist… nachmittags trafen wir uns wieder bei Mel und Stephan zum Berliner essen, holten mein Auto ab und brachten Leon zur Oma. Am Abend war ich so froh das ich zeitig ins Bett gehen konnte da die vorherige Nacht eher wenig Schlaf mit sich gebracht hat.

Wo wir dann auch schon bei dem Thema wären, dass das neue Jahr nicht so verläuft wie gewünscht… 

Ich lag tatsächlich um halb 9 abends an Neujahr im Bett, eingekuschelt unter zwei Decken mit einem warmen Kirschkernkissen, ich schrieb noch mit meiner Freundin, als ich das Telefon gegen 21h klingeln hörte. Dan kam ins Schlafzimmer gestürmt und hielt mir das Telefon hin mit der Nummer der Klinik vors Gesicht… ein Notfall! Ich musste los… raus aus dem Bett, rein in die Klamotten, ab ins Auto und los… ich kam mir  etwas vor wie bei der Feuerwehr =) nun gut somit verbrachte ich dann bis kurz vor Mitternacht meinen Neujahrsabend in der Klinik bei einer noch nie vorgekommenden Situation… schön was das neue Jahr so mit sich bringt. 

Das war No 1 wieso das Jahr schon nicht wie gewünscht startet… 

Da ich ja an Silvester mit Mel was trinken wollte, habe ich vorsichtshalber mal einen Test gemacht in der Hoffnung natürlich das es nach knapp einem halben Jahr geklappt hat, doch es war kein 2. Strich zu sehen. Glücklicherweise zieht mich diese Situation nicht mehr runter… dann wird es vielleicht nächsten Monat und wenn nicht dann irgendwann… so what that’s the real life!

Da ich seit Oktober keinen Urlaub mehr hatte und im Dezember sowie jetzt im Januar für mich 10-12 Arbeitstage am Stück anlagen/anliegen, bin ich einfach extrem kaputt und müde. Auf Grund von Krankheitsfällen, Urlaubsabwesenheit und einen extremen Überfluss an Patienten, Dauereinsatzbereitschaft und Überstunden ist mein Lieblingsort grade das Bett! Ich bin froh das erst am Montag wieder die Schule los geht. Es ist tatsächlich schwierig meine Arbeit, meinen Alltag, mein Freundin-Dasein und meine Projekte unter einen Hut zu kriegen, weshalb es auf meinem Blog auch etwas ruhiger gewesen ist… sorry dafür…

Grade in solchen Situationen, wo ich zwar für die Arbeit 100%ig funktioniere und hier Zuhause dafür vielleicht das eine oder andere auf der Strecke bleibt, weiß ich es umso mehr zu schätzen, was ich für einen liebevollen und verständnisvollen Mann an meiner Seite habe. Anstatt zu meckern, dass das Essen noch nicht fertig ist, nimmt er mich in den Arm und ist einfach nur da. Anstatt zu motzen das die Wäsche nicht gewaschen ist, kommt er zu mir und deckt mich zu während ich schlafe und versuche für den nächsten Tag wieder fit zu werden… Verständnis und das Gefühl zu geben und zu bekommen das man nicht alleine ist, sind in einer Beziehung einfach so wichtig! Danke liebster das Du da bist!

Aber genug gejammert.. das Jahr hat grade erst angefangen und kann somit nur besser werden – denn schlimmer geht immer… Ich freu mich auf das Jahr und auf das was es mit sich bringt, die Herausforderungen, das aufeinander Treffen mit wundervollen Menschen und auf die Zeit die mir geschenkt wird – mit meiner Familie und meinen Freunden… 

Das gleiche wünsche ich Euch auch! Zeit mit Euren Familien, tolle Begegnungen und auch tolle Herausforderungen! Selbst wenn der Start nicht gut anfing, kann es immer nur besser werden! Lasst den Kopf nicht hängen und genießt trotzdem Eure Zeit! Das Leben besteht nun halt mal nicht immer nur aus Sonnentagen, sondern beinhaltet auch den einen oder anderen stürmischen, ungemütlichen und regnerischen Tag… Hey! Ich komm aus dem Norden also wenn sich jemand mit so einem Shitwetter auskennt dann wir Nordlichter =)


Bis bald!

Eure Tanja